Hauptversammlung: CSU-Ortsverband Bad Reichenhall ist bestens gerüstet

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Bad Reichenhall - Zur Hauptversammlung 2016 konnte CSU-Ortsvorsitzender Christoph Lung einen vollbesetzten Saal im Gasthof Schießstätte begrüßen. In seinen einleitenden Worten zeigte Lung auf, dass der CSU-Ortsverband gut dastehe und es mehr und mehr gelinge, auch handfeste Erfolge für eifrige Arbeit hinter den Kulissen zu feiern: Als aktuelles Beispiel nannte er die Ansiedlung des Landesamtes für Maß und Gewicht in Bad Reichenhall, für das es einiger Abstimmungsgespräche mit dem Oberbürgermeister und der Landtagsabgeordneten Michaela Kaniber bedurft hatte.

Traurige Pflicht der Versammlung war das Totengedenken, das den verstorbenen Mitgliedern des Ortsverbandes galt: Dieter Uhlig und Herbert Kolodzie waren beide langjährige Mitglieder der CSU und haben sich um den Ortsverband Bad Reichenhall sehr verdient gemacht. Herbert Kolodzie übte zahlreiche Ehrenämter für die CSU Bad Reichenhall aus und war zuletzt Schriftführer im Ortsverband Bad Reichenhall. Die Versammlung gedachte ihrer in einem Moment der Stille.

Die Anwesenden wählten einstimmig Markus Hergenhan als Versammlungsleiter, der die Veranstaltung souverän moderierte. Christoph Lung zeichnete in seinem Rechenschaftsbericht das Bild eines aktiven Ortsverbandes, der sich aber nicht auf den eigenen Lorbeeren ausruhen darf. Gerade in wahlfreien Jahren gelte es, die inhaltliche Arbeit voranzutreiben und das Gespräch mit Vereinen, Verbänden und Institutionen zu suchen. Er habe deshalb zu mehreren Vorstandssitzungen Persönlichkeiten aus Kirche, Politik und Wirtschaft eingeladen, um über aktuelle Herausforderungen zu diskutieren. Die CSU wolle auch weiterhin in der Breite Präsenz zeigen und deshalb sei es gut, dass der Ortsverband im abgelaufenen Jahr 2015 ein leichtes Plus an Mitgliedern zu verzeichnen hatte. Die Gewinnung neuer Mitglieder habe Priorität und so unterstrich Christoph Lung, dass sowohl passive Unterstützung wie auch aktive Mitarbeit hoch erwünscht seien: Die CSU steht allen Interessierten offen, die die Grundwerte der Christsozialen teilen.

Dass die Mitglieder ein attraktives Programm geboten bekommen, wurde bei dem Bericht über die Veranstaltungen offenbar: Neben einem gemütlichen Frühschoppen im Bürgerbräu mit MdL Michaela Kaniber und Dr. Herbert Lackner habe die CSU viele weitere inhaltliche Veranstaltungen geboten, wie etwa eine Information bei den Gebirgsjägern über den Auslandseinsatz im Irak, eine Besichtigung des Reichenhaller Wasserkraftwerks und eine intensive Klausurtagung. Dass auch der gemütliche Teil nicht zu kurz komme und sich hervorragend mit Politik kombinieren lasse, zeigten etwa die CSU-Almwanderung auf die Höllenbachalm und die Adventsfeier im vergangenen Jahr, die nach einer nachdenklichen Andacht in St. Ägid abgehalten wurde. Höhepunkt des vergangenen Jahres war die Informationsfahrt nach Berlin, die Anfang Juli stattfand: Der Besuch vieler Schaltzentralen bundesrepublikanischer Macht vermittelte einen hervorragenden Eindruck davon, wie in Berlin Politik gemacht wird. In diesem Jahr ist es gelungen, für Anfang Juni eine Informationsfahrt nach Wien auf die Beine zu stellen, denn: „Wien ist uns in manchem mittlerweile näher als Berlin“ stellte Lung augenzwinkernd fest.

Die Asylfrage habe im vergangenen Jahr inhaltlich viel Raum bei der CSU eingenommen und Christoph Lung stellte fest, dass es gelungen sei, zwei Grundaussagen deutlich herauszustellen. 1) Jeder Mensch, der zu uns kommt, hat ein Recht auf menschenwürdige Behandlung und ein gesetzliches Verfahren. 2) Deutschland darf sich nicht selbst überfordern und deswegen ist es wichtig, eine Politik zu machen, die Fehlentwicklungen gar nicht erst zulässt und diese deutlich benennt, wenn es sie doch gibt. Dies bestätigte OB Dr. Herbert Lackner hernach in seinem Abriss über aktuelle kommunalpolitische Themen: Bad Reichenhall habe derzeit rund 200 Asylbewerber unterzubringen, die weitere Entwicklung bleibe schwer abzuschätzen. Insbesondere sei nicht klar, ob die Stadt Bad Reichenhall die prognostizierte Zahl von 360 unterzubringenden Asylbewerbern voll ausschöpfen müsse. Die Stadtpolitik habe es geschafft, anonyme Großunterkünfte zu vermeiden und auf das Landratsamt dahingehend einzuwirken, dass die Flüchtlinge annähernd gleichmäßig über das Stadtgebiet verteilt werden. Lackner dankte in diesem Zusammenhang den Stadträten der CSU: Diese hätten frühzeitig erkannt, dass Großquartiere für ein gelingendes Zusammenleben hinderlich seien. Ihrem Einsatz sei es zu verdanken, dass die Unterbringung bislang in großem Konsens mit der Bevölkerung habe geschehen können. In diesem Zusammenhang dankte Lackner auch allen ehrenamtlichen Helfern aus der Bürgerschaft, ohne die ein Schultern der Flüchtlingssituation nicht möglich wäre.

Schatzmeister Helmut Schöndorfer berichtete von einem soliden Kassenbestand und konnte sich des Beifalls der anwesenden Mitglieder sicher sein: Die CSU Bad Reichenhall hatte im wahlfreien Jahr einen deutlichen Überschuss erzielt und trotz sinnvoller Investitionen maßvoll gewirtschaftet. Damit sei es möglich gewesen, für die kommenden Wahlkämpfe ein kleines Polster aufzubauen, das aber weiter vergrößert werden müsse. Die Kassenprüfer Andreas Greinhofer und Kurt Pötschke bescheinigten dem Schatzmeister hervorragende Arbeit und beantragten die Entlastung der Vorstandschaft, die einstimmig vorgenommen wurde. Nach der Wahl der Delegierten (siehe gesonderter Bericht) hatten die Arbeitsgemeinschaften und Arbeitskreise Gelegenheit, sich und ihre Arbeit vorzustellen. Die CSU Bad Reichenhall kann sich auf äußerst aktive Vorfeld-Organisationen verlassen: Senioren-Union, Frauen-Union, Junge Union, Mittelstands-Union, Christlich-Soziale Arbeitnehmer und die Arbeitskreise Gesundheit sowie Außen- und Sicherheitspolitik leisten einen wichtigen inhaltlichen Beitrag und zeigen die gesamte Bandbreite der CSU als Volkspartei auf. In einer lebhaften Diskussion hatten die Mitglieder abschließend Gelegenheit, Wünsche, Anträge und Sonstiges vorzubringen. Auch hier zeigte die Vielgestaltigkeit der Themen, dass die CSU eine breite Palette abdecken kann, ohne es an Deutlichkeit fehlen zu lassen. Christoph Lung dankte den Mitgliedern und seinen Helfern im Ortsvorstand abschließend für die allzeit gewährte Unterstützung und versprach, dass auch die Zeit bis zur nächsten Hauptversammlung viele interessante Termine bereithalten werde: Den Anfang macht kommende Woche am Donnerstag, 14. April um 19 Uhr im Brauereigasthof Bürgerbräu ein Vortrag von Generalmajor a.D. Bentler, der in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Außen- und Sicherheitspolitik über die Herausforderungen der NATO referieren wird.

CSU-Ortsverband Bad Reichenhall

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