Wertschätzung für Kliniken ausgedrückt

CSU-Ortsverband und Gesundheitspolitischer Arbeitskreis setzen Besichtigungsreihe mit Klinik Alpenland fort

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Die Besichtigungsteilnehmer freuen sich beim abschließenden Gruppenfoto in der Klinik Alpenland über den informativen Besichtigungstermin, in der Bildmitte MdL Michaela Kaniber und Geschäftsführer Karsten Steinbrück (links daneben).

Bad Reichenhall - Nachdem vor einigen Wochen schon die BG-Klinik für Berufskrankheiten besichtigt wurde, konnten jetzt Mitglieder des CSU-Ortsverbands Bad Reichenhall sowie des Gesundheitspolitischen Arbeitskreises der CSU (GPA) einen Blick hinter die Kulissen der Klinik Alpenland werfen. Angeführt wurde die Besucherdelegation von der CSU-Kreisvorsitzenden Michaela Kaniber (MdL), der GPA-Vorsitzenden Dr. Helga Mohrmann und OB Dr. Herbert Lackner.

Die Klinik Alpenland befindet sich in der Zenostraße und kann damit werben, dass Patienten und Besucher von dort aus das gesamte Ortszentrum in wenigen Gehminuten erreichen können. Diese Lage mitten in der Stadt und dennoch in ruhiger Umgebung wird auch allgemein sehr geschätzt, wie Geschäftsführer Karsten Steinbrück in seinen Begrüßungsworten ausführte. Er freue sich sehr, dass die CSU mit dem Besuch Interesse an der Arbeit der Kliniken zeige, die sonst vielfach abseits der politisch-medialen Wahrnehmung tätig seien. Steinbrück schildete zunächst Geschichte und Werdegang der Klinik, die sich in ihren Anfängen aus dem Hotel „Elite“ entwickelt habe und sich seit 1973 vom kleinen Sanatorium zur spezialisierten Klinik entwickelt habe – trotz zahlreichen Gesundheitsreformen in dieser Zeit. Heute stehe die Klinik Alpenland hervorragend da und könne mit einer relativ hohen Auslastung gut wirtschaftlich arbeiten. Dies erfordere aber stets aufs Neue Anstrengungen: Die gilt sowohl für den medizinischen Bereich, in dem die Patienten stets eine moderne und individuell ansprechende Betreuung vorfinden. Dies gilt aber auch für den Bereich der Gebäude und der Unterbringung, die sukzessive Investitionen erfordern, um auf dem neuesten Stand zu bleiben und den Gästen einen attraktiven Aufenthalt zu ermöglichen.

Geführt wird die private Klinik Alpenland in Form einer GmbH und Co. KG und hat sich als Fachklinik für onkologische Nachsorge spezialisiert; Onkologie ist die Disziplin, die mit Krebserkrankungen befasst ist. Damit logisch verbunden ist die Herausforderung an die Klinik, den Patienten im Bereich der Psychoonkologie (also der psychischen Betreuung von Krebspatienten) zur Seite zu stehen. In den Bereichen der Gynäkologie und Inneren Medizin ist die Klinik Alpenland ebenfalls stark und sie genieße auch als Fachklinik für psychosomatische Medizin einen guten Ruf und biete Psychotherapie an, wie Steinbrück ausführte. Das Konzept ist also klar fokussiert und so könne sich die Klinik Alpenland ohne Weiteres als Spezialkinik bezeichnen lassen. Die Klinik habe gegenwärtig 134 Betten und bietet einem engagierten Team von rund 100 Mitarbeitern einen Arbeitsplatz.

Als Chefarzt für Psychosomatik ist Dr. Patrick Weihs für das Wohl der Patienten verantwortlich. Dieser stellte seinen Tätigkeitsbereich dar: Erschreckendes Faktum ist mittlerweile, dass Statistiken zufolge jeder Vierte europaweit ein Mal in seinem Leben eine psychische Störung erleidet. Seit 15 Jahren stehen die psychischen Erkrankungen an erster Stelle der Berufsunfähigkeiten. Ziel in der Klinik ist, mittels der geeigneten Therapie das Wohl des Patienten wiederherzustellen und die Arbeitsfähigkeit des Betroffenen zu erhalten. Hierfür müssten gemeinsam mit den Patienten Strategien entwickelt werden, mit dem Druck in der Arbeit umzugehen und Selbstheilungskräfte zu mobilisieren. Gerade gute, motivierte und sehr engagierte Mitarbeiter seien oft am ehesten gefährdet. Eine Erreichbarkeit über 24 Stunden täglich hinweg und mentaler Druck am Arbeitsplatz hätten sich als größte Risikofaktoren erwiesen, während hingegen eine gute Teamarbeit ein stabilisierender Faktor sei. Als Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde schilderte Dr. Andreas Koch die Folgestörungen nach Krebsoperationen, insbesondere im HNO-Bereich: Nämlich dass vermeintlich einfache Tätigkeiten wie Essen und Schlucken, aber auch das Sprechen erst wieder mühevoll erlernt werden müssen. Die Logopädie ist dabei ein wichtiger Therapiebereich, zu Ernährungsthemen wird fachkundig beraten und den Patienten wird der Umgang mit Operationsfolgen (wie etwa allfällige Kanülenwechsel) einfühlsam näher gebracht.

Gerade in einer Garnisonsstadt wie Bad Reichenhall ist von besonderem Interesse, dass in der Klinik Alpenland auch eine enge Zusammenarbeit mit der Bundeswehr gepflegt wird: Mittlerweile ist es zur Normalität geworden, dass Soldaten nach Auslandseinsätzen zur Nachbereitung und zum Schutz vor posttraumatischen Belastungsstörungen Präventivkuren in Anspruch nehmen können. Diese Kuren dauern drei Wochen und bieten den Soldaten eine Vielzahl an Möglichkeiten, Durchlebtes aufzuarbeiten und sich parallel mit Freizeitaktivitäten wieder auf die Normalität zu Hause einzustellen. Das Präventivkurprogramm ist eigens in Absprache mit dem Sanitätsamt der Bundeswehr entwickelt worden und hat beste Erfolge erzielt.

Im Anschluss an die Besichtigung erhielten die Teilnehmer ausreichend Gelegenheit, mit Geschäftsführer Steinbrück und seinem Stellvertreter Herrn Glück über aktuelle Herausforderungen im Gesundheitswesen zu diskutieren. MdL Michaela Kaniber bedankte sich bei Herrn Steinbrück für die informative Veranstaltung und zeigte sich beeindruckt über die fordernde Arbeit, die im Klinikwesen geleistet werde – dies sei von unschätzbarem Wert für die allgemeine Gesundheitsversorgung, aber auch von Vorteil für die heimische Wirtschaft. Im Namen der CSU drückte die Kreisvorsitzende der Klinik Alpenland ihre Wertschätzung aus und freute sich über die gelungene Besichtigung.

CSU Bad Reichenhall

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