Partie nach zwanzig Minuten gegessen

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Michael Kirschner stemmte sich zwar aus dem defensiven Mittelfeld gegen alles, was ihm vor die Füße kam, entgegen, konnte jedoch nicht alle Brandherde seiner Elf löschen. Michael Maske (links) kann sich nun auf eine voraussichtlich ruhige Restrunde für den ASV Piding einstellen.

Laufen - Piding: Die Partie an der Autobahn A8 war am Samstag nachmittag nach gut zehn Minuten gegessen. Früh ging der ASV Piding gegen den SV Laufen mit 2:0 in Führung und sicherte sich durch zwei weitere Tore den Heimdreier. Der SV Laufen hatte so gut wie keine Tormöglichkeit und musste sich glücklich schätzen, dass die ASV-Kicker viele Chancen nicht konsequent zu Ende spielten. Laufen selbst konnte sich 90 Minuten nicht aus der eigenen Fehlerkette befreien und ging verdient als Verlierer vom Platz.

Hoffnungsfroh reisten zahlreiche Fans aus der Salzachstadt an die Autobahn. Aufziehende Wolken am Himmel über Piding stellten sich jedoch als schlechtes Omen heraus. Schon drei Minuten nach Anpfiff der Partie zeigte der Unparteiische Laufke (FC Traunreut), der eher einen durchschnittlichen Tag erwischte, wieder auf den Anstosspunkt. Ein längerer Ball erreichte durch unzureichende Defensivleistung der Gäste von der Salzach Hans Freimanner. Torhüter Philipp Krois lief zwar aus dem Tor heraus, doch Freimanner war deutlich agiler und schneller und konnte sich über das Tor freuen - 1:0. Hans Freimanner hätte in der 8. Minute gleich nachlegen können. Ein Befreiungsschlag seines Torhüters Daniel Miethsam wurde von Laufens Kapitän Florian Hollinger unglücklich per Kopf verlängert. Dies brachte Hollingers Abwehrkollegen Alexander Schumann ins Duell mit Hans Freimanner, welches der Pidinger klar für sich entscheiden konnte. Freimanner verzog aber dann doch deutlich vor Keeper Krois und vergab somit die große Chance auf seinen zweiten Treffer in kürzester Zeit. Die schnell nach vorne getragenen Spielzüge brachten die Laufener Defensive immer wieder mächtig ins Schwimmen. So auch in der 11. Minute. Peter Freimanner wurde dabei von Michael Hollinger im Strafraum zu Fall gebracht - Strafstoß. Zu diesem trat dann der Spielführer Engelbert Koch selbst an. Koch schnalzte das Leder an die Unterkante der Latte, so dass dieses wieder heraus flog. Es blieb vorerst beim 1:0. In der Folge versuchte der SV Laufen das Spiel zu beruhigen und die Nervosität aus dem eigenen Auftritt zu bringen. Die erste nennenswerte Torchance für die Gäste hatte Michael Kirschner, der positiv aus Laufens Elf herausragte. Nach Einwurf von David Cienskowski fasste sich Michael Kirschner mit einem Linksschuss ein Herz, doch Miethsam konnte im Nachfassen den Ball festhalten. Die Laufener Defensive agierte aber weiterhin alles andere als sattelfest, der ASV sah dies früh und wollte dies auch nutzen. Wiederum legten Florian Hollinger und Alexander Schumann in der 22. Minute den Hausherren das Leder mehr oder weniger auf. Krois war jedoch bereit und rettete gegen Peter Freimanner. Doch in der selben Spielminute konnte Peter Freimanner einnetzen. Einen unberechtigten Freistoß aus dem Halbfeld zirkelte Kapitän Engelbert Koch ins Zentrum wo sich Peter Freimanner gegen zahlreiche Gegenspieler durchsetzte und auch Torhüter Krois souverän zum 2:0 überwand. Eigentlich war die Partie nun beendet, denn es hatte nicht immer den Anschein als könnte Laufen richtig Torgefahr fabrizieren. Christian Höhn versuchte sich in der 32. Minute mit einem Freistoß aus 25 Metern. Den Flatterball konnte Miethsam jedoch mit den Fäusten zur Ecke klären. Nicklich ging es an der Bachstraße in Piding zu. Zahlreiche Verwarnungen auf beiden Seiten verteilte Laufke - Spielfluss kam dabei nur selten zustande. Während sich der SV Laufen bis zum Pausentee in der Defensive einen Hauch stabilisierte, konnte man aber vorne nicht gefährlich auftreten. Man musste auf Seiten der Salzachstädter eigentlich froh sein, dass es der ASV an diesem Samstag nachmittag nicht immer verstand, die aufgezeigten Torchancen auch wirklich konsequent in Erfolg umzumünzen.

Es ging zumindest in Sachen Torgefahr weiter größtenteils nur in eine Richtung, und zwar auf das Tor von Philipp Krois. Pidings Martin Reichenberger spielte den Ball in der 52. Minute schön in die Gasse, wo Florian Hollinger das Leder auf Peter Freimanner ablenkte. Freimanner zog ab, doch Krois rettete per Fußabwehr. Doch eine Minute später konnte Freimanner seinen nächsten Torerfolg feiern und somit den letzten Zweiflern beweisen, wer am heutigen Tage als Sieger vom Platz gehen wird. Laufens Michael Hollinger verlor ein Duell an der Außenbahn mit Manuel Maske. Maskes Hereingabe konnte Krois nur abklatschen und der bereitstehende Peter Freimanner hatte nach einer kurzen Drehung keine Schwierigkeiten auf 3:0 zu erhöhen (52.). Der SV Laufen blieb weiterhin wenig gefährlich. Der ASV Piding seinerseits versuchte mit schnellen Spielzügen weiterhin Torgefahr hervorzurufen. In Minute 68 und 69 scheiterte Martin Reichenberger für die Hausherren zweimal. Zuerst versuchte sich Reichenberger aus kurzer Distanz, Krois parierte. Danach erschien Reichenberger nach Doppelpass mit Hans Freimanner wieder hautnah vor dem Gehäuse, doch allein vor Krois war der Pfosten der Sieger. Dem SV Laufen lief langsam aber sicher die Zeit davon, um das Ergebnis noch spannend zu gestalten, doch Michael Kirschner versuchte aus dem Mittelfeld immer wieder der Antreiber zu sein. So auch in der 74. Minute. Kirschner trieb das Leder über das Feld und passte auf David Cienskowski. Cienskowski lief mit Ball ins Zentrum und zog ab. Seinem Flachschuss fehlte allerdings die Schärfe, so dass Miethsam keine Probleme hatte. Ein Zusammenspiel der beiden Freimanners brachte das 4:0 als Ergebnis. Hans Freimanner setzte sich auf der rechten Außenbahn gegen Laufens Maximilian Weber durch und bediente kurz vor dem Fünf-Meter-Raum Peter Freimanner, der nur noch den Fuß hinhalten musste - 4:0 (81.). Nur durch Standards war es den Gästen vergönnt, die gefährlichsten Chancen für ihre Farben zu erzwingen. Nach Flanke von Helmuth Putzhammer stieg in der 84. Minute Michael Kirschner am höchsten, verfehlte das Tor jedoch knapp, so dass es bei der klaren Laufener Niederlage blieb.

Für den SV Laufen macht diese Niederlage natürlich nichts einfacher und langsam aber sicher muss man wieder punkten, um sich nicht noch von allen zwei hinter ihnen liegenden Mannschaften überholen lassen zu müssen, denn Bischofswiesen steht nun nach einem Unentschieden am Samstag nachmittag schon punktgleich mit den Salzachstädtern. Für Piding sollte die Saison eigentlich gelaufen sein, denn mit diesem Heimdreier markiert man mit einem einigermaßen ruhigen Punktepolster einen Mittelfeldplatz in der Kreisklasse.

SV Laufen

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