Gewerbeansiedlung? JA oder NEIN? – FWG Piding fordert Entscheidungen und Konsequenzen.

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Die FWG-Gemeinderäte Franz Geigl, Walter Pfannerstill und Christian Kleinert in der Diskussione zum Thema Gewerbeansiedlung in Piding

Ainring - FWG Piding fordert eine Entscheidung für oder gegen Gewerbeansiedlung in Piding. Die strategielose Gemeindepolitik im Bereich Gewerbeansiedlung muss beendet werden.

In der Herbstklausur der FWG Piding kam auch das Thema Gewerbeansiedlung zur Sprache. Eine kurze kritische Einleitung gab dazu Gemeinderat Bernhard Staller, der als Biobauer jeden Flächenverbrauch grundsätzlich kritisch sieht. Er wies darauf hin, dass seiner Meinung nach ein großflächiges Gewerbe in Piding nicht mehr guten Gewissens unterzubringen sei. Er könne sich jedoch vorstellen, in besonderen Ausnahmefällen auch der Ansiedlung eines größeren Betriebs zuzustimmen. Die Frage sei auch, ob die Gewerbesteuer wirklich so entscheidend für die Finanzierung der Gemeinde sei. Schließlich seien die Einnahmen aus der Einkommensteuer in Piding derzeit mehr als dreimal so hoch.

Gemeinderat Christian Kleinert griff den Faden auf. Das sei genau das Problem. Zwar habe man in Ortsentwicklungskonzept vor Jahren Gewerbeflächen festgelegt. Jedoch habe man versäumt, sich Gedanken zu machen, ob und wie man diese Flächen überhaupt nutzen wolle. Walter Pfannerstill warf ein, dass es bei einem Gewerbekonzept ja nicht zwingend um Ansiedlung riesiger Betriebe gehe. Er könne sich gut vorstellen, einige mittelständische Handwerksbetriebe anzusiedeln. Freie Flächen dafür gebe es auch im derzeitigen Baubestand. Er erklärte auch, dass die Einkommensteuer zwar derzeit einen größeren Teil der gemeindlichen Einnahmen ausmachten, eine Steigerung der Einnahmen jedoch über die Gewerbesteuer bereits bei kleineren Gewerbebetrieben mit viel weniger Flächenverbrauch einher gehen könne.

Lt. Kleinert ginge es genau darum, sich dazu Gedanken zu machen. Seiner Meinung nach müsse sich der Gemeinderat folgende Fragen stellen: 1. Wollen wir aktuell überhaupt noch eine weitere Ansiedlung von Gewerbe oder wollen wir uns auf die Säulen Landwirtschaft, Tourismus und Wohnen beschränken? 2. Wenn Gewerbe, sollen es auch größere oder eher kleinstrukturierte Betriebe sein? 3. Solle die Gemeinde beim Thema Gewerbe passiv bleiben oder aktiv werden?

Möglichkeiten für eine aktive Gewerbeansiedlung sähe er genug, so Kleinert. Einig sei man sich fraktionsübergreifend, dass diese im Hinblick auf das in Piding sehr begrenzte Gut „Grund und Boden“ behutsam erfolgen müsse. Eben darum wäre es besonders wichtig, eine langfristige Vorgehensweise zu beschließen und, wenn gewollt, die wenigen Flächen professionell zu managen. Pfannerstill warf ein, die Gemeinde Piding sei ja derzeit nicht gerade als gewerbefreundlich bekannt. Da müsse, so die Entscheidung pro Gewerbe fiele, aktiv entgegengewirkt werden. Auch Gemeinderat Franz Geigl erklärte, er könne einige Betriebe nennen, die bei einer positiven Entscheidung vermutlich für Piding gewonnen werden könnten.

Zum Abschluss der Klausur fasste Moderator Christian Kleinert die zentralen Punkte noch einmal kurz zusammen und setzte die Angelegenheit auf die Liste der von der FWG geplanten Anträge.

Pressemitteilung der FWG Piding e. V.

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