SPD-Kreistagsfraktion Berchtesgadener Land für Sozialraumanalyse

Kreisräte wollen mit Fachleuten und Partei über Untersuchung für den Landkreis diskutieren

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Eine Sozialraumanalyse für das Berchtesgadener Land soll als "roter Faden" für Struktur, Aufgaben und Bedarf der sozialen Arbeit im Landkreis dienen

Bischofswiesen - Als "roter Faden" sowohl für die soziale Struktur eines Landkreises als auch für die dort angebotenen Hilfen und den besonderen Investitionsbedarf kann eine sogenannte Sozialraumanalyse dienen. Die SPD-Kreistagsfraktion Berchtesgadener Land will in den nächsten Wochen sowohl innerhalb der SPD als auch mit externen Fachleuten darüber diskutieren, ob eine solche Untersuchung, die es in vielen oberbayerischen Landkreisen bereits gibt, auch für das BGL sinnvoll ist.

Eine Bestandsaufnahme aktueller Hilfsangebote, eine Untersuchung sozialer Strukturen in einem bestimmten Gebiet und ein Ausblick auf den aktuellen und zukünftigen Unterstützungs- und Investitionsbedarf: diese Aufgaben kann eine sogenannte Sozialraumanalyse erfüllen. Die Kreistagsfraktion der SPD will nun prüfen und in den kommenden Monaten mit der Partei und Fachleuten darüber diskutieren, ob eine solche Analyse auch im Berchtesgadener Land sinnvoll ist. Bei einem Treffen der Fraktion im Gasthaus Brennerbräu in Bischofswiesen legten die SPD-Kreisräte dafür den Fahrplan fest.

„Als Sozialdemokraten bekennen wir uns dazu, dass der Kreis vielfältige soziale Aufgaben wahrnimmt und dafür insbesondere im Bereich der Jugendhilfe auch in einem großen Umfang die Mittel bereitstellt“, führt der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Hans Metzenleitner aus. Dies gelte auch für die Unterbringung und Betreuung der Asylsuchenden und der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge, für die sich der Landkreis und Wohlfahrtsverbände engagiert einsetzen. Bei der Vielzahl von Projekten und Mitwirkenden, die von ehrenamtlich engagierten Menschen über Sozialverbände und -dienstleister bis zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landratsamts reichen, sei ein roter Faden besonders wichtig.

„Eine Sozialraumanalyse gibt uns die Möglichkeit einer Bestandsaufnahme der bestehenden Aktivitäten und einen Ausblick auf zukünftige Chancen und Herausforderungen“, ergänzte sein Stellvertreter Roman Niederberger aus Piding. Die Freilassinger Stadt- und Kreisrätin Margitta Popp sah die klare Definition von gemeinsamen Zielen und Maßstäben für den Erfolg von Maßnahmen als weiteren wichtigen Bestandteil einer solchen Analyse. Im Verkehrsbereich habe sich der Landkreis aus gutem Grund für ein aufwändiges Gutachten entschieden, in dessen Mittelpunkt die Vernetzung der unterschiedlichen Verkehrsträger steht, erinnerte ihr Kollege und stellvertretender Landrat Helmut Fürle. Auch im Sozialbereich komme es auf eine gute Vernetzung zwischen allen Beteiligten und einen gezielten Einsatz von Ressourcen an.

In Oberbayern gibt es eine Reihe von Landkreisen und Städten, die eine Sozialraumanalyse erstellen haben lassen, darunter Rosenheim und Traunstein. „Wir sollten uns in der nächsten Zeit gemeinsam anschauen, welche Schwerpunkte in diesen Analysen gesetzt wurden und welche Konsequenzen daraus gezogen wurden“, meinte der 2. Bürgermeister von Berchtesgaden Bartl Mittner.

Diese Thematik sei auch unter dem Aspekt einer älter werdenden Gesellschaft enorm wichtig und erfordere eine gute Vorbereitung und Diskussion, zeigte sich Josef Angerer aus Bischofswiesen überzeugt. Deswegen werde man zunächst mit dem Kreisvorstand und den SPD-Ortsvereinen das Gespräch suchen, fügte Roman Niederberger an. Danach will die Fraktion Anfang des nächsten Jahres ein großes Fachgespräch mit Experten, Vereinen und Verbände aus der Region organisieren, kündigte Hans Metzenleitner zum Schluss des Treffens an.

SPD Berchtesgadener Land, Roman Niederberger

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