Das teilte ein Sprecher der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung am Mittwoch in Düsseldorf in einer Halbjahresbilanz mit. “In den meisten Branchen wurden für dieses Jahr Tarifsteigerungen von 3 bis 4 Prozent und mehr vereinbart“, zitierte der Sprecher aus den Daten des Tarifarchivs des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI).
“Diese vorläufige Tarifbilanz zeigt, es geht aufwärts“, folgerte der Leiter des WSI-Tarifarchivs, Reinhard Bispinck. Die Tariflöhne würden in diesem Jahr im Durchschnitt “real spürbar steigen“. Zudem hätten die Gewerkschaften bei der Übernahme der Auszubildenden und bei der Leiharbeit tarifpolitische Fortschritte durchgesetzt.
“Rechnet man die diesjährigen Tarifabschlüsse für rund 7,0 Millionen Beschäftigten mit ihren unterschiedlichen Laufzeiten auf das Jahr um, dann ergibt sich eine vorläufige jahresbezogene Tarifsteigerung gegenüber 2011 von nominal 3,0 Prozent“, berichtete der Sprecher. Für die 8,3 Millionen Beschäftigten mit länger laufenden Abschlüssen aus den Vorjahren ergebe sich für 2012 dagegen eine jahresbezogene Tarifsteigerung von 2,5 Prozent.
dpa












