Ferienspaß für Grundschulkinder

„Miteinand´ für Anger“ organisiert Ferienbetreuung für Sechs- bis Zehnjährige

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Anger - Anger – Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr erlebte die Ferienbetreuung für Grundschüler des Vereins „Miteinand’ für Anger“ nun eine erfolgreiche Fortsetzung. Insgesamt 30 Buben und Mädchen erlebten zwei Wochen lang ein abwechslungsreiches Programm und ließen sich auch von dem wenig sommerlichen Wetter nicht die Laune vermiesen.

Nachdem die Bedarfsermittlung für eine Betreuung während der Sommerferien für Grundschulkinder positiv ausfiel, entschloss sich der Verein „Miteinand´ für Anger“ um 1. Vorsitzende Elke Walcher erneut, eine Ferienbetreuung für die ersten zwei Sommerferienwochen zu organisieren und somit die berufstätigen Eltern zu entlasten. Rund ein Drittel mehr Kinder als im vergangenen Jahr wurden für die Ferienbetreuung angemeldet. Obwohl sich das Wetter nicht von seiner besten Seite zeigte, erlebten die Kinder dennoch zwei abwechslungsreiche Ferienwochen. Neben Spiel und Spaß standen einige Besuche und Ausflüge auf dem Programm, die den Kindern die Vielseitigkeit ihrer Heimat näher brachten. Einen Vormittag lang durften die Buben und Mädchen beim „Auerbauernhof“ der Familie Koch bei der Ernte von Kartoffeln, gelben Rüben, roter Beete und Zwiebeln mithelfen. Tatkräftig packten alle mit an. Nach getaner „Arbeit“ ließen sich die Ferienkinder das Gemüse aus heimischem Anbau schmecken, stilvoll auf einem alten Ofen im Garten gebraten. Für die kreativen Geister war Heu zur Verfügung gestellt worden, aus dem die verschiedensten Tiere – von der Heukatze bis zum Heugockel – gebastelt wurden. Von der Neubichler Alm aus machten sich die Kinder mit Dr. Bernhard Zimmer auf eine Entdeckungsreise in die Welt der Bienen auf dem wunderschönen Pidinger Bienenweg. Viel Interessantes hatte Dr. Zimmer zu erzählen: so lernten die Kinder den Unterschied zwischen Blüten- und Waldhonig kennen und erfuhren, wie Totholz im Wald wertvoll für die nützlichen Insekten ist. Auf halber Strecke etwa zwischen Neubichler Alm und Johannishögl machten die Kinder Station im liebevoll angelegten Bienengarten. Dort gab es allerhand zu bestaunen: die Vielfalt der Blumen, wohlriechende Kräuter und natürlich die Bienen selbst im Bienenhaus. Nur Honig in Waben konnten die Kinder nicht sehen. Den Grund dafür und weshalb die Bienen in diesem Jahr sogar von den Imkern gefüttert werden müssen – unter anderem mit Zuckerwasser – erläuterte der Verantwortliche für den Bienenweg ebenfalls: da es im Frühjahr nochmals einen massiven Kälteeinbruch gab, konnten die Bienen nicht ausschwärmen, um Pollen einzusammeln. Auch die vielen nassen Tage machen ihnen heuer zu schaffen. Jeder kann hier helfen, und so gab Dr. Zimmer den Kindern noch einen Ratschlag für die Mamas und Papas mit: „Schaut, dass der Garten nicht immer perfekt aufgeräumt ist, lasst auch ein bisschen Totholz und Blumen im Garten für die Bienen stehen“. Bei Bewegungsspielen mit dem Schwungtuch und Ball kamen sich die Kinder und die Betreuten in der Förderstätte Anger der Lebenshilfe Berchtesgadener Land näher. Waren anfänglich doch bei dem einen oder anderen Hemmschwellen und Unsicherheiten vorhanden, konnten diese bei gemeinsamer Aktivität und Musizieren abgebaut werden. Sichtlich Freude hatten die Betreuten in der Einrichtung, die von Ulrike Thon geleitet wird, als einige der Ferienkinder spontan zur Ziach-Musik eine Plattler-Einlage gaben. Was machen, wenn die Ferien – so wie in der zweiten Sommerferienwoche – buchstäblich ins Wasser fallen? Ein Besuch im Haus der Natur in Salzburg lohnt sich immer, denn es gibt dort für Groß und Klein immer wieder Neues zu entdecken. Und für die, die lieber selbst aktiv werden und ausprobieren wollen, war das „Science Center“ die richtige Adresse: Technik, Naturwissenschaften und nicht zuletzt der eigene Körper können in diesem Bereich des Haus der Natur interaktiv erlebt werden. Kann man allein durch die Stimme mehr Dezibel erreichen als ein startendes Flugzeug? Was die Betreuer Andrea Nitzinger, Silas Schöndorfer und Claudia Jander auch ohne dieses Experiment geglaubt hätten, die Kinder konnten dies und vieles mehr hier mit viel Elan ausprobieren. Das wichtige und sinnvolle Ehrenamt der Bergwacht brachte den Kindern Franz Helminger von der Bergwacht Teisendorf-Anger näher. Zusammen mit seinen Kollegen erklärte er, wie die Bergwacht überhaupt alamiert werden kann, wenn es einen Notfall im Gebirge gibt – nämlich über die 110 der Polizei oder der 112 der Feuerwehr. Einige Kinder wussten bereits über die „5 W´s“ Bescheid, die wichtigsten Angaben, die der Alarmierende weitergeben muss. Auch die „stabile Seitenlage“ wurde den Kindern erklärt und konnte dann direkt am „Mann“ bzw. an der „Frau“ geübt werden. Die Männer von der Bergwacht hatten zudem einige Ausrüstungsgegenstände dabei, die von den Ferienkids selbst ausprobiert werden konnten, wie zum Beispiel eine fahrbare Trage für unwegsames Gelände, eine faltbare Beinschiene oder die Hubschraubertrage. Was aber, wenn man keine Ausrüstung vor Ort hat? Hierfür zeigten die Bergretter den Kindern, wie man aus drei Jacken und zwei dicken Ästen oder Stangen schnell und einfach eine Trage bauen konnten. Fleißig waren die Mädels der Ferienbetreuung auch beim Handarbeiten. Unter Anleitung entstanden zahlreiche gehäkelte, gestrickte und gestickte Kunstwerke, vor allem selbstgebastelte Armbänder standen bei den Mädchen hoch im Kurs. Die – leider zu wenigen – Sonnentage der beiden ersten Ferienwochen nutzen die Kinder, um sich im Freibad bei Wasserball, beim Rutschen und Bahnenschwimmen mit Schwimmlehrerin Anette Fürmann auszutoben. Möglich gemacht hatten das Ferienprogramm wieder einige Sponsoren. Der Verein „Miteinand für Anger“ bedankt sich daher ganz besonders bei den Sponsoren und Unterstützern.

Miteinand' für Anger e.V.

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