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Sonderzug aus Bayern besucht den Papst in Rom

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    • 02.08.12
    • Bayern
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1000 Bayern platteln am Bahnsteig

Hier tanzen Trachtler auf dem Weg zum Papst

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Rom- Papst Benedikt XVI. bekommt Besuch von rund 1000 Trachtlern aus Bayern. Auf dem Weg nach Rom haben die Pilger  auf einem italienischen Bahnhof eine spontane Tanzeinlage hingelegt.

© dpa

Fast 1000 Pilger tanzen am Bahnhof in Tarvisio.

Es ist kurz vor Mitternacht am Bahnhof Tarvisio in Italien. Auf dem Bahnsteig tanzen und musizieren Trachtler und Volksmusiker aus Bayern. Der Angestellte der italienischen Bahn schaut erst ein wenig verdutzt. Dann tanzt er einfach ein wenig mit. Willkommen bei der Pilgerfahrt nach Rom.

Papst Benedikt XVI. wird die fröhliche, fast 1000-köpfige Reisegruppe empfangen. Denn die Pilger kommen aus seiner Heimat. Das Erzbistum München-Freising richtet an diesem Freitag (3. August) einen Ehrenabend als nachträgliches Geschenk zum 85. Geburtstag des Papstes aus. Und da soll es bayerisch-zünftig zugehen - mit Volksmusik, einem Erntetanz und Gstanzln - also humorvollen, eigens geschriebenen Versen.

Party auf dem Weg zum Papst

Am Mittwochabend setzte sich der Sonderzug Richtung Italien in Bewegung. Viele der Reisenden haben da schon ihre Tracht angezogen. Mit Dirndl und Lederhose werden sie später in Rom viele Blicke auf sich ziehen. Aber jetzt heißt es erst einmal: Fahnen bitte in den Wagen Nummer zwei, Instrumente in den Wagen Nummer vier. So eine Reise ist eben auch ein großer logistischer Aufwand.

Nein, so etwas organisiere man nicht alle Tage, sagt Bernhard Meyer, Chef des bayerischen Pilgerbüros, der die technische Leitung der Pilgerfahrt innehat. Sonderzüge - beispielsweise nach Lourdes - gebe es zwar regelmäßig. Dennoch sei dieser Sonderzug zum Papst etwas Besonderes. „Der Aufwand ist groß.“

Pilger nach Rom würden sonst auch immer öfter das Flugzeug als bequemeres und schnelleres Reisemittel dem Zug vorziehen, sagt Meyer. Aber: „So ein Sonderzug stärkt das Gemeinschaftsgefühl, alle sind zusammen. Das ist viel kommunikativer als im Flugzeug oder im Bus.“

Grundsätzlich sind alle beim „Du“, beim Bierverkauf herrscht Hochbetrieb. Das Helle im Speisewagen ist schon nach 200 Kilometern aus. Und durch die fröhliche Stimmung im Pilgerzug wird auch die Aufregung etwas kleiner, wenn man an den Papstbesuch denkt. „Ja mei“, sagt Anderl Schober (20), der als Trommler die Gebirgsschützenkompanie Tegernsee begleitet. „Ich sehe das ganz gelassen.“ Die Gebirgsschützen dürfen am Freitag die Ehrenkompanie stellen und einen Salut schießen - schließlich ist der Papst Ehrenmitglied bei ihnen.

Schober und seine Kollegen vertreiben sich die Zeit im Zug mit Schafkopfen. Andere musizieren ein wenig oder lassen das Bergpanorama an sich vorbeiziehen, das mild im Sonnenlicht glänzt. Man versteht bei diesem Anblick, warum Benedikt XVI. seine Heimat immer noch so liebt. „Der Papst ist ein Sohn unserer Heimat“, sagt Rupert Graf zu Stolberg, der geistliche Leiter der Reise. Er spendet einen Reisesegen. Damit soll deutlich werden: Bei allem Spaß und aller Bierseligkeit - das ist keine reine Vergnügungsreise. Stolberg sagt via Lautsprecher: „Es ist eine Pilgerfahrt zu einer der wichtigsten Stätten unseres Glaubens.“ Dennoch wird die Stimmung zu späterer Stunde immer ausgelassener. Manch einer dürfte kaum Schlaf abbekommen haben.

Joseph Ratzinger: Vom Schulbub zum Papst Benedikt XVI.

Der Papst wird den Besuch aus seiner Heimat auf seinem Sommersitz Castel Gandolfo empfangen. Es dürfte eine schöne Abwechslung für den Pontifex sein. Denn in den vergangenen Monaten war es im Vatikan turbulent zugegangen. „Vatileaks“, die Affäre über entwendete und den Medien zugespielte Geheimpapiere sorgte für Aufregung. Der Kammerdiener des Papstes wird beschuldigt, die Dokumente illegal an sich genommen zu haben.

Doch das ist am Freitag egal, dann geht es ums Heimatgefühl. Zu sehen bekommt das Kirchenoberhaupt beispielsweise einen Erntetanz, den eine junge Volkstanzgruppe aus Hinterskirchen nahe Landshut einstudiert hat. Jugendleiterin Veronika Hetzel sagt: „Wir sind schon ein wenig aufgeregt.“ Zwischen 14 und 24 Jahre alt seien die jungen Tänzer und sie zeigten damit, dass Brauchtum auch für junge Menschen interessant sei und keinesfalls verstaubt. „Hinterskirchen ist zwar nur ein kleiner Ort. Aber fast alle Jugendlichen sind bei uns dabei“, sagt die 27-Jährige nicht ohne Stolz. Sogar eigene Polo-Shirts für die Reise hat sich die Gruppe anfertigen lassen. In Castel Gandolfo aber werden sie - natürlich - in Tracht erscheinen.

dpa

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Kommentare

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Peter02.08.2012, 18:01
(0)(0)

Die Gaudi wird dem Papst aber gar nicht gefallen.
Ohne Unterlaß predigt er das Ende der Spaßgesellschaft, maßlose Verweltlichung und Gottlosigkeit und dann ausgelassenes Tanzen auf der Pilgerfahrt - wenn das mal gut geht...

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