Besseres Team unterliegt in Grassau

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Helmuth Putzhammer (am Leder) und Maximilian Schmidt (im Zentrum) versuchten auch in der Schlussphase den wichtigen Ausgleichstreffer zu erzwingen - lediglich gelang es ihnen nicht.

Laufen - Grassau: Äußerst bitter für den SV Laufen und mehr als schmeichelhaft für den ASV Grassau - die klare Analyse des Abstiegsthrillers am Samstag nachmittag auf der Sportanlage in Grassau. Mit 2:1 konnte sich der Gastgeber gegen engagierte Gäste aus der Salzachstadt durchsetzen. Dass der SV Laufen deutlich mehr verdient gehabt hätte, muss jedem neutralen Zuseher klar sein und sogar ein Sieg der Salzachstädter dem Spielverlauf mehr als geschuldet gewesen.

Bei herrlichen Sommertemperaturen vor eher wenig Zusehern auf dem weitläufigen Sportgelände des ASV Grassau traf man sich am Samstag nachmittag zu einem Abstiegsthriller und erstem Endspiel um den Verbleib in der Kreisklasse 4. Der von Hermann Lindner trainierte Gast des SV Laufen trat von Beginn an selbstbewusst auf und verstand es auf dem frisch benässten Rasen den Gastgeber unter Druck zu setzen. Die erste Tormöglichkeit für die Salzachstädter dann schon nach drei Spielminuten. Nach Hereingabe von Michael Niedermeier zog David Cienskowski von der Strafraumgrenze ab und verfehlte das Tor nur knapp. Schockstarre dann aber in der 13. Minute. Sebastian Plenk schlug als Befreiungsschlag gedacht hinter der Mittellinie das Leder hoch und weit nach vorne. Der Ball flog über Freund und Feind hinweg. Laufens Torhüter Krois konnte sich sichtlich nicht entscheiden, ob er nun dem Ball entgegenlaufen sollte oder aber einige Schritte in Richtung eigenes Tor machen sollte. Die Flugkurve des Balles unterschätzte er dann in der Folge vollends und nachdem das Leder vor Krois aufhüpfte trudelte dieses in die Maschen - 1:0. Völlig aus dem Nichts und für alle überraschend führte nun der Hausherr des ASV Grassau. Ein sehr freundliches Gastgeschenk, welches man sich aufgrund der Tabellensituation eigentlich sparen hätte können. Doch der SV Laufen verblieb nur einige Augenblicke in ungläubigem Staunen und wollte sein Spiel weiterhin durchsetzen. Einige Leistungsträger zeigten sich im Hinblick auf die Vorwochen deutlich verbessert und waren oftmals an guten Aktionen beteiligt. Einen Kopfball von Michael Kirschner nach Freistoß von Michael Niedermeier konnte der nervös wirkende ASV-Schlussmann Peter Zeissberger erst im Nachfassen festhalten (19.). Doch irgendwie war in der Folge einiges gegen den SV Laufen gemünzt. Es war wohl nicht nur der benässte Rasen, der das Spielgerät schwieriger machte, sondern auch viele Entscheidungen des Unparteiischen Baumgartner (SC Vachendorf) sorgten für unverständliche Blicke auf Seiten der Gäste. Nach 25 Minuten musste Laufens Trainer Lindner erstmals wechseln, und das im Gehäuse. Michael Hollinger trat an die Stelle von Philipp Krois. Wenn der ASV Grassau eine Torchance hatte, wurde sie vom SVL eingeladen. So auch in der 33. Minute als der Gast im Aufbauspiel das Leder abschenkte. Roberto Sabau suchte nach kurzem Sprint sofort den Abschluss, doch Michael Hollinger begrub das Runde unter seinem Körper. Drei Minuten darauffolgend erschienen die Gäste wieder vor dem heimischen Gehäuse. Nach Hereingabe des sehr aktiven Helmuth Putzhammer scheiterte zuerst Dominik Lindner und im Nachschuss David Cienskowski. Die Situation wurde allerdings aufgrund eines vermeintlichen Offensivfouls von Schiri Baumgartner frühzeitig zurückgepfiffen. So ging es mit einer 1:0 Führung des ASV Grassau in die Pause.

Wirklich lange verweilten die Teams nicht beim Pausentee und es ging zügig weiter. Mehr als verdient gelang dem SV Laufen dann in der 48. Minute der Ausgleichstreffer. Dominik Lindner trieb das Runde durch das Mittelfeld und sah auf der Außenbahn den unmarkierten Helmuth Putzhammer. Putzhammer zog zur Grundlinie hinauf und brachte das Leder scharf in die Gefahrenzone. Dort staubte David Cienskowski in bester Torjägermanier zum 1:1 ab. Laufen agierte weiterhin deutlich engagierter und bissiger und verdiente sich von den eigenen Fans ein Lob. Doch ein Lob allein reicht eben nicht im Abstiegskampf. Nach blitzsauberer Flanke von Michael Niedermeier in der 58. Minute versuchte sich Dominik Lindner volley, doch der Schuss strich hauchdünn über das Aluminium. Eigentlich aus dem Nichts und schon eine Minute darauffolgend der nächste Nackenschlag für den SV Laufen. Nach einem Einwurf von der Außenlinie konnte sich Grassaus Angriffsspieler auf der Toraußenlinie wenig bedrängt durchsetzen und brachte das Leder in Richtung Elfmeterpunkt hinein. Dort stellte sich Florian Lindlacher im vielfüßigen Getümmel als der ballglücklichste Spieler heraus und netzte zur erneuten ASV-Führung ein - 2:1. Weiterhin hatte aber der Gast aus Laufen mehr vom Spiel und so schnell steckte die Truppe um Kapitän Florian Hollinger nicht auf. Vor allem die nicht sehr sattelfeste Defensive der Hausherren wurde immer wieder geprüft. Vereinzelt durchaus stattfindende Körperkontakte im Spiel pfiff der Unparteiische rigoros zurück, was dem Spielfluss keinesfalls zuträglich war. Eine Viertelstunde vor Schluss die beschwörte Belohnung für den Gast - jedoch nur vermeintlich. Dominik Lindner startete in den Strafraum hinein und wurde dort von Plenk zu Fall gebracht - Elfmeter. Helmuth Putzhammer, der ein gutes Spiel ablieferte und sich wohl sehr gut fühlte, trat zum Schuss an. Zum Unglauben der Gäste zimmerte Putzhammer seinen Schuss an die Querlatte. Wieviel Pech man auch vereinen konnte, dem SV Laufen war dieses in den letzten Wochen und auch einige Male an diesem Samstag nachmittag hold. Der verdiente Ausgleichstreffer somit null und nichtig. Laufens Coach Hermann Lindner brachte einige Minuten später mit Max Schmidt eine weitere Offensivkraft, welche es verstand die ASV-Defensive noch mehr zu beschäftigen. Aggressiv ging es weiterhin durchaus zur Sache und die Unterbrechungen häuften sich. Wiederum war es Helmuth Putzhammer, der in der 81. Minute die nächste Chance auflegte. Die Hereingabe fand Dominik Lindner, der direkt abzog. Erneut war der Fußballgott auf Seiten des Grassauer Torhüters Peter Zeissberger, der im zweimaligen Nachfassen das Leder erst auf der Torlinie zu Fassen bekam (81). Zwei Minuten später versuchte sich Lindners Sturmpartner David Cienskowski aus der Distanz, Zeissberger rettete zur Ecke. Der SV Laufen bekam trotz aller Bemühungen den Ball einfach nicht ein weiteres Mal im Tor von Zeissberger unter - das Schussglück nicht der Freund der Salzachstädter. Auch der Distanzschuss von Maximilian Weber in der 92. Minute, der knapp am Gehäuse vorbeiflog, konnte nicht mehr den mehr als verdienten Ausgleich für den SV Laufen sorgen.

Nach diesem Match sind wohl die ersten Weichen im Abstiegskampf der Kreisklasse gelegt worden. Für den ASV Grassau, mittlerweile sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz, sollte das Thema Kreisklassenabstieg nun fast erledigt sein, während sich der SV Laufen (15 Punkte) mit dem FC Bischofswiesen (15) und der DJK Otting (17) um den Relegationsplatz und somit den letzten Strohhalm zum Verbleib in der höheren Klasse streiten werden wird. Und schon am Pfingstmontag dann das nächste Abstiegsendspiel. An diesem besagten Montagsfeiertag empfängt der SV Laufen auf heimischer Sportanlage die DJK Otting, während der FC Bischofswiesen schon am Freitag abend beim Meisterkandidaten in Tittmoning seine Visitenkarte abgeben darf.

SV Laufen

Zurück zur Übersicht: Vereine & Parteien

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweis

Inhalte Drittanbieter
Die in diesem Ressort aufgeführten Artikel und Meldungen stammen nicht von der OVB24-Redaktion, sondern von den Vereinen, Parteien und Behörden aus der Region. Die Inhalte dieser Pressemeldungen spiegeln nicht die Meinung der Redaktion. Die OVB24-Redaktion übernimmt für die Inhalte der Artikel keine Haftung. Sollten Inhalte der hier veröffentlichten Artikel gegen die Netiquette verstoßen, können Sie diese der Redaktion melden - über den Button „Fehler melden“ (unterhalb der Überschrift des entsprechenden Artikels).

Live: Top-Artikel unserer Leser