Berlin - Die Mehrheit der Deutschen will, dass Christian Wulff auf seinen jährlichen Ehrensold in Höhe von 199.000 Euro verzichtet. Auch ein namhafter Vorgänger schließt sich dieser Forderung an.

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Christian Wulff soll auf seinen Ehrensold verzichten.
Altbundespräsident Walter Scheel (FDP) fordert von Christian Wulff, dass er auf seinen lebenslangen jährlichen Ehrensold in Höhe von 199.000 Euro verzichtet. Dies befürwortet laut einer Umfrage auch eine große Mehrheit der Deutschen.
Scheel sagte der Zeitung „Bild am Sonntag“, er wünsche sich, dass Wulff klug genug sei, auf seinen Ehrensold zu verzichten. „Damit könnte er beim deutschen Volk verlorenes Vertrauen und Glaubwürdigkeit zurückgewinnen.“
An zweiter Stelle folgten in der Umfrage mit jeweils 34 Prozent Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) und SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier. Die Zustimmung für Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) lag bei 32 Prozent, darauf folgten Bundestagspräsident Norbert Lammert und der ehemalige Umweltminister Klaus Töpfer (beide CDU) mit jeweils 28 Prozent. Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts Andreas Voßkuhle kam nur auf 6 Prozent.
Unabhängig von der Person wünschten sich 79 Prozent der Bürger einen Kandidaten von außerhalb des Politikbetriebes. Nur 16 Prozent gaben an, der Kandidat solle ein ausgewiesener Parteipolitiker sein. Trotz der Rücktritte zweier Bundespräsidenten in zwei Jahren sind die Deutschen weiterhin von der Bedeutung des Amtes überzeugt. Auf die Frage, ob Deutschland einen Bundespräsidenten brauche, antworteten 69 Prozent mit Ja. 30 Prozent waren der Meinung, Deutschland könne auf einen Bundespräsidenten verzichten.
dapd



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