Nachbarschaftshilfe auch über die Grenzen der unmittelbaren Nachbarschaft hinaus

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v. l. Marie-Luise Thierauf, Inge Hartmann, Barbara Müller

Anger - Unter dem Wahlspruch „Miteinander – Füreinander“ wurden daher vor geraumer Zeit auf Initiative der Seniorenbeauftragten beim Landratsamt, Barbara Müller, im Landkreis zwei gemeinnützige Vereine gegründet, die sich dem Thema „Selbstbestimmung bis ins hohe Alter“ annehmen.

Die immer längere Lebenserwartung der Menschen verlangt nach Lösungen, wie diese gewonnene Zeit im Alter sinnvoll gestaltet werden kann. Dabei ist vorherrschend der Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben, nach einem Leben zu Hause in den eigenen vier Wänden. Unter dem Wahlspruch „Miteinander – Füreinander“ wurden daher vor geraumer Zeit auf Initiative der Seniorenbeauftragten beim Landratsamt, Barbara Müller, im Landkreis zwei gemeinnützige Vereine gegründet, die sich dem Thema „Selbstbestimmung bis ins hohe Alter“ annehmen. Für den Bereich des mittleren und äußeren Landkreises hoben in der Folge die Seniorenbeauftragten der einzelnen Gemeinden den Generationenbund BGL e.V. aus der Taufe. Über Aufgabe und Ziele dieses ehrenamtlich getragenen Bündnisses informierte nun kürzlich im Pfarrheim in Anger der 3. Vorsitzende Günter Wolf im Rahmen einer Präsentation. In seinem Rückblick auf die bisherige Entwicklung bedankte sich Wolf vor allem bei den Gemeinden im Landkreis sowie dem bayerischen Sozialministerium, die durch ihr finanzielles Engagement erst die Voraussetzungen für diese selbst verwaltete Bürgerinitiative geschaffen hatten. Nachdem alle rechtlichen Hürden genommen waren, konnte der Generationenbund Mitte September das Sozialbüro in Anger eröffnen und damit seine eigentliche Arbeit aufnehmen. Diese Arbeit besteht darin, Nachbarschaftshilfe auch über die Grenzen der unmittelbaren Nachbarschaft hinaus zu organisieren und so sicherzustellen, dass Menschen, die einer Hilfe bedürfen, auch tatsächlich Hilfe erhalten. Dabei umfassen diese Hilfen das gesamte Spektrum des alltäglichen Lebens und reichen von der Beaufsichtigung und Versorgung von Haus oder Wohnung über die Begleitung zu Arzt, Behörden, Kirche, und zum Einkaufen, über die Besuche zu Hause, über das Vorlesen, über gemeinsame Ausflüge und Spaziergänge bis zur Hilfe im Haushalt, wie der Essenszubereitung, dem Waschen und Bügeln, der Reinigung und dem Aufräumen sowie bis hin zu kleineren handwerklichen Tätigkeiten im Haushalt oder im Garten und nicht zuletzt der Grabpflege, dem Winterdienst der Betreuung bei kurzfristigen Erkrankungen und der Übernahme von Einkaufsdienst und Besorgungen. Diese Hilfeleistungen werden aber nur dann angeboten, wenn auch durch Alter, Krankheit, Behinderung oder durch sonstige Lebensumstände eine Hilfebedürftigkeit gegeben ist. Eine Konkurrenz zu professionellen Dienstleistern wird auch dadurch ausgeschlossen, dass der Generationenbund als Verein ausschließlich auf Gegenseitigkeit tätig wird und eine Mitgliedschaft der Helfer ebenso voraussetzt wie eine Mitgliedschaft derer, die Hilfeleistungen in Anspruch nehmen wollen. Ausdrücklich nicht angeboten werden Pflegeleistungen und handwerkliche Leistungen, die üblicherweise gewerblich in Anspruch genommen werden können. Auch werden diese Hilfeleistungen, und dieser Hinweis war für den 3. Vorsitzenden wichtig, nicht unentgeltlich angeboten. So sind für diese Hilfeleistungen für jede volle Stunde 8,00 € an den Verein zu entrichten, wovon dann der Helfer 6,00 € je Stunde erhält; andererseits aber auch in vollem Umfange bei seiner Tätigkeit versichert ist. Durchaus moderat ist folglich dann auch der Mitgliedsbeitrag, der für Helfer und Hilfebedürftige jährlich 10,00 € beträgt. Organisiert werden die Hilfeleistungen von zwei Mitarbeiterinnen, die telefonisch jederzeit erreichbar sind und Angebote von Helfern ebenso entgegennehmen wie Wünsche nach Hilfeleistungen. Dabei sind als Helfer nicht nur rüstige Senioren und vitale Rentner aufgerufen sondern durchaus auch jüngere Menschen, die, ganz im Sinne der Bezeichnung des Vereines als Generationenbund, gewillt sind, in ihrer Freizeit zu einem gutem Miteinander von Alt und Jung beizutragen, den älteren Menschen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen und ganz nebenbei dafür, wenn auch sehr bescheiden, entlohnt werden und zwar steuer- und abgabenfrei.

Günter Wolf

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