021.02.1221.02.12|Fußball|
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Buchbach - Die Buchbacher Bayernligisten bereiten sich derzeit an der portugisischen Algarve auf den Start der Restsaison Bayernliga 2011/2012 vor. Ein Interview:

© hai
Buchbachs Abteilungsleiter Günther Grübl sieht sich im Hinblick auf das gesteckte Ziel Regionalliga Bayern gut vorbereitet.
Der TSV Buchbach greift nach der Teilnahme an der neuen Regionalliga Bayern. Wieso wagen Sie, anders als der TSV Aindling, diesen Sprung ins Haifischbecken?
Natürlich wissen wir, dass es für den TSV Buchbach eine allgemeine Herausforderung ist. Aber wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, viel miteinander gesprochen, das Machbare abgeklopft, und sind schlussendlich zum Ergebnis gekommen: Ja, wir wollen es anpacken. Alle ziehen mit. Das Trainerteam mit der Mannschaft, unsere Sponsoren und vor allen Dingen unsere ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer haben uns in unserer Entscheidung bestärkt.
Sportlich sieht es ja für die Rot-Weissen gar nicht schlecht aus. Zwar hat Christian Hain den Verein wieder verlassen. Dafür kam mit Christoph Behr eine richtige Granate aus Burghausen und auch die langzeitverletzten Hain-Brüder sowie Stefan Lex sind wieder weitestgehend fit. Wie stehen die sportlichen Voraussetzungen für die Restsaison?
Mit dem bisherigen Saisonverlauf sind wir absolut zufrieden, betrachtet man doch die zu Saisonbeginn zum Teil prekäre Personalsituation. Aber das Trainerteam hat hervorragend gearbeitet, und die Mannschaft hat tollen Charakter gezeigt. Auch hier im Trainingslager ist dieser Mannschaftsgeist förmlich spürbar. Alle wissen, worauf es ankommt, und dass wir unser gestecktes Ziel nur durch mannschaftliche Geschlossenheit und mehr als 100 Prozent Einsatz erreichen können. Der Korridor ist sehr eng und die Konkurrenz schläft nicht. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir es zusammen mit unseren begeisternden Fans schaffen werden.
Für die Fans ist die kommende Restsaison natürlich auch ungemein spannend. Jedes Spiel wird ein Endspiel sein. Was könnte es für unsere Fans Schöneres geben. Und ich bin mir sicher, dass wir von unseren Fans eine unglaubliche Unterstützung bekommen werden. Sie werden unser 13. Mann sein. Dafür werbe ich schon jetzt, und ich bin mir sicher, dass ich nicht enttäuscht werde.
Die Regionalliga wirft ja nicht nur sportlich ihre Schatten voraus. Auch die Anforderungen an die Sportstätten und an das personelle Umfeld steigen mit der neuen Liga enorm. Wie stellt sich der TSV dieser Herausforderung?
Klar, das alles wird für unseren kleinen, aber feinen Verein grenzwertig. Aber unser gesamtes Umfeld hat sich nach intensiven und zum Teil auch kontroversen Diskussionen entschlossen, das Abenteuer Regionalliga anzugehen. Jetzt ziehen wir alle an einem Strick und arbeiten mit aller Kraft am Erreichen unseres gemeinsamen Ziels. Der Aufwand ist allerorten enorm. Aber auch die externen Ansprechpartner und Behörden sind uns hier eine Stütze. Ob die Gemeinde Buchbach, das Landratsamt Mühldorf, die Polizei, der Bayerische Fußballverband und alle anderen involvierten Ansprechpartner - alle arbeiten harmonisch zusammen. Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen bedanken, die uns bisher auf diesem durchaus auch steinigen und dornigen Weg begleitet haben. Aber wir sind derzeit in einem Verfahrensstand, bei dem ich ausgehe, dass wir alle außersportlichen Vorgaben an unsere Anlagen und die Organisation erfüllen werden. Alles steht Gewehr bei Fuß. Sobald wir sportliche Gewissheit haben, rollt die Maschine. Dann kommen Wochen extrem harter Arbeit auf uns zu. Aber auch hier vertraue ich auf unser Team, ohne dass es der TSV Buchbach nicht so weit bringen hätte können.
Am 3. März geht's für die Buchbacher los - ein augenscheinlich leichter Auftakt gegen den Tabellenletzten SpVgg Unterhaching II. Aber schon eine Woche später reisen die Rot-Weissen zum Dritten Bayern Hof. Was erwarten Sie für den TSV Buchbach?
Ob Letzter oder Dritter - alle Spiele sind für uns Endspiele. Man kann gegen den Letzten verlieren, und gegen den Dritten gewinnen. Aber unser Ziel soll und muss sein: So viele Punkte wie möglich holen, um am Schluss unter den ersten Neun der Abschlusstabelle zu sein. Fakt aber ist: Mit der Vorbereitung und dem Trainingslager hier in Portugal haben wir die Voraussetzungen geschaffen, um mit einem guten Gefühl und einem gesunden Selbstvertrauen in die Restsaison zu gehen. Es gibt von uns keinen Druck, sondern nur ein erklärtes Ziel. Druck macht schwach. Der Reiz, ein Ziel zu erreichen, verleiht Flügel. Wir werden alles dafür tun, um erfolgreich über die Ziellinie zu gehen. Wenn wir alle gemeinsam - Trainerteam, Mannschaft, Umfeld und Fans - diesen Weg bis Ende Mai gemeinsam gehen, dann ist mir in keinster Weise bange. Wir können, und - da bin ich überzeugt - wir werden es schaffen, in der kommenden Saison deutschlandweit viertklassigen Fußballsport anbieten zu können. Jedes Spiel ein Schmankerl für unsere Fans. Wir haben jetzt nur noch Endspiele. Und als Lohn warten dann möglicherweise Mannschaften wie FC Bayern München II, 1860 München II und viele andere Fußballschmankerl mehr auf uns. Dafür lohnt es sich, diesen Einsatz zu bringen.
hai/Mühldorfer Anzeiger
Quelle: Rosenheim24.de
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