München - Neue Windräder in Bayern sollen künftig in einer Rekordzeit von drei Monaten genehmigt werden können - drei Mal schneller als bisher.
Das Kabinett segnete am Dienstag in seiner letzten Sitzung vor der Weihnachtspause den Plan ab, den der frühere Umweltminister Markus Söder (CSU) im September vorgestellt hatte. So soll künftig kein Lärmgutachten für ein neues Windrad mehr nötig sein, das weiter als einen Kilometer vom nächsten Wohnhaus entfernt steht. Windräder können künftig auch in Naturparks und Landschaftsschutzgebieten gebaut werden. Bisher war der Bau von Windrädern auf mehr als einem Drittel der bayerischen Landesfläche faktisch tabu - künftig sind nur noch zehn Prozent grundsätzlich windradfrei.
Die Staatsregierung will in den nächsten Jahren im Zuge des Atomausstiegs 1000 bis 1500 neue Windräder bauen lassen. Die Stromerzeugung aus Windkraft in Bayern soll innerhalb dieses Jahrzehnt von einer auf bis zu neun Milliarden Kilowattstunden pro Jahr vervielfacht werden, wie Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) sagte. Umweltstaatssekretärin Melanie Huml (CSU) nannte den Kabinettsbeschluss einen “Meilenstein“.
dpa




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