"Huat oda Kappe waar schee!"

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+

Mettenheim - Riesig war die Resonanz auf die Einladung des Pfarrgemeinderates und der Kirchenverwaltung zum 1. Kappenabend. Mehr als doppelt so viele Besucher kamen gegenüber vorigen Jahren:

Insgesamt waren es am Freitagabend rund 300 Leute mit Hut beim "Kreuzerwirt".

Selbst der letzte Sitzplatz war besetzt, als die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Sabine Eckl, gemeinsam mit Moderator Gerhard Holzmann alle willkommen hieß. Zu Anfang des vierstündigen Programms warb Marika Gründl mit ihrem Akkordeon für ihr heimatdorf mit "Drumm kimm nach Menham", wobei sie das Publikum gesanglich fleißig unterstützte. In Anlehnung an die bekannte Fernsehserie beschäftigte sich danach der Frauenkreis mit "Kunst und Krempel". "So alt wie sie aussieht, ist sie bei weitem nicht", hieß es da im Gutachten von Dr. G'scheid über eine Originalfigur für das Oberdorf. Allerdings stand da statt einer Steinfigur Diakon Manfred Scharnagl, was bei der strengen Beurteilung für allgemeine Erheiterung sorgte.

Unter den gesungenen Stücken der einheimischen "Huaderer" gefielen das Lied "Er und Sie" und das Werbelied über ein kleines Nichts "Schwarzer Tanga". Urkomisch kamen die singenden acht Neufahrner Bäuerinnen mit dem Lied "Mir sein das Schachtlballett" daher.

Kappenabend in Mettenheim

Hervorragend gespielt war auch der Dialog zwischen der Pfarrsekretärin (Sabine Eckl) im Büro und einer exaltierten Dame (Traudi Pitz) am Telefon. Beide kämpften sich wortreich durch die Strukturen der neuen Stadtkirche Mühldorf.

Danach saß wieder ein Duo auf der Bühne, diesmal Sepp und Christa Eisner, die nach einem feucht-fröhlichen Abend am Frühstückstisch eifrig stritten. So machte die Frau ihrem Ehemann wegen dessen ungebührlichen Verhaltens im "Rausch" (so der Titel) die Hölle heiß, und das auf echt bayrisch.

Doch dann war Schluss mit der dörflichen Idylle. Die Pollinger Fire Girls in ihren blau-silbernen Kostümen stürmten den Saal, entfalteten zu modernen Rhythmen ein richtiges Feuerwerk an temporeichen Tanz- und Hebefiguren.

Im zweiten Teil überraschten die Ministranten mit der lebenden Vernissage um die französische Künstlerin Madame Picassa. Für ihre lebenden Bildern unter so phantasievollen Namen, wie "Der Armleuchter aus altem Silber und junges Gemüse", "Ein geregelter Stuhlgang" oder "Überspanntes Frauenzimmer" wurden bestimmte Personen aus dem Publikum auf die Bühne gebeten. Dabei nahm man die Umsetzung der Titel stets wörtlich.

Den Blick von oben richteten zwei Engel (Andrea Hahmann und Günther Pitz) auf das abwechslungsreiche Leben in der Pfarrgemeinde. Da war von der "Stoff-Wechselkrankheit" mancher Damen beim Pfarrfest die Rede oder vom "Benefiz für heimatvertriebene Engel".

kch/Mühldorfer Anzeiger

Quelle: innsalzach24.de

Zurück zur Übersicht: InnSalzach

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser