122.02.12|Ernährung|Fotostrecke empfehlen|

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Lüge 1: Alkohol in Maßen - nicht in Massen wie auf dem Bild - macht nicht dick und ist gesund. Falsch, sagen Ernährungsexperten. Alkohol schadet der Gesundheit immer. Nur: Kleine Mengen reduzieren das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. © dpa

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Lüge 2: Ananas verbrennt Fett. Ananas enthält viel von dem Enzym Bromelain. Diesem eilt der Ruf voraus, es würde die Fettverwertung im Darm verhindern, daher könne man ohne Sorgen fettreich essen. Leider trifft das nicht zu. Bromelain wird zwar eine entzündungshemmende Wirkung zugeschrieben, und es soll helfen, Eiweiß zu verdauen, aber die positive Wirkung der Ananas liegt eher in ihrem hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen. © dpa

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Lüge 3: Bio macht schlank. Bio-Produkte sind zwar gesund, dem Körpergewicht ist aber egal, ob der Apfel Bio ist oder nicht. © Bodmer

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Lüge 4: Margarine ist besser als Butter. Wer Margarine statt Butter aufs Brot schmiert, ändert an seiner Energiebilanz erst mal nichts, denn das pflanzliche Fett hat meist ebenso viele Kalorien wie das tierische. Auch der gesundheitliche Vorteil der Margarine (Cholesterin) ist mehr und mehr umstritten. © dpa

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Lüge 5: Dünn lebt sichs gesünder als dick. Schlank ist nicht immer gesund und dick ist nicht immer krank. Ständige Diätkuren können genauso gesundheitsschädlich sein wie Dauer-Übergewicht. Wichtig: ein aktiver Alltag und eine ausgewogene Ernährung. © Haag

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Lüge 6: Fast Food ist schlecht. Es kommt nicht auf das "Fast Food" im Sinne von schnellen Snacks an. Wichtig ist nur, was gesnackt wird: Pommes oder ein Apfel zwischendurch. © dpa

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Lüge 7: Fleisch braucht der Mensch. Diese Ernährungs-Lüge ist falsch, der Körper kommt auch ohne Fleisch aus - vorausgesetzt, er erhält Eiweiß oder das Vitamin B12 über andere Produkte wie Eier, Milch und Fisch. © Bodmer

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Lüge 8: Ohne Frühstück nimmt sich´s leichter ab. Das Frühstück weitet den Magen, und man wird schneller wieder hungrig, ist oft zu hören. Dafür gibt es keine Belege. Im Gegenteil: US-Studien haben gezeigt, dass Menschen, die regelmäßig frühstücken, weniger Gewichtsprobleme haben. Ein möglicher Grund: Es kommt gegen Mittag kein unkontrollierbarer Heißhunger auf. Vor allem körperlich arbeitende Menschen und Kinder im Wachstum sollten keinesfalls auf eine morgendliche Mahlzeit verzichten. © Kurzendörfer

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Lüge 9: Kartoffeln machen dick. Stimmt nicht. Vielmehr machen Kartoffeln satt und sind gesund, weil sie gekocht sehr fettarm sind. Aber: Hände weg von fettigen Bratkartoffeln oder Kroketten. Das sind logischerweise Kalorienbomben. © dpa
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Lüge 10: Die Atkins-Diät. Die besagt: Alles ist erlaubt, was in anderen Fastenkuren verboten ist: Nüsse, Sauerrahm, Käse, Eier mit Schinken und butter, riesige Steaks mit Sauce Béarnaise. Gesundheitsexperten warnen vor verheerenden Folgen der Atkins-Lehre. © Bodmer
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Lüge 11: Suppenkuren machen schlank. Wie viele einseitige Diäten helfen diverse Suppenkuren nur sehr kurzfristig bei der Gewichtsabnahme. Experten raten ab. © Bodmer
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Lüge 12: Ähnliches gilt bei Entschlackungs-Kuren mit Tee. Experten sagen: "Giftstoffe muss der Körper jeden Tag loswerden - auch ohne Kur." Experten warnen sogar, dass Fasten zu Mangelernährung, zum Abbau von Muskulatur, zur Übersäuerung, zu Gichtanfällen, zu Nierensteinen und zu Kreislaufproblemen führen kann. © dpa
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Lüge 13: Weight-Watchers. Hier wird zwar auf eine ausgewogene Ernährung Wert gelegt. So wird der Körper nicht belastet - ob der Fastende aber dauerhaft abnimmt, sei fraglich, so Experten. Eine dauerhafte Ernährungsumstellung ist das A und O. © Kurzendörfer
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Lüge 14: „Fünf mal Obst und Gemüse“. Wer denkt, mit fünf Smoothies am Tag liegt er richtig, irrt. Doch auch frisches Obst sollte man nicht im Übermaß zu sich nehmen. So enthalten manche Sorten viel Zucker und damit auch mehr Kalorien, als viele denken. Schätzungsweise jeder dritte Deutsche reagiert zudem auf zu viel Fruchtzucker (Fruktose) mit Blähungen und Durchfällen. © dpa
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Lüge 15: Fett vermeiden hilft. Ohne Fett geht’s nicht: Fettsäuren und an Fett gebundene Nahrungsbestandteile sind für den menschlichen Organismus absolut unverzichtbar und müssen regelmäßig aufgenommen werden. Auch bei Fett gilt: Die Menge macht’s. 60 bis 80 Gramm täglich empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Am besten hochwertige pflanzliche Öle. © dpa
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Lüge 16: Vitamine kann man nie genug essen. Da Vitamine als gesund gelten, werben viele Säfte und sogar Süßigkeiten mit Vitaminzusätzen. Auch Vitaminpillen finden reißenden Absatz. Doch zu viel kann auch bei Vitaminen ungesund sein. Bestenfalls kann der Körper die Vitamine ausscheiden wie bei Vitamin C. Im schlechten Fall können zu viele Vitamine als Nahrungsergänzung der Gesundheit schaden. © dpa
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Lüge 17: Über dick oder dünn entscheidet die Veranlagung. Wenn es nur so einfach wäre. Tatsächlich ist es Forschern der Peninsula Medical School Exeter gelungen, die Genvariante zu identifizieren, die für ein erhöhtes Gewicht verantwortlich ist. Es sind in der Regel aber nur zwei bis drei Kilo, die Menschen mit dieser Veranlagung mehr wiegen. © dpa
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Lüge 18: In der Sauna schmelzen die Pfunde. Sauna ist gesund. Aber schlank macht das Schwitzen nicht, selbst wenn die Waage hinterher weniger anzeigt. Das niedrigere Gewicht ist ausschließlich auf den Flüssigkeitsverlust zurückzuführen, den man durch Trinken ausgleichen muss. Wer das mit Fruchtsäften oder anderen kalorienhaltigen Getränken tut, nimmt sogar eher zu. Außerdem macht Saunen Appetit. © dpa
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Lüge 19: Fruchtsäfte machen schlank. Fruchtsäfte können es in sich haben! Ein Multivitamingetränk etwa kommt auf knapp 90 kcal und beinhaltet meist mehr Früchte als ein Mensch bei einer Mahlzeit essen würde. © dpa
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Lüge 20: Abführmittel helfen beim Abnehmen. Abführmittel, Tees & Co. beschleunigen die Darmpassage der Nahrungsmittel. Kurzfristig kann das zu Gewichtsverlust führen. Der Preis ist jedoch hoch: Die Darmflora wird bereits nach kurzer Zeit beeinträchtigt, dem Organismus werden wichtige Nahrungsbestandteile vorenthalten. Folge sind Elektrolytstörungen (Verlust der Blutsalze und Mineralien). © dpa
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Lüge 21: Leicht durch Light-Produkte. Gesund essen und abnehmen – mit Light-Produkten ist das nur sehr begrenzt möglich. Die meisten dieser Nahrungsmittel enthalten tatsächlich weniger Zucker oder Fett, aber sie sättigen oft auch weniger, was insgesamt zu häufigem Essen führt. Letztlich landet ganz schnell die gleiche Kalorienmenge im Magen. © dpa
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Lüge 22: Essen nach 19 Uhr macht dick. Der Rat, nicht kurz vor dem Schlafen zu essen, hat mit der Verdauung zu tun, die zu einem unruhigen Schlaf führen kann. Zu welcher Tageszeit die Kalorien kommen, ist fürs Gewicht egal. Wer aufs Abendessen verzichtet, riskiert Hungerattacken und unkontrollierte Nahrungsaufnahme. © dpa
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Lüge 23: Schlankmacher schlechthin ist Eiweiß. Viele moderne Diäten setzen auf Eiweiß – weil Joghurt, mageres Fleisch und Eier länger anhaltend sättigen als vorwiegend fett- oder kohlenhydrathaltige Nahrungsmittel. Darüber hinaus werden bei einer eiweißdominierten Diät keine Muskelzellen abgebaut. Doch Vorsicht: Auf Dauer kann zu viel Eiweiß zu vermehrter Harnsäurebildung führen. Mögliche Folgen: Gelenk- und Nierenschäden. © dpa
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Lüge 24: Vollkornprodukte machen schlank. Vollkornprodukte sind in der Regel gesünder. Sie enthalten mehr Mineralien, Ballaststoffe aber auch mehr Fett, da das volle Korn verarbeitet wird, in dessen Randschichten die Öle sitzen. Und diese enthalten reichlich Energie, also Kalorien. © dpa
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Lüge 25: Rauchen macht schlank. Dieser makabre Spruch trifft zu, aber nicht im Sinne einer Diät, sondern durch ein vielfach erhöhtes Risiko für die Gesundheit. Was auch stimmt: Ex-Raucher neigen zur Gewichtszunahme, weil sie im Essen Ersatzbefriedigung suchen. © dpa
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Lüge 26: Sport gleicht Ess-Sünden aus. Wer Gewicht verlieren will, kommt ohne regelmäßige Bewegung und Sport kaum voran. Doch wer glaubt, mit Sport falsches Essverhalten ausgleichen zu können, darf sich ganz schön abstrampeln. Zum Vergleich: Eine Tafel Schokolade hat 520 kcal., um diese zu verbrennen, muss man 40 Minuten joggen oder eine Stunde radeln. © dpa
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Lüge 27: Müsli macht schlank. Vor allem fertige Müslimischungen sind eines sicher nicht: kalorienarm. Egal ob durch einen hohen Gehalt an Kristall- oder Fruchtzucker oder durch fetthaltige Mandeln und Nüsse. Wer mit Müsli abnehmen möchte, sollte es aus energiearmen Zutaten selbst zusammenstellen. © dpa
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Lüge 28: Zucker ist ungesund. Eine zuckerfreie Ernährung ist gar nicht möglich, in nahezu allen Lebensmitteln ist Zucker enthalten, zumindest in Form von Stärke. Zucker ist ein entscheidender Energielieferant für Nerven und Gehirn. Es gilt wie beim Fett: Das Verhältnis von aufgenommener zu verbrauchter Energie entscheidet. © dpa
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Lüge 29: Rohkost ist gesünder als Gekochtes. Naturbelassene Nahrungsmittel haben natürlich viele wertvolle Vitamine und Mineralien, doch verursachen sie meist Verdauungsstörungen mit Völlegefühl und Blähungen. Ursachen sind u. a. schwer verdauliche Bestandteile, die von Darmbakterien vergoren werden. Auf lange Sicht kann das die Darmschleimhaut mit dem dort befindlichen Immunsystem schädigen. © dpa
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Lüge 30: Basische Kost ist gesünder. Basische Lebensmittel wie Gemüse haben keine wissenschaftlich nachweisbaren Vorteile, was den Säure-Basen-Haushalt betrifft. Bei einem gesunden Menschen mit präzisen Regelsystemen und intakten Puffersystemen im Blut und den Organen wird der pH-Wert (Maß für die Säurekonzentration) konstant gehalten. Eine Übersäurerung des Körpers kann bei bestimmten Stoffwechselerkrankungen auftreten (z. B. Diabetes mellitus). © dpa
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Lüge 31: Süßstoffe machen schlank. Der süße Geschmack eines Lebensmittels bewirkt eine Ausschüttung von Insulin. Da aber kein „echter“ Zucker zugeführt wurde, sinkt aufgrund der Insulinwirkung der Blutzuckerspiegel, was wiederum Heißhunger verursacht. © dpa
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Lüge 32: Cholesterin ist ungesund. Cholesterin ist lebenswichtig für Zellen und Organe, vor allem für unser Gehirn. Es ist sogar so wichtig, dass sich der Körper nicht auf die Zufuhr von außen verlässt, sondern es selbst herstellen kann. Das meiste Cholesterin steckt in den Zellen, der Anteil im Blut ist gering. Daher ist nach Aussagen einiger Studien eine Messung im Blut nicht aussagekräftig. © dpa

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