Knappes Rennen in Rheinland-Pfalz

  • schließen
  • Weitere
    schließen
Kurt Beck hat in Rheinland-Pfalz die Nase vorn.

Mainz - Gut sieben Wochen vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz zeichnet sich ein knappes Rennen zwischen SPD und CDU ab.

Nach einer am Freitag veröffentlichten Umfrage der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag des ZDF-“Politbarometers“ käme die derzeit noch allein regierende SPD auf 37 Prozent der Stimmen, zwei Punkte mehr als die CDU, die 35 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen könnte. Eine Ende Januar veröffentlichte Umfrage von Infratest dimap hatte dagegen beide Parteien gleichauf bei 37 Prozent gesehen. Die derzeit nicht im Landtag vertretenen Grünen könnten laut “Politbarometer“ mit 13 Prozent der Stimmen rechnen. Damit gäbe es eine Mehrheit für eine rot-grüne Koalitionsregierung.

Die FDP wäre mit fünf Prozent knapp wieder im Landtag vertreten, die Linke hingegen würde mit vier Prozent den Einzug ins Landesparlament knapp verpassen. Auf die sonstigen Parteien würden der Umfrage zufolge zusammen sechs Prozent der Stimmen entfallen. Zwtl: Beck im direkten Vergleich vor Klöckner Im direkten Vergleich zwischen SPD-Ministerpräsident Kurt Beck und seiner CDU-Herausforderin Julia Klöckner hat Beck klar die Nase vorn: 48 Prozent aller Befragten sprechen sich für den seit bereits 1994 regierenden Amtsinhaber als Ministerpräsident aus.

Allerdings kommt auch Klöckner, die erst gut ein Jahr Zeit hatte, sich im Land bekannt zu machen, immerhin auf 35 Prozent Zustimmung. Bei den persönlichen Sympathiewerten erreicht Beck auf einer Skala von plus fünf bis minus fünf einen Wert von 1,3, Klöckner liegt dahinter bei 1,0. Der knappe Regierungsvorsprung wird auch bei den inhaltlichen Fragen deutlich. So sehen 31 Prozent der Befragten in der Bildungspolitik die größere Kompetenz bei der SPD, 27 Prozent dagegen bei der CDU.

Beim Thema Wirtschaftskompetenz liegt die SPD mit 27 Prozent ähnlich knapp vor der CDU mit 24 Prozent. Allerdings hat die SPD bei den Rheinland-Pfälzern auch im Negativen die Nase vorn, wenn es nämlich um die verschiedenen Skandale und Affären von Regierung und Opposition im Land geht. 29 Prozent der Befragten sehen die SPD hier als am stärksten verwickelt an, gegenüber 21 Prozent, die die CDU als besonders skandalbehaftet betrachten. Für das “Politbarometer“ befragte die Forschungsgruppe Wahlen zwischen dem 31. Januar und dem 2. Februar in einer repräsentativen Stichprobe insgesamt 1.060 zufällig ausgewählte wahlberechtigte Rheinland-Pfälzer.

dapd

Zurück zur Übersicht: Politik

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser