Alexander Reich ist Direktkandidat

FDP stellt Bundestagskandidaten auf

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Bundestagskandidat Alexander Reich (links) nimmt die Gratulation des Generalsekretärs der FDP-Bayern, Daniel Föst, entgegen.

Teisendorf - Am vergangenen Mittwoch wählte die Wahlkreismitgliederversammlung der FDP im Wahlkreis Traunstein (Landkreise Berchtesgadener Land und Traunstein) Alexander Reich mit nur einer Nein-Stimme und seiner eigenen Enthaltung zum Direktkandidaten für die Wahl zum 19. Deutschen Bundestag.

In seiner Bewerbungsrede hatte Reich klar gemacht, dass die Menschen im Mittelpunkt seiner Politik stehen und er eine feste Grundüberzeugung habe, die seinem politischen Handeln zu Grunde liege: „Ich bin ein Bürger, der Politik macht und kein Politiker, der vergessen hat, dass er auch ein Bürger ist.“ Es gehe ihm in der Politik darum, dass sich „Frau Müller“, die er in seiner Rede immer wieder beispielhaft anführte, „die ohnehin schon zwei Jobs hat, um überhaupt über die Runden zu kommen, nicht trotzdem noch Gedanken darüber machen muss, ob sie sich vielleicht den Schulausflug für ihr Kind nicht leisten kann“, so Reich. Zudem müsse sich jede Bürgerin und jeder Bürger wieder sicher sein können, dass Leistung anerkannt wird und es sich lohnt, morgens aufzustehen und zur Arbeit zu gehen.

Als großes Problem in der Bevölkerung machte Reich in seiner Rede das schwindende Vertrauen in die Politik und der laut Umfragen äußerst pessimistische Blick der Bürger in die Zukunft aus. Dieser Pessimismus sei laut Reich durch ein Gefühl begründet, nämlich „das bohrende Gefühl, nicht gehört und nicht ernst genommen zu werden.“ Zusammenfassend sagte er, dass sich die Menschen in Deutschland derzeit wie auf dem „Narrenschiff“ fühlten, das Reinhard Mey einst besungen hat. Der Schiffsmetapher entsprechend sprach Reich davon, dass die „MS Deutschland“ in vielen Bereichen drohe, Schiffbruch zu erleiden. So z.B. bei der Digitalisierung, die von der derzeitigen Bundesregierung verschlafen werde. Dabei ging er auf die vielen Vorteile ein, die durch die Forcierung der Digitalisierung möglich wären: Beispielsweise Bürokratie-Abbau durch effektive „e-government“-Systeme, mehr Flexibilität in der Arbeit und somit auch eine besser Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Gerade im Hinblick auf den Schutz der Bürgerrechte, hier vor allem der Privatsphäre, gebe es aber natürlich auch Risiken. „Trotz dieser Risiken„, so Reich, „dürfen wir uns nicht aus Sorge vor Missbrauch die Lust auf Fortschritt und Möglichkeiten nehmen lassen. Ich bin auch davon überzeugt, dass wir unseren Horizont hier erweitern müssen. Wir können den Sicherheitsbehörden nicht alle technischen Möglichkeiten aus Bedenken vor Missbrauch verwehren. Umso wichtiger ist es, dass wir die Digitalisierung als Handlungs- und Gestaltungsauftrag annehmen, um Politik mit Augenmaß betreiben zu können.“

Bezüglich der Flüchtlingspolitik ist Reich der Meinung, dass die Politik der Bundesregierung vor allem anfangs darauf ausgelegt war, „alles dafür zu tun, um sich von ‚rechts‘ abzugrenzen“. Dabei verschwammen nach Reichs Ansicht dann auch die Linien zwischen Genfer Flüchtlingskonvention, deutschem Asylrecht und Arbeitsmigration. „Wer vor Krieg flüchtet, muss subsidiären Schutz erhalten. Asyl können diejenigen ansuchen, die nach der Genfer Konvention tatsächlich Verfolgte sind. Um unabhängig davon die Möglichkeit zu schaffen, dass diese Menschen auch dauerhaft bei uns bleiben können, wenn sie möchten, müssen wir ein modernes Einwanderungsgesetz auf den Weg bringen, das mit einem Punktesystem nach kanadischem Vorbild funktioniert. Dieses stellt sicher, dass die Migration in den Arbeitsmarkt zielgerichtet und sinnvoll erfolgt. Selbstverständlich muss die EU ihre Außengrenzen auch selbst effektiv schützen muss, anstatt sich in Abhängigkeit von Drittstaaten zu begeben.“ Abschließend unterstrich Reich nochmals sein Ziel, den Menschen wieder Selbstvertrauen, Zuversicht und Vertrauen in die Politik wieder zurückzugeben.

Im Anschluss an die Wahlkreisversammlung dankte der frisch gebackene Bundestagskandidat allen Anwesend für das ihm entgegen gebrachte Vertrauen und gab auch sogleich den Startschuss für den Wahlkampf: „Welche politische Kraft könnte den Menschen ihr Selbstvertrauen besser wieder zurückgeben als wir Freie Demokraten? Wir glauben an die Selbstbestimmtheit jedes Einzelnen – sorgen wir gemeinsam dafür, dass die Menschen ihr Selbstvertrauen wieder zurückerlangen!“

Pressemitteilung FDP Berchtesgadener Land

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