Wie werde ich ...? Notfallsanitäter

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Allan Grech, 37, arbeitet beim Malteser Hilfsdienst in Berlin im Intensivtransport. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
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Allan Grech, 37, arbeitet beim Malteser Hilfsdienst in Berlin im Intensivtransport. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Neue Aufträge bekommt Allan Grech häufig per Funk herein. Dann muss es schnell gehen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
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Neue Aufträge bekommt Allan Grech häufig per Funk herein. Dann muss es schnell gehen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Rollende Intensivstation: Allan Grech arbeitet beim Malteser Hilfsdienst als Notfallsanitäter. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
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Rollende Intensivstation: Allan Grech arbeitet beim Malteser Hilfsdienst als Notfallsanitäter. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Alles griffbereit? Intensivtransporte stellen besondere Voraussetzungen an Personal und Equipment. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
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Alles griffbereit? Intensivtransporte stellen besondere Voraussetzungen an Personal und Equipment. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Wer die Ausbildung zum Notfallsanitäter machen will, sollte im Besitz des Führerscheins Klasse B sein. Der Führerschein Klasse C1 wird häufig in der Ausbildung gemacht. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
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Wer die Ausbildung zum Notfallsanitäter machen will, sollte im Besitz des Führerscheins Klasse B sein. Der Führerschein Klasse C1 wird häufig in der Ausbildung gemacht. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert

Notfallsanitäter sind oft die ersten am Unfallort. Wer ein Helfersyndrom ausleben will, ist in dem Beruf verkehrt. Es kommt auf körperliche Fitness und psychische Stabilität an. Das Berufsbild wurde 2014 reformiert. Noch klappt die Umsetzung nicht überall.

Berlin (dpa/tmn) - Wenn Allan Grech einen Einsatz hat, ist es immer kritisch: Er ist Rettungsassistent im Intensivtransport. Gemeinsam mit einem Kollegen und einem Facharzt fährt er intensivmedizinisch behandelte Patienten von einem Krankenhaus ins andere. Dabei assistiert er dem Arzt, stellt die Transportfähigkeit des Patienten sicher und betreut diesen bei der Fahrt. "Wir sind eine rollende Intensivstation", sagt der 37-Jährige.

Notfallsanitäter sind nicht zu verwechseln mit Rettungssanitätern. "Rettungssanitäter ist kein Ausbildungsberuf, sondern eine Qualifikation", sagt Grech, der seit fünf Jahren bei den Maltesern in Berlin arbeitet. Notfallsanitäter assistieren dem Notarzt und sind Vorgesetzte von Rettungssanitätern. Bislang hießen Notfallsanitäter Rettungsassistenten. Seit Januar 2014 wird das Berufsbild neu geregelt: Der Rettungsassistent wird zum Notfallsanitäter.

Notfallsanitäter sind oft die ersten am Unfallort. Sie leisten Herzmassagen, beatmen Patienten oder stillen Blutungen, bis der Arzt eintrifft. Um Menschenleben zu retten, dürfen sie in bestimmten Notfällen auch Aufgaben übernehmen, die sonst einem Arzt vorbehalten sind. Die Kompetenzen waren allerdings rechtlich nicht abgesichert und bundesweit nicht einheitlich geregelt. Nun sind sie in einem bundesweit gültigen Katalog aufgelistet. So dürfen Notfallsanitäter nun Patienten in bestimmten Fällen Schmerzmittel verabreichen. Früher mussten die Rettungsassistenten dafür auf den Notarzt warten.

Die Umsetzung verläuft allerdings nicht ohne Probleme. "Mehrere Bundesländer haben sich erst spät mit der Neuregelung auseinandergesetzt", sagt Marco König. Er ist Vorsitzender des Deutschen Berufsverbandes Rettungsdienst (DBRD). Die Finanzierung und genauen Ausbildungsinhalte seien in vielen Bundesländern noch nicht geklärt.

In Nordrhein-Westfalen gab es beispielsweise bislang nur Ergänzungsprüfungen für Rettungsassistenten, sagt er. Bayern bildet ebenfalls noch keine Notfallsanitäter aus. In Niedersachsen werden seit vergangenem Herbst 70 Notfallsanitäter ausgebildet. "2015 werden es deutlich mehr werden", erläutert Kersten Enke, Leiter des Bildungsinstituts Johanniter-Akademie in Hannover.

Die Ausbildungszeit zum Notfallsanitäter liegt bei drei Jahren. Je nach Tarifvertrag erhalten die Auszubildenden 850 Euro brutto im ersten und 1050 Euro brutto im dritten Lehrjahr. "Das entspricht der Vergütung in der Krankenpflege", erklärt Enke. Die Ausbildung setzt mindestens einen mittleren Bildungsabschluss voraus. Bewerber mit einem Hauptschulabschluss brauchen zusätzlich eine abgeschlossene mindestens zweijährige Berufsausbildung.

Nach der Ausbildung erhalten Notfallsanitäter ein Monatsbruttoentgelt zwischen 2300 bis 2500 Euro, sofern das Gehalt an den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst angelehnt ist.

Wer nur sein Helfersyndrom befriedigen möchte, ist in dem Beruf fehl am Platz. "Notfallsanitäter müssen körperlich fit und psychisch stabil sein", sagt Grech. Der Umgang mit Tod, Schmerz und Trauer erfordert eine gefestigte Persönlichkeit.

Berufsbild bei der Arbeitsagentur - Notfallsanitäter

Notfallsanitätergesetz

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