Doch selbst wenn man danach schnell erkennt, dass es zwischen beiden Bands nur wenige musikalische Parallelen gibt, so ist es vielleicht gar nicht so falsch, sie miteinander zu vergleichen: So international, so groß wie auf „Blitzkreuz“ klangen Callejon jedenfalls noch nie. Das liegt zum einen an Starproduzent Colin Richardson, der das Album gemischt hat, zum anderen an Grammy-Gewinner Ted Jensen, der das Mastering übernahm und auch schon mit Avenged, Sevenfold, Deftones, Green Day, Killswitch Engage, Mastodon, Pantera oder Underoath gearbeitet hat – um wirklich nur ein paar der Bands zu nennen.
Etwas so Mächtiges wie „Blitzkreuz“ kommt natürlich nicht aus heiterem Himmel. Es ist ein Album, das nur eine Band schreiben kann, die langsam im subkulturellen Underground gewachsen und immer noch dort verwurzelt ist. In den vergangenen zehn Jahren haben sich Callejon aus dem Holz der Metalcore-Schublade ihren ganz eigenen Schrank gezimmert. Und der ist so geräumig, dass darin nicht nur ausladende, dramatische Refrains und Riffs, die vor Energie schier bersten, ganz bequem Platz haben, sondern beispielsweise auch die Rapper von K.I.Z., Mille von Kreator und Sebastian von Madsen – manchmal sogar alle in einem einzigen Song, wie beim leider sehr geilen „Porn from Spain 2“.
„Willkommen in der Sackgasse“, singt die Band (und garantiert jeder, der den Song jemals hören wird) bei „Blitzkreuz“, schließlich können nur dort musikalische Schallmauern durchbrochen werden, wo es angeblich nicht mehr weitergeht. Callejon folgen weiter unbeirrt ihrem Weg und eröffnen dem modernen Metal damit neue Perspektiven. „Willkommen in der Realität.“
Pressemitteilung Sony Music








