Uelzen - Passanten werden verprügelt, Geschäfte ausgeraubt: Seit Monaten terrorisiert eine Jugendbande die niedersächsische Kleinstadt Uelzen. Jetzt werden auch Justiz und Presse bedroht.

© Mitzlaff
Das mutmaßliche Mitglied der Douglas-Bande Robert K. (rechts) als Angeklagter im Totschlags-Prozess vor dem Landgericht.
Es ist eine Bande von etwa zehn 18- bis 20-Jährigen, die seit Monaten die niedersäschische Kleinstadt Uelzen in Angst und Schrecken versetzt. Sie schlagen Passanten nieder, verwüsten und rauben Geschäfte aus. In Ermittlerkreisen werden sie die „Douglas“-Bande genannt, weil sie sich meistens vor der Parfümerie in der Uelzener Innnenstadt treffen. Von dort ziehen sie los, um Ärger zu machen. Fünf der Jugendlichen sitzen derzeit in Untersuchungshaft, zwei sind wegen versuchten Totschlags und drei wegen Schutzgelderpressung angeklagt.
„Es ist absolut unerträglich, dass Kriminelle Jagd machen auf Journalisten“, sagt Michael Konken, Vorsitzender des Deutschen Journalisten-Verbandes. „Uelzen ist nicht die Hauptstadt einer Bananenrepublik, sondern liegt mitten in der Bundesrepublik Deutschland.“ Er erwarte von Polizei und Justiz, die Jugendbande zur Verantwortung zu ziehen.



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