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Zahl der Magen-Operationen steigt, nur in Bayern nicht

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    • 28.06.12
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Große Unterschiede im Vergleich

Magen-OP's: Zahl der Eingriffe pro Bundesland 

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Um Abzunehmen ist es für Übergewichtige der letzte Ausweg: eine Magen-Operation. Immer mehr legen sich unters Messer. Nur in einem Bundesland ist die Zahl rückläufig.

© dpa

In Bayern wurden im vergangenen Jahr weniger Menschen mit starkem Übergewicht am Magen operiert am im Vorjahr.

In Bayern wurden im vergangenen Jahr weniger Menschen mit starkem Übergewicht am Magen operiert am im Vorjahr. Die Eingriffe mit Magenband, -ballon oder -verkleinerung gingen im Vergleich zum Vorjahr um knapp zehn Prozent von 71 auf 64 Operationen zurück, wie die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK) am Donnerstag in München mitteilte. Seit der ersten Datenauswertung im Jahr 2008 seien die Zahlen bislang stetig gestiegen. Die Ursache für diese Entwicklung konnte DAK-Sprecherin Ramona Linter jedoch nicht nennen. „Entweder wird im Freistaat weniger oft operiert oder die Bayern nehmen mehr ab.“ Die DAK vertritt nach eigenen Angaben 900 000 Versicherte im Freistaat.

Die größten Diät-Lügen

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  • Lüge 1: Alkohol in Maßen - nicht in Massen wie auf dem Bild - macht nicht dick und macht gesund. Falsch, sagen Ernährungsexperten. Alkohol schadet der Gesundheit immer. Nur kleine Mengen reduzieren das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
  • Lüge 2: Die Ananas-Diät. Einseitige Programme wie die Ananas-Diät werden von Fachleuten generell abgelehnt. Auch wenn sich möglicherweise in kurzer Zeit ein Gewichtsverlust einstellt - der Jojo-Effekt lässt nicht auf sich warten.
  • Lüge 3: Bio macht schlank. Bio-Produkte sind zwar gesund, dem Körpergewicht ist aber egal, ob der Apfel Bio ist oder nicht.
  • Lüge 3: Margarine ist besser als Butter. Dieses Pauschalurteil ist falsch. Vielmehr kommt es auf die Kombination bestimmter pflanzlicher und tierischer Fette an. Wichtig ist, auf den Konsum hochwertiger Pflanzenfette. Wer ansonsten Öl aus Raps, Walnuss, Soja oder Oliven zu sich nimmt, braucht sich die Butter nicht vom Brot stehlen lassen.
  • Lüge 4: Dünn lebt sichs gesünder als dick. Schlank ist nicht immer gesund und dick ist nicht immer krank. Ständige Diätkuren können genauso gesundheitsschädlich sein wie Dauer-Übergewicht. Wichtig: ein aktiver Alltag und eine ausgewogene Ernährung.
  • Lüge 5: Fast Food ist schlecht. Es kommt nicht auf das "Fast Food" im Sinne von schnellen Snacks an. Wichtig ist nur, was gesnackt wird: Pommes oder ein Apfel zwischendurch.
  • Lüge 6: Fleisch braucht der Mensch. Diese Ernährungs-Lüge ist falsch, der Körper kommt auch ohne Fleisch aus - vorausgesetzt, er erhält Eiweiß oder das Vitamin B12 über andere Produkte wie Eier, Milch und Fisch.
  • Lüge 7: Ohne Frühstück nimmt sich´s leichter ab. Im Gegenteil: Wer ausgiebig frühstückt, verspürt über den Tag verteilt seltener Heißhunger.
  • Lüge 8: Kartoffeln machen dick. Stimmt nicht. Vielmehr machen Kartoffeln satt und sind gesund, weil sie gekocht sehr fettarm sind. Aber: Hände weg von fettigen Bratkartoffeln oder Kroketten. Das sind logischerweise Kalorienbomben.
  • Die Atkins-Diät. Die besagt: Alles ist erlaubt, was in anderen Fastenkuren verboten ist: Nüsse, Sauerrahm, Käse, Eier mit Schinken und butter, riesige Steaks mit Sauce Béarnaise. Gesundheitsexperten warnen vor verheerenden Folgen der Atkins-Lehre.
  • Lüge 10: Suppenkuren machen schlank. Wie viele einseitige Diäten helfen diverse Suppenkuren nur sehr kurzfristig bei der Gewichtsabnahme. Experten raten ab.
  • Lüge 11: Ähnliches gilt bei Entschlackungs-Kuren mit Tee. Experten sagen: "Giftstoffe muss der Körper jeden Tag loswerden - auch ohne Kur." Dass das Ausscheiden von Giftstoffen mit Heilfasten besser funktioniert, sei nicht nachgewiesen.
  • Lüge 12: Weight-Watchers. Hier wird zwar auf eine ausgewogene Ernährung Wert gelegt. So wird der Körper nicht belastet - ob der Fastende aber dauerhaft abnimmt, sei fraglich, so Experten. Eine dauerhafte Ernährungsumstellung ist das A und O.
  • Lüge 13: „Fünf mal Obst und Gemüse“.
  • Lüge 14: „0,1 Prozent Fett“-Produkte machen schlank. Falsch: Enthält der Joghurt viel Zucker, nützt das reduzierte Fett wenig. Auch die Aufschrift „Diät“ bringt nichts sondern nützt meist nur dem Geldbeutel der Hersteller. Die Verbraucherzentrale Hamburg hat im vergangenen Jahr 15 Diätlebensmittel getestet. Das Ergebnis: Alle waren fett- und kalorienreicher als vergleichbare normale Produkte.
  • Lüge 15: Vitamine kann man nie genug essen.

vor

Bayern könne damit als einziges Bundesland einen leichten Rückgang verzeichnen. In allen anderen Ländern gebe es Steigerungen um 80 bis 90 Prozent. In Nordrhein-Westfalen habe es mit 119 Operationen die meisten Eingriffe gegeben, gefolgt von Hessen (89) und Berlin (82). Die Kosten für die Behandlungen seien bundesweit von 3,8 auf 4,3 Millionen Euro gestiegen. 86 Prozent der Eingriffe in Bayern erfolgten bei Frauen, jede dritte OP wurde bei 40- bis 49-jährigen Frauen durchgeführt.

Mehr Frauen wagen die OP 

„Eine Reihe der Eingriffe wäre allerdings nicht erforderlich, wenn es eine bessere Zusammenarbeit von Krankenhausärzten, Ernährungsberatern und Psychologen geben würde“, kritisierte Linter. Fettleibige Patienten würden oft nicht richtig und umfassend über die Wirkung und Folgen einer Magenband-Operation informiert. „Der Erfolg einer OP tritt zum Beispiel nur ein, wenn die Betroffenen ihren Lebensstil radikal ändern und ihre Ernährung umstellen.“ Der Eingriff beseitige nicht den Auslöser für schweres Übergewicht.

Body Mass Index (BMI) über 40

Voraussetzung für den recht drastischen Eingriff ist, dass die Patienten mehr als fünf Jahre lang einen Body Mass Index (BMI) über 40 hatten. Bei einer 1,70 Meter großen Frau würde dies zum Beispiel ein Gewicht von 117 Kilogramm bedeuten. Außerdem muss nachgewiesen werden, dass Behandlungsmethoden wie Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltenstherapien ohne Erfolg blieben.

dpa

Immer mehr Fettleibige auf dem OP-Tisch

Schmerzen nach jeder zweiten Operation

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