„Miteinander – ‚Füreinander“

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Spontan erklärte MdL Michaela Kaniber ihren Beitritt zum Generationenbund BGL sowie zur Seniorengemeinschaft BGL Süd, die wegen der abgeschlossenen Siedlungsstruktur im Süden des Landkreises eigenständig bleiben will. Sie stellten sich nach dem Gespräch dem Fotografen von links Dr. Dr. Thomas Dietl, Dr. Friedrich Schmidt, Inge Hartmann und Marie-Luise Thierauf, die beide mit der Vermittlung von Hilfe betraut sind, dazwischen MdL Michaela Kaniber sowie ganz rechts Günter Wolf.

Bad Reichenhall - Die immer längere Lebenserwartung der Menschen verlangt nach Lösungen, wie diese gewonnen Zeit im Alter sinnvoll gestaltet werden kann. Vorherrschend ist dabei der Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben zu Hause in den eigenen vier Wänden.

Unter dem Wahlspruch „Miteinander – ‚Füreinander“ wurden daher vor geraumer Zeit im unserem Landkreis zwei gemeinnützige Vereine gegründet, die sich dem Thema „Selbstbestimmung bis ins hohe Alte“ in ganz praktischer Weise annehmen. Nachdem diese Gründung letztlich dem „Wegweiser zur Gründung von Seniorengenossenschaften“ aus dem Bayerischen Sozialministerium entsprang, war es nun folgerichtig, dass sich die beiden Seniorengemeinschaften nun zu einem Informationsgespräch mit der hiesigen CSU-Landtagsabgeordneten Michaela Kaniber zusammenfanden. Dabei konnte Dr. Friedrich Schmidt, der erste Vorstand der Seniorengemeinschaft BGL Süd berichten, dass in den fünf Gemeinden des südlichen Landkreises die Vermittlung von Hilfeleistungen vor allem für ältere Menschen bereits voll angelaufen ist und in hohem Maße in Anspruch genommen wird.

Im Vordergrund stehen dabei Hilfen, die das gesamte Spektrum des alltäglichen Lebens umfassen und von der Beaufsichtigung und Versorgung von Haus oder Wohnung, über die Begleitung zu Arzt, Behörden, Kirche und zum Einkaufen über die Besuche zu Hause, über gemeinsame Ausflüge und Spaziergänge bis zur Hilfe im Haushalt, wie der Essenszubereitung, dem Waschen und Bügeln und dem Aufräumen bis hin zu kleineren handwerklichen Arbeiten im Haus oder im Garten und nicht zuletzt der Grabpflege, dem Winterdienst, der Betreuung bei kurzfristigen Erkrankungen sowie der Übernahme des Einkaufsdienstes und von Besorgungen reichen.

Für den Bereich des mittleren und nördlichen Landkreis hat, so konnte Dr. Thomas Dietl als 1. Vorstand des Generationenbundes BGL festhalten, haben nach Überwindung einiger bürokratischer Hemmnisse und nach Anerkennung durch das Bayerische Sozialministerium zwischenzeitlich ebenfalls zwei Mitarbeiterinnen ihre Vermittlungstätigkeit aufnehmen und sind nahezu „Rund um die Uhr“ telefonisch erreichbar, wenn Hilfe benötigt wird. Dabei stehen nach deren Erfahrung, so Marie-Luise Thierauf, die die Geschäfte des Vermittlungsbüros leitet, derzeit deutlich mehr Helfer zur Verfügung, als Hilfen angefordert werden. Sie wies in diesem Zusammenhang vor allem darauf hin, dass es äußerst wichtig ist, die benötigten Hilfen auch im Einzelfall konkret per Telefon anzufordern, damit eine Vermittlung der Helfer erfolgen kann.

Nachdem das ehrenamtliche Engagement der beiden Seniorengemeinschaften durch alle Gemeinden des Landkreises ebenso wie durch den Landkreis selbst, aber auch durch einen Zuschuss des Sozialministeriums für die Start- und Aufbauphase in den ersten drei Jahren vorbildlich gefördert wurde, ist es nun der Wunsch an die Politik, so Günter Wolf. der 3. Vorstand des Generationenbundes, die finanzielle Absicherung der Gemeinschaftsaufgabe „Selbstbestimmung bis ins hohe Alter“ nicht ausschließlich den Kommunen zu überlassen sondern auch von Seiten des Staates dafür Sorge zu tragen, dass das Ehrenamt nicht sich selbst überlassen bleibt und auf Spenden angewiesen ist sondern auf gesunden Füßen seine Arbeit leisten kann. Und mit diesem Wunsch, da waren sich die Gesprächsteilnehmer einig, sind sie bei der hiesigen CSU-Stimmkreisabgeordneten Michaela Kaniber, die dem Sozialpolitischen Ausschuss des Bayerischen Landtages angehört, an der richtigen Stelle.

Die Stimmkreisabgeordnete zeigte sich stolz über dieses großartige Engagement: „Derzeit gibt es 15 Generationenbünde in Bayern und nur durch das tatkräftige Handeln herausragender Persönlichkeiten ist der Generationenbund auch im Berchtesgadener Land schon gegründet und aktiv! Die derzeitigen Finanzierungsgegebenheiten sind mir bekannt und wir werden uns selbstverständlich auf Landesebene unterhalten müssen, wie wir auch kurzfristig und nachhaltig finanzielle Unterstützung gewährleisten können. Denn eines ist sicher unsere Gesellschaft ist mehr denn je auf ein starkes Ehrenamt angewiesen. Es ist unsere oberste Priorität dieses freiwillige Engagement nicht über Gebühr zu belasten, sondern Hilfestellung bestmöglich zu leisten!“, so die Abgeordnete.

Generationenbund BGL, Günter Wolf

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