Preisgünstiger Wohnraum

Saaldorf-Surheimer CSU informiert sich über Generationenwohnen

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Die CSU-Delegation war vom Fridolfinger Modell „Generationenwohnen“ begeistert.

Saaldorf-Surheim - Eine Delegation von Gemeinderäten und Vorstandsmitgliedern des CSU-Ortsverbandes Saaldorf-Surheim mit Bürgermeister Bernhard Kern und CSU-Ortsvorsitzendem Markus Wallner an der Spitze informierte sich bei den Parteifreunden des CSU-Ortsverbandes Fridolfing über das dortige Modell des Generationenwohnens.

CSU-Ortsvorsitzender Wolfgang Grösch begrüßte die Gäste und gemeinsam fuhr man ins Baugebiet Dietwies-West II, wo die drei ersten Gebäude des Generationenwohnens bezugsfertig sind bzw. kurz vor der Fertigstellung stehen. Die Saaldorf-Surheimer interessierten sich insbesondere für die Kosten, Ausstattung, energetischen Standard und Vergabekriterien der Wohnungen. Ähnlich wie Fridolfing steht die Gemeinde Saaldorf-Surheim vor dem Problem, für junge wie auch für ältere Bürger preisgünstigen Wohnraum in kleineren Einheiten anzubieten. Wolfgang Grösch und seine Gemeinderatskollegen Robert Aigner und Alois Reiter berichteten über die Diskussionen im Gemeinderat hinsichtlich des Baustandards und der Energieversorgung. Herausgekommen seien drei Gebäude mit insgesamt 27 Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen zwischen 47 und 86 Quadratmetern, von denen 17 barrierefrei (ebenerdig oder mit Aufzug) sind. 15 Wohnungen wurden verkauft und 12 (im Eigentum der Gemeinde bleibende) Wohnungen vermietet. Die Käufer der Wohnungen waren in Fridolfinger oder in Fridolfing arbeitende Menschen, die zum Teil selbst einziehen oder dies später planen, wenn ihnen beispielsweise ihr Haus im Alter zu groß wird. Die Miete beträgt nach Auskunft der Gemeinderäte 6,70 Euro je Quadratmeter bei Wohnungen ohne Aufzug und 6,90 Euro bei Wohnungen mit Aufzug.

Alle drei Häuser werden über eine umweltfreundliche Heizungsanlage (Pelletsheizung und 96 Quadratmeter Solaranlage) über ein Nahwärmenetz vollautomatisch versorgt. In das größte der drei Häuser wurde ein Großspeicher mit einem Volumen von 27000 Litern eingehoben. Dieser Speicher ist eine Wärmebatterie für alle drei Häuser und kann mit einer Thermoskanne verglichen werden: Die gute Isolierung bewirkt, dass die Temperatur des Heizwassers im Inneren lange hoch bleibt und bedarfsgerecht genutzt werden kann. Weil die Solaranlage sehr effizient arbeitet, kann über das Jahr gerechnet rund ein Drittel des Brauchwassers und der Heizung direkt durch Sonneneinstrahlung genutzt werden. Die Gäste konnten das Haus mit dem Speicher und Heizungsraum kurz besichtigen und verschafften sich einen Eindruck über das Gebäude. Die Saaldorf-Surheimer Gemeinderätinnen erkundigten nach dem Waschraum bzw. Waschmaschinenanschlüssen. Dazu hieß es, dass es zwar einen großen Waschraum im Keller gibt, aber auch Anschlüsse in den Bädern geschaffen wurden, um das Wäscheschleppen über Treppen gerade für ältere Bewohner zu vermeiden.

Beim anschließenden Gedankenaustausch im Gasthaus Unterwirt zeigte Wolfgang Grösch den Gästen auch die Pläne, wobei man übereinstimmend der Ansicht war, dass es gelungen ist, Wohnungen mit gut geschnittenen Räumen zu schaffen. Zur Frage eines Surheimer Gemeinderats nach Garagen, Carports und Stellplätzen hieß es, die Nachfrage nach Garagen sei fast größer als erwartet gewesen. Weiter informierten die Fridolfinger Gemeinderäte, dass die Nachfrage nach Wohnungen weiterhin groß sei. Deshalb plane die Gemeinde in einem zweiten Bauabschnitt zwei weitere Gebäude mit jeweils 12 Wohneinheiten. Weil es derzeit günstige Fördermittel für den kommunalen Wohnungsbau (Wohnungspakt Bayern - Säule II) gibt, könne man bereits 30 Prozent der Kosten abdecken. Diese Fördermittel wolle auch die Gemeinde Saaldorf-Surheim nutzen, sagte Bürgermeister Kern. Man verfüge über ein gemeindliches Grundstück in Saaldorf, das derzeit überplant werde und wo sich die Möglichkeit bieten würde, hier an einen kommunalen Wohnungsbau zu denken.

Im weiteren Verlauf des Abends tauschten sich die Kommunalpolitiker beider Gemeinden über weitere Themen aus, insbesondere über ISEK, das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept aber auch die Zusammenarbeit im Rahmen der ‚Ökomodellregion Waginger See - Rupertiwinkel‘, wo die Gemeinde Saaldorf-Surheim seit kurzer Zeit hinzuzählt. Die Erstellung eines ISEK-Konzepts ist die Voraussetzung für weitere Fördergelder zur Dorfentwicklung. Bürgermeister Kern sagte, er habe sich zunächst etwas skeptisch zu dem Verfahren gezeigt, sei aber mittlerweile vom ISEK-Prozess überzeugt. Kern berichtete über bereits erfolgten Verfahrensschritte in seiner Gemeinde und die Zusammenarbeit mit einem Planungsbüro. Das Ortsentwicklungskonzept, wie es in Saaldorf-Surheim genannt wurde, konnte im Februar heutigen Jahres abgeschlossen werden und bildet ein wichtiges Instrument für eine gute, nachhaltige und vorausblickende Kommunalpolitik. Auch in Fridolfing ist man dabei, ein Gesamtkonzept mit einem Maßnahmenkatalog zu erstellen, der als Handlungsleitfaden für die weitere Entwicklung diesen soll. Einig waren sich alle, dass die enge Einbindung der Bürger in das Verfahren sehr wichtig ist.

Zum Abschluss des offiziellen Teils bedankte sich der Saaldorf-Surheimer CSU-Ortsvorsitzende Markus Wallner bei der CSU Fridolfing und Wolfgang Grösch mit einem Schmankerlkörberl mit regionalen Produkten. Grösch wünschte den Gästen seinerseits viel Erfolg bei ihren Planvorhaben, die hier wie dort das Ziel haben, jungen und auch älteren Bürgern passenden Wohnraum in der Gemeinde anzubieten.

Pressemitteilung CSU-OV Fridolfing und Saaldorf-Surheim

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