Weil nicht alle Menschen die Geduld aufbringen, um auf das Ende der kalten Jahreszeit zu warten, oder weil es an vielen Gegenden auf der Welt grundsätzlich eher braun oder grau aussieht, helfen sie sich selbst und streichen einfach ihre Häuser bunt an. Manchmal hat es auch andere Gründe für das bunte Treiben – wir haben einige Orte auf der ganzen Erde ausgewählt, die für ihr farbenfrohes Treiben bekannt sind.
Gebaut aus dem Blech alter Schiffe
Der Stadtteil La Boca der argentinischen Hauptstadt ist bekannt wegen seines Fußballclubs Boca Juniors, in dem auch schon Maradona spielte. Touristen besuchen das Künstlerviertel jedoch vor allem wegen der bunten Häuser, die aus dem Blech abgewrackter Schiffe gebaut und entsprechend farbenfroh angemalt wurden.
Farbenfrohe Orte auf der ganzen Welt
Pastelltöne am Kap
Die im 18. Jahrhundert am Fuß des Signal Hill entstandene Wohngegend Bo-Kaap (auch Malayenviertel) wurde überwiegend von sogenannten Kapmalayen gestaltet, Nachkommen jener Sklaven, die seit der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts aus Asien kamen. In Pastellfarben gestrichene kleine Häuser und Minarette prägen das Bild des Viertels, das sich in den letztem Jahren zu einem sehr begehrten Wohngebiet in Kapstadt entwickelt hat.
Alles andere als geizig
Von der Einsiedelei zum Künstlerdorf
Vor etwa 100 Jahren kamen Künstler – unter ihnen auch August Macke und Paul Klee – in das kleine Dorf Sidi Bou Said oberhalb der Ruinen von Karthago. Und mit ihnen kam die Farbe. Der von Tunis etwa 20 Kilometer entfernte Ort wandelte sich von einer Zuflucht für Einsiedler in einen Treffpunkt für Maler und Musiker – und das ist er heute noch, auch wenn hauptsächlich Touristen die kleinen Straßen bevölkern.
Brasiliens erste Hauptstadt
Das Dorf der Schlümpfe
Karibische Einflüsse in Kolumbien
Was nach dem Kupferabbau übrig bleibt
Nach Allihies im äußersten Südwesten Irlands verirrt sich recht selten jemand. Früher wurde hier Kupfer abgebaut, doch seit vor 50 Jahren die letzte Mine für immer schloss, verfiel der Ort in einen Dornröschenschlaf. In puncto Farbenfreude sind die Bewohner aber sehr aufgeweckt und haben die paar Häuser entlang der Dorfstraße bunt angemalt, so dass immer mehr Touristen alleine deswegen kommen.
Unbekannte Kanaren öffentlich gemacht
Farbe gegen das Grau des Regens
Blau als Hilfe gegen böse Geister
Weltkulturerbe statt Hauptstadt
Den Titel als Hauptstadt der Niederländischen Antillen hat Willemstad auf Curaçao zwar im Oktober 2010 verloren, dafür darf sich die größte Stadt der niederländischen Gebiete in der Karibik (125.000 Einwohner) schon seit 1997 damit schmücken, auf der Liste der Unesco-Weltkulturgüter zu stehen – wozu nicht zuletzt die farbenbunte Häuserzeile am Hafen beitrug.
Volker Pfau














© dpaTobermory auf der Isle of Mull
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© dpaCartagena
© dpaDie bunten Häuschen am Risco de San Juan, einem Höhenzug oberhalb des Hafens von Las Palmas de Gran Canaria, finden sich nur selten in Reiseführern abgebildet.
© dpaBergen
© dpaChefchaouen












