030.01.1230.01.12|Film&TV|
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Rosenheim - Nach seiner unfreiwilligen Drehpause soll 2012 das Comeback-Jahr für den "Rosenheim-Cop" Joseph Hannesschläger werden. Ab April "ermittelt" er wieder.

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30 Kilo weniger und voller Tatendrang: "Rosenheim-Cop" Joseph Hannesschläger in seiner Rosenheimer Lieblingswirtschaft "Zum Johann Auer" mit dem Wirte-Ehepaar Anneliese und Toni Sket.
Er ist der "Rosenheim-Cop" schlechthin, tragende Figur und prägendes Gesicht der erfolgreichen Fernsehserie - aber zuletzt war Joseph Hannesschläger (49) als TV-Ermittler von der Bildfläche verschwunden. Der Grund: Der Schauspieler hatte großes Verletzungspech. Doch 2012 soll sein Jahr werden. Ab April steht er wieder als Hauptkommissar Korbinian Hofer vor der Kamera - und auf der Bühne: als Musiker mit seiner Band "Disco-Train".
Dort sitzt er nun am langen Tisch gleich rechts neben dem Eingang, um exklusiv für die OVB-Leser zu erzählen, was für ein Mensch hinter der hemdsärmligen TV-Figur Korbinian Hofer steckt. Dass ihm Sket kein Fünf-Gänge-Menü serviert, sondern "nur" eine Suppe mit Saftschorle bringt, passt ins Bild. Schließlich hat Hannesschläger in den letzten Monaten 30 Kilo abgespeckt - trotz seiner leidigen Verletzungsserie.
Zwei schwere Knieverletzungen 2007 und 2008, dann 2010 auch noch ein Knöchelbruch: Monatelang biss der "Cop" auf die Zähne, erst Anfang 2011 wurde operiert. Im vergangenen Jahr stand er deshalb so gut wie überhaupt nicht vor der Kamera - und deshalb ermitteln seine Kollegen im ZDF derzeit jeden Dienstag ohne den Korbinian.
Wann der bulldogfahrende Kripo-Ermittler wieder auf den Bildschirm zurückkehrt? "Neue Folgen mit mir sind ab Herbst zu sehen, aber schon ab Mai werden Wiederholungen gezeigt, da ist der Korbinian auch wieder dabei."
Gedreht wird die neue Staffel von April bis Dezember - und zwar im Doppelpack. Zwei komplette Filmteams setzen dabei zwei Ermittler-Pärchen parallel in Szene. Da steht das Duo Hannesschläger/Lohr zum Beispiel in Wasserburg vor der Kamera - und gleichzeitig geht das Team Jevtic/Giebel auf dem Samerberg auf Mördersuche. Nur so ist das Pensum von 33 Serien-Folgen im Jahr zu schaffen - eine gewaltige Steigerung im Vergleich zum Auftakt. 2000 und 2001 waren es jeweils nur sechs Folgen. "Stressig" wird es dabei vor allem für Sekretärin Miriam Stockl (Marisa Burger) und Polizist Michi Mohr (Max Müller), die von Drehort zu Drehort hetzen müssen.
Doch das Münchner Stadtkind versteht auch etwas vom Leben auf dem Land und in den Bergen. Vielleicht ist das der Grund, warum Hannesschläger die Rolle des Korbinian Hofer als Hobby-Bauer so auf den Leib geschrieben ist. Sein vor drei Jahren verstorbener Vater, ein gebürtiger Kolbermoorer, hat den Sohn stets mitgenommen, wenn es an den Wochenenden zurück in die Rosenheimer Heimat oder ins Zillertal ging, wo er lange Zeit eine Hütte angemietet hatte. Dort oben, auf knapp 1800 Meter Höhe, lernte Hannesschläger schon mit sechs Jahren das Kühemelken. "Na, des mach i scho selber", griff der Schauspieler deshalb beherzt zu, als er gefragt wurde, ob zum Melken ein Hand-Double notwendig ist. "Der ko des ja wirklich", staunte der Bauer auf dem Fernsehhof bei Weyarn nicht schlecht.
Ab April wird nun endlich wieder gemolken bei den "Rosenheim-Cops". Die vielen Fans von Korbinian Hofer freuen sich schon darauf.
Ludwig Simeth/Oberbayerisches Volksblatt

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