Landkarte der Zukunft oder rechtswidrige Enthüllung von Privatem? Der Internetservice Google-Street-View soll noch dieses Jahr für deutsche Städte freigeschaltet werden. Wir zeigen Ihnen, was Google-Street-View kann und wie die digitale Straßenansicht konkret funktioniert.

© dpa
So funktioniert Google-Street-View
Der Foto-Straßendienst Google-Street-View wird derzeit heftigst diskutiert, weil der amerikanische Internetanbieter Google dieses Jahr sein digitales Straßenansichts-Programm Google-Street-View auch für deutsche Städte starten will. Das Besondere und gleichzeitig Umstrittene an den Google-Street-View-Karten: Die Karte besteht aus aneinandergereihten Fotos. Auf diesen sind Menschen, Autos und Tiere abgebildet, die zum Zeitpunkt der Fotos zufällig an der abgebildeten Stelle waren.
Street-View-Gegner sehen dies als Verstoß gegen Privatsphäre und Datenschutz. Befürworter argumentieren, dass die Bilder von öffentlichen Orten aus gemacht wurden und daher veröffentlicht werden dürfen.
Wer sich oder sein Haus nicht in Google-Street-View sehen möchte, kann mit diesem Dokument online Widerspruch einlegen.
Die Google-Street-View-Autos haben die Straßen ausgewählter Städte komplett in einer 360 Grad-Perspektive abfotografiert. Nutzer können sich dadurch in der Street-View-Ansicht komplett um die eigene Achse drehen, den Blick nach oben und nach unten richten und per Zoom Details vergrößern.
In dieser virtuellen Reise durch die Welt sehen die Anwender Sehenswürdigkeiten, Häuser und Straßen so, als wären sie selbst vor Ort.
Fast alle Straßen, Städte und Sehenswürdigkeiten in den USA können seit 2008 per Google-Street-View bereist werden.
In einer Weltkarte hat Google alle Orte markiert, die mit google-Street-View erfasst sind.
Wir zeigen Ihnen in dieser Bilderstrecke, wie ein Spaziergang mit Google-Street-View aussehen kann:
Google hat selbst einige Sight-Seeing-Touren in europäischen Metropolen zusammengestellt.
Im Videoportal Youtube werden in Kurzvideos in englischer Sprache gezeigt, wie man mit ein paar Klicks durch die Welt reisen kann. Beispielsweise ein virtueller Kurztrip durch Paris, Amsterdam und Sydney in eineinhalb Minuten.
Auch Google erklärt sein Produkt am Beispiel eines Rundgangs in San Francisco (in englisch).
(hhg)
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