Richter kennt keine Gnade

Giffords-Attentäter: Sieben Mal lebenslänglich

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Gabrielle Giffords (l.) und ihr Mann Mark Kelly nach der Verkündung des Urteils

Washington - Knapp zwei Jahre nach dem Attentat auf die damalige US-Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords ist der Täter zu siebenfach lebenslanger Haft verurteilt worden.

Mit dem Urteil vom Donnerstag schloss ein Bundesgericht in Arizona zudem aus, dass Jared Lee Loughner jemals wieder auf freien Fuß kommen kann. Er hatte im Januar 2011 bei einem Bürgertreff vor einem Supermarkt sechs Menschen erschossen und dreizehn verwundet. Giffords überlebte den Angriff mit einer schweren Hirnverletzung. In diesem Jahr gab die 42-Jährige wegen der langen Genesungsphase ihr Mandat für den US-Kongress auf.

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Richter Larry Burns verurteilte Loughner zu sieben Mal lebenslänglich ohne Bewährung - sechs Mal für die Todesopfer und ein Mal für den Mordversuch an Giffords. Die Haftstrafe muss Loughner trotz seiner psychischen Störung im Gefängnis absitzen. Burns betonte die Schuldfähigkeit des Attentäters. „Die Beweise zeigen klar, dass Sie trotz Ihrer Geisteskrankheit wussten, was Sie taten“, sagte er.

Bei der Urteilsverkündung waren Giffords und ihr Ehemann, der ehemalige NASA-Astronaut Mark Kelly, anwesend. Kelly hielt im Gerichtssaal eine emotionale Ansprache, in der er sich direkt an Loughner wandte. „Auch wenn Sie geistig gestört sind, tragen Sie die Verantwortung für Ihre Taten“, sagte Kelly. „Sie haben jetzt Jahrzehnte Zeit, darüber nachzudenken. Meine Frau und ich sind mit Ihnen fertig.“

Kelly nutzte die Gelegenheit auch, das von der Verfassung garantierte Recht auf Waffenbesitz in den USA zu kritisieren. Die Politik gehe einer Auseinandersetzung über das Thema ständig aus dem Weg, statt das offensichtliche Problem anzupacken.

Dem Urteil war eine Vereinbarung zwischen Loughner und der Staatsanwaltschaft vorausgegangen. Der Attentäter, der nach der Tat vor einem Gericht in Phoenix (Arizona) zunächst auf „nicht schuldig“ plädiert hatte, bekannte sich danach zu der Tat. Im Gegenzug verzichtete die Staatsanwaltschaft darauf, die Todesstrafe zu fordern. Damit sollte ein langer und anstrengender Prozess verhindert werden.

dpa

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