Berlin - Der Streit zwischen FDP und CDU über die Nominierung von Joachim Gauck für das Amt des Bundespräsidenten ist offenbar sehr heftig gewesen. FDP-Chef Rösler bestätigte jetzt, dass die Koalition fast daran zerbrochen wäre.

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FDP-Parteichef Philipp Rösler ist stolz, dass sich seine Partei gegen die CDU durchgesetzt hat.
Das FDP-Präsidium hatte sich am Sonntag für den von SPD und Grünen favorisierten Gauck ausgesprochen, obwohl der Koalitionspartner Union deutliche Vorbehalte geäußert hatte. Die CDU/CSU lenke später zähneknirschend ein. Gauck ist nun Kandidat aller Bundestagsparteien außer der Linken.
Unions-Bundestagsfraktionsvize Michael Meister warf der FDP Untreue vor. „Ich finde es beachtlich, dass sich die Liberalen mit SPD und Grünen ins Bett legen“, sagte der CDU-Politiker dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. „So weit ich weiß, haben wir noch eine Koalition mit der FDP.“
Döring ließ das nicht gelten. „Wenn wir jetzt dafür kritisiert werden, dass wir den Kandidaten unterstützen, der die größte Zustimmung der Bürgerinnen und Bürger erfährt, ist das schon skurril“, sagte er der „Passauer Neuen Presse“. Einen Vertrauensbruch sehe er nicht. „Die FDP hat zu keinem Zeitpunkt die Frage des Präsidentschaftskandidaten mit dem Fortbestand der Koalition verbunden“, sagte er und kündigte an, dass die FDP ihr Gewicht stärker in die Koalition einbringen werde. „Es ist schön, wenn man den Partner überzeugen kann“, sagte Döring. „In diesem Stil werden wir weiter gemeinsam regieren.“
Der Parlamentarische Geschäftsführer der Unions-Bundestagsfraktion, Peter Altmaier (CDU), sagte, die Festlegung der FDP auf Gauck sei für die Union unerwartet gekommen und zumindest ungewöhnlich gewesen. Dadurch sei die Zusammenarbeit von Union und FDP aber nicht beschädigt worden. „Die Arbeit der Koalition wird erfolgreich weitergehen“, sagte er der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Dienstagsausgabe) laut Vorabbericht.
dapd



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