Nach Rettung der 120 Meerschweinchen aus Rott

So geht es den "kleinen Wuslern" heute

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Knapp 120 an der Zahl waren es: So viele Meerschweinchen rettete der Rosenheimer Tierschutzverein aus Rott. 

Rosenheim/Rott am Inn - Eine Mammutaufgabe kam am Sonntag, 10. Juli, auf die Mitarbeiter des Rosenheimer Tierheims zu, als sie um die 120 Meerschweinchen aus ihrer prekären Situation in Rott befreien mussten: viele der Tiere waren völlig verdreckt, verletzt und litten an Erkrankungen. Und wie geht es den Meerschweinchen heute? 

Nach einer gründlichen Erstversorgung fühlten sich die Vierbeiner sichtlich wohl in ihrem neuen gepflegten Zuhause im Tierheim Rosenheim. Doch viele Meerschweinchen seien gar nicht mehr in Rosenheim, da die Kapazitäten des Tierheims schlichtweg nicht für solche Massen geschaffen wären, sagte die Vorsitzende des Tierschutzvereins Rosenheim e.V. Andrea Thomas im Gespräch mit rosenheim24.de. 

So hätten die Heuwusler München und der Deutsche Tierschutzbund sofort deren Unterstützung zugesagt, berichtete die Vorsitzende erfreut. Zügig sei so die enorme Belastung von den Rosenheimer Tierschützern genommen worden. Und wie viele Tiere sind jetzt noch tatsächlich in Rosenheim?

"Aktuell haben wir noch grob 15-20 Meerschweinchen bei uns im Tierheim", beantwortete Thomas die Frage. Dabei handle es sich aber mehrheitlich um schwangere Tiere, deren gesundheitlicher Zustand einen Transport nicht zulassen würde. 

Hat sich das Tierheim trotz enormer Belastung nicht von Privatpersonen helfen lassen?

Diesen Vorwurf erhob eine frustrierte Userin gegen die Rosenheimer Tierschützer. Sie hätte dem Verein ihre Hilfe angeboten, wurde jedoch sofort abgeblockt. Frau Thomas hat für einen derartigen Vorwurf eher wenig Verständnis. "Alle Mitarbeiter des Tierheims, inklusive des Vorstands, gehen dieser Tätigkeit ehrenamtlich nach. Es ist dann schon etwas traurig, wenn unsere Arbeit mit Undankbarkeit belohnt wird." 

Und sie konnte auch den Inhalt der Beschwerde ganz logisch erklären. Direkt nach der Rettungsaktion in Rott hätten alleine die Heuwusler München bereits 50 Meerschweinchen abgenommen, kurz darauf seien viele weitere an den Deutschen Tierschutzbund übergeben worden. 

"Grundsätzlich ist es unser oberstes Ziel, Tiere an Privatpersonen zu vermitteln", sagte die Vorsitzende. "Aber bei so vielen Tieren waren wir wirklich froh, dass uns unsere Partner schnell Meerschweinchen abnehmen konnten." Auch der Gesundheitszustand der restlichen Tiere sei zum Zeitpunkt zu instabil für eine Privatvermittlung gewesen. 

Meerschweinchen-Liebhaber aufgepasst! 

Aber keine Sorge: "Nach der Geburt der schwangeren Tiere werden wir selbstverständlich die Mütter samt Nachkömmlinge vermitteln", versprach die Vorsitzende. Und wer weiß wie viele weitere Tiere noch auf dem Grundstück in Rott sind. 

Die Tierschützer hätten bisher nur Tiere aus dem Garten retten können, eine Durchsuchung des Hauses werde erst nach Absprache mit den zuständigen Ämtern erfolgen, so Thomas. Das Meerschweinchen-Projekt ist also wahrscheinlich noch nicht abgeschlossen. 

Bilder: 120 Meerschweinchen im Rosenheimer Tierheim

mwi

Quelle: rosenheim24.de

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