Ein früherer Freund des norwegischen Massenmörders hat am Dienstag vor Gericht ausgesagt. Der geständige Rechtsradikale sei sehr clever und gesellig, aber auch sehr eitel gewesen, sagte der 32-jährige Zeuge am Dienstag in dem Prozess in Oslo. Breivik habe großen Wert auf Kleidung und sein Äußeres gelegt. Demnach puderte er sich zuweilen auch das Gesicht und trug eine Sonnenbrille, wenn er abends ausging. „Das war schon sehr ungewöhnlich.“
Bilder vom Breivik-Prozess
Breivik selbst hatte in einem sogenannten Manifest erklärt, er habe sich die Nase mit etwa 18 Jahren nach einer Schlägerei mit einem Einwanderer operieren lassen. An einen solchen Vorfall konnte sich der Zeuge allerdings nicht erinnern - auch nicht daran, dass Breivik angeblich in einem Nachtclub beraubt worden sei.
Ein anderer ehemaliger Bekannter sagte vor Gericht aus, der spätere Attentäter habe sich verändert, als er 2006 zu seiner Mutter gezogen sei. Er habe sich von seinen Freunden abgewandt und weder auf Anrufe noch SMS-Botschaften geantwortet. Stattdessen habe Breivik viel Zeit mit Computerspielen verbracht. An seinem 30. Geburtstag habe die Mutter Besucher abgewiesen und gesagt, er sei an keinerlei Kontakten interessiert. Damals sei er auch zunehmend kritischer gegen Einwanderer geworden und habe den Islam eine Bedrohung genannt.
Das Gericht hatte vier frühere Freunde Breiviks vorgeladen. Der 33-Jährige selbst saß während der Aussagen mit Psychologen in einem Nebenraum.
dpa



































































