FDP lehnt Einführung der Biotonne ab | Nowak: "CSU und Grüne wollen Biotonne mit aller Gewalt."

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Bad Reichenhall - FDP-Kreisrat Armin Nowak stellt sich in der Diskussion rund um die Einführung einer Biotonne im Landkreis klar gegen die Vorgaben aus München und gegen den letzten Beschluss des Kreistages:

„CSU und Grüne wollen die Biotonne mit aller Gewalt einführen, da sind ihnen auch Kosten von 800.000,- € völlig egal, die die Gebühren zwangsläufig in die Höhe katapultieren werden“, kritisiert Nowak.

„Tatsächlich steht dahinter ganz offenbar der Versuch einer neuen Zentralisierung, um vor allem die kleinen Kommunen und Entsorger auszuboten. Die Mär, es könne sich ja jeder an der Ausschreibung beteiligen, können doch die Befürworter selbst nicht glauben. An einer Ausschreibung dieses Ausmaßes könnte sich vermutlich kein regionaler Anbieter aussichtsreich beteiligen“, so der Kreisrat weiter.

Dieser Kritik schließt sich auch der FDP-Pressesprecher Alexander Reich an, der der Argumentation von Grünen-Kreisrat Edwin Hertlein widerspricht: „Herr Hertlein argumentiert damit, dass in Städten wie München eine Biotonne ohne Chaos eingeführt worden sei. Dabei vergisst er offenbar, dass eine Millionenstadt wie München durch ihre Bevölkerungsdichte in keiner Weise mit dem Berchtesgadener Land vergleichbar ist. Das ist reine Augenwischerei.“

Abgesehen davon sei auch die Argumentation, in Österreich sei die Biotonne inzwischen ganz normal, laut Kreisrat Armin Nowak nicht haltbar: „Natürlich sollte man auch über den Tellerrand blicken und darf sich etwas von den Nachbarn abschauen. Im Falle der Biotonne rate ich jedoch dringend davon ab“, so Nowak. „Wenn man während der Abholung der Biotonnen durch Salzburg spaziert, schlägt einem ein solch entsetzlicher Verwesungsgeruch entgegen, dass es kaum auszuhalten ist - und das auch im Winter bei kalter Witterung. Im Sommer ist dieser Effekt natürlich umso schlimmer. Ob wir den Bürgerinnen und Bürgern neben den einhergehenden Gebührenerhöhungen das auch noch antun wollen, sollten sich die Kolleginnen und Kollegen dringend überlegen.“

Pressemitteilung FDP Berchtesgadener Land

Rubriklistenbild: © dpa

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