002.02.1202.02.12|Fußball|
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Ampfing - Die Katze ist aus dem Sack: Der ehemalige Rosenheimer Christian Donbeck wird im Sommer Nachfolger von Michael Kostner beim Fußball-Bezirksoberligisten TSV Ampfing.

© Ziegler
"Wiggerl" Donbeck ist neuer Trainer der Schweppermänner.
"Das ist eine unheimlich reizvolle Aufgabe, denn es gibt wenige Vereine in der Region, die solche Voraussetzungen bieten und so eine Tradition haben", begründet der 39-Jährige seine Entscheidung.
Derzeit steht "Wiggerl" Donbeck noch in Diensten der SpVgg Unterhaching, bei der er zusammen mit Mike Frühbeis die U 19 in der Bundesliga coacht. "Da entwickelt sich derzeit wahnsinnig viel. Es macht unheimlich Spaß, aber der Zeitaufwand ist für mich auf Dauer nicht mehr zu bewältigen", so Donbeck, der in der Automobilbranche tätig ist und mit seiner Frau und den beiden Töchtern in Dorfen wohnt. Von dort sind es gerade mal 20 Kilometer nach Ampfing - nicht vergleichbar mit den allwöchentlichen sechs Fahrten nach Unterhaching, die jeweils etwa eine Stunde für die einfache Strecke dauern.
"Donbeck war unser Wunschkandidat, deswegen sind wir froh, dass er bei uns zugesagt hat", freut sich Konrad Eckl auf die künftige Zusammenarbeit, die auf drei Jahre ausgelegt ist. Der Ampfinger Abteilungsleiter erhofft sich natürlich einen weiteren Aufschwung vom neuen Mann: "Er ist ehrgeizig und kennt sich in der regionalen Fußball-Szene bestens aus." Vor einigen Jahren wäre Donbeck schon fast mal als Spieler in Ampfing gelandet, als ihn der damalige Trainer Anton Bobenstetter an die Isen holen wollte.
"Anton hat mich genau einen Tag zu spät angerufen, denn am Vortag hatte ich 'Bärle' Ziegler mündlich zugesagt, dass ich verlängern würde." Während Donbeck im Eishockey sowohl für Waldkraiburg als auch für Bad Aibling in der 2. Liga gespielt hat, ist er wegen dieser 24 Stunden als Fußballer nicht aus Rosenheim herausgekommen. Vom ESV ist der kantige Verteidiger über die Sechziger schließlich beim SBR gelandet, ehe er seine erste Trainerstation wieder bei den Sechzigern antrat und dann nach Unterhaching wechselte.
Als Eckl den neuen Mann kontaktiert hat, war sofort Interesse vorhanden, doch zunächst hat sich Donbeck noch beim aktuellen Coach Kostner schlau gemacht. "Er hat mir zugeraten und mir gesagt, dass er sich freuen würde, wenn ich nach fünf Jahren seine Nachfolge antreten würde", erzählt Donbeck, der am Dienstag mit den Unterhachingern gesprochen hat: "Das wollte ich schon persönlich machen und nicht am Telefon. Die Unterhachinger hätten mir sogar angeboten, dass ich nur zwei oder dreimal die Woche kommen könnte, aber das wollte ich nicht. Die jungen Spieler dort wollen schließlich alle Profis werden und dazu brauchen sie Trainer, die in jedem Training zur Verfügung stehen."
Natürlich hofft Donbeck, dass die Ampfinger unter der Regie von Kostner den Sprung in die Landesliga noch schaffen: "Das wäre natürlich toll, aber es ist keine Voraussetzung.
Da halte ich es wie mein ehemaliger Trainer Walter Werner, der seine Zusage beim SB Rosenheim auch nicht vom Aufstieg in die Bezirksoberliga abhängig gemacht hat und die Mannschaft in der Bezirksliga übernommen hat." Neben Werner und Hans-Jürgen Ziegler zählt Donbeck Bernd Weiß und Roland Hattenberger zu seinen wichtigsten Trainern und Lehrmeistern: "Ich habe aber auch unheimlich viel von Manfred Burghartswieser gelernt, mit dem ich bei den Sechzigern zusammengespielt habe."
Bis zum Sommer will Donbeck nun weiterhin vom Erfahrungsschatz der Unterhachinger profitieren: "Von Leuten wie Frühbeis, Manni Schwabl, Heiko Herrlich, aber auch von Manuel Baum oder Roman Tyce kann man unheimlich viel lernen. Da sollte man seine Ohren aufsperren." Bis zum Sommer muss Donbeck aber parallel auch am Kader arbeiten: "Es ist nicht entscheidend, die 15 besten Fußballer zu haben, sondern die 15 Spieler, die am besten zusammenpassen. Und natürlich ist es auch ganz wichtig, dass die Schlüsselspieler gehalten werden."
Ein Meilenstein soll mit Beginn der neuen Spielzeit auf jeden Fall gelegt werden, der Donbeck am Herzen liegt. Nämlich, dass wieder eine zweite Mannschaft angemeldet wird, in der die vielen Talente aus der Jugend auch Spielpraxis bekommen, wenn sie nicht gleich den Sprung in die Erste schaffen oder mal eine Pause brauchen. "Mit jungen Spielern zu arbeiten, die im Verein ausgebildet worden sind, ist die Zukunft in Ampfing", ist sich Donbeck sicher und sieht da seinen künftigen Verein auf einem guten Weg. Und auch Eckl weiß um die Bedeutung der zweiten Mannschaft: "Das wollen wir auf jeden Fall anpacken."
mb/Mühldorfer Anzeiger
Quelle: Rosenheim24.de
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