Traunstein/Eggstätt - Der Ex-Bürgermeister von Eggstätt, Stefan Beer, ist sich im Zusammenhang mit Betrügereien seiner früheren Geliebten und Rathaus-Mitarbeiterin keiner Schuld bewusst.

© red
Stefan Beer (links) mit seinem Anwalt vor Verhandlungsbeginn
Vor dem Traunsteiner Landgericht stritt der CSU-Kommunalpolitiker am Freitag ab, von den kriminellen Machenschaften der Kassenverwalterin gewusst zu haben. Der 50-Jährige ist wegen Verleitung eines Untergebenen zu einer Straftat angeklagt, wie es im Strafgesetzbuch steht. Der Gemeinde nahe dem oberbayerischen Chiemsee entstand durch die Betrügereien der Frau ein Schaden von fast 35.000 Euro.
Die 7. Strafkammer des Landgerichts wies nun zu Prozessbeginn in zweiter Instanz mehrere Anträge des Verteidigers ab, das Verfahren einzustellen bzw. ans Rosenheimer Amtsgericht zurückzuverweisen. Der Anwalt begründete dies damit, dass bei seinem Mandanten keinerlei Anhaltspunkte für eine Pflichtverletzung im Amt vorlägen. Zudem kündigte er an, die Vereidigung von Zeugen zu beantragen, die im Rathaus beschäftigt sind. Jeder einzelne der 19 Fälle müsse geprüft werden und die Zeugen genau befragt werden.
Am ersten Verhandlungstag erklärte der Ex-Bürgermeister auch, wie sehr ihn dieses Thema auch mit einigen Jahren Abstand emotional bewegen würde. "Die Gemeinde Eggstätt war viele Jahre Teil meines Lebens - es war Arbeit, Spaß, Freude Engagement und Leidenschaft." Auch heute sei er wegen der Entwicklung der Ereignisse noch tief betroffen.
Für den Prozess sind drei weitere Verhandlungstage vorgesehen. Es werden zahlreiche Zeugen und Sachverständige gehört. Das Urteil soll am 29. Februar verkündet werden.
dpa/red
Quelle: Rosenheim24.de



Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.