Ausstellung zeigt kostbare Handschriften

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Handschrift b des Nibelungenlieds ("Hundeshagen'sche Handschrift").Abbildung vom Kampf Hagens gegen die Bayern in der „Hundeshagen’sche Handschrift“ („b“) des NibelungenliedsHandschrift auf PapierAugsburg, um 1436 - 1442

Burghausen - Die bayerisch-oberösterreichische Landessausstellung zeigt ab jetzt zwei mittelalterliche Handschriften von unschätzbarem Wert.

Genau zur Halbzeit der grenzübergreifenden bayerisch-oberösterreichischen Landesausstellung wurden in Burghausen in dieser Woche Exponate ausgetauscht, darunter zwei der kostbarsten Handschriften.

Beide Stücke zeigen das bekannteste mittelalterliche Heldenepos, das Nibelungenlied. Neu zu sehen ist aus den Beständen der Bayerischen Staatsbibliothek die Handschrift D, eine der vier vollständig erhaltenen ältesten Fassungen des Nibelungenliedes aus dem 13. und 14. Jahrhundert.

Sie wurde vermutlich um 1200 von einem anonymen Dichter verfasst: 2400 Strophen in bairisch-österreichische Hochsprache berichten über Leben und Tod des Xantener Königssohns Siegfried und die Rache seiner Frau Kriemhild an den Burgunden. Das Pergamentblatt ist in zwei Spalten beschrieben und beeindruckt den Betrachter durch die blauen und roten Initialen mit Goldschmuck. Die Hundeshagen’sche Handschrift, die bisher ausgestellt wurde, kehrt zurück in die Staatsbibliothek Berlin.

Neben diesem Codex werden noch weitere Urkunden und Handschriften gegen neue Originalexponate ausgetauscht. Aufgrund der besonderen Empfindlichkeit der Pergamentexponate ist die Leihdauer in der Regel zeitlich beschränkt.

Handschrift D des Nibelungenlieds.

Aus den Beständen der Bayerischen Staatsbibliothek und der Österreichischen Nationalbibliothek können nun Handschriften aus österreichischen Klöstern gezeigt werden. Zu diesen beeindruckenden mittelalterlichen Handschriften gehören das Orationale von St. Erentrud und das Breviar aus Michaelbeuren.

Ein weiterer wichtiger Tausch: Das Faksimile der Goldenen Bulle, das vor kurzem für das Original (Pfälzer Exemplar) eingesetzt wurde, wird vom Mainzer Exemplar aus dem 14. Jahrhundert abgelöst. In der Verfassungsurkunde wurden die Rangordnung im Reich und die Königswahl verbindlich festgelegt.

Bis zum Ende der Landesausstellung am 4. November können die Besucher neue und spannende Leihgaben in Burghausen sehen.

Pressemitteilung Haus der Bayerischen Geschichte

Quelle: rosenheim24.de

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