Schäferhundeverein Berchtesgaden feierte „Tag des Hundes“ und erhielt hohe Auszeichnung

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Von links: Nikolaus Waltrich (Vizepräsident SV), Günther Oehimg (stellv. Geschäftsführer SV) Thomas Weber (Bürgermeister Gemeinde Bischofswiesen) Hans Walch (1. Vorstand OG Berchtesgaden) Rudi Schaupp (stellv. Landrat Berchtesgadener Land) Bartl Mittner (2. Bürgermeister Markt Berchtesgaden) Herbert Volz (1. Vorstand LG Bayern Süd)

Die Ortsgruppe Berchtesgaden im Verein für Deutsche Schäferhunde e.V. hat sich einem umfangreichen Prüfungskatalog unterzogen um die Zertifizierung im Rahmen des Qualitätsmanagement zu erhalten. Die Feierlichkeiten zum „Tag des Hundes“ wurde mit der Auszeichnung „Zertifizierte Ortsgruppe“ durch den Vizepräsidenten des Vereins für Deutsche Schäferhunde e.V. Herrn Klaus Waltrich gekrönt.

Der Schäferhundeverein Berchtesgaden hat sich zur Aufgabe gemacht sein Angebot an tierschutz- und artgerechter Ausbildung des Hundes einer kontinuierlichen Qualitätssicherung bzw. –verbesserung zu unterziehen. So wird auf Dauer sichergestellt, dass das Angebot an gemeinnütziger Tätigkeit im Rahmen der Hundeerziehung mit den unterschiedlichsten Kursen für die Hundehalter auch weiterhin auf hohem Niveau angeboten werden kann. Der Verein will dadurch seinen Beitrag für ein harmonisches Miteinander von Mensch und Hund in unserer Gesellschaft leisten. Viele denken bei dem Wort „Schäferhundeverein“ an Drill und Kasernenhofton., an Hunde die hart her genommen werden, an verbissenes Training und ehrgeizige Hundesportler. Um diese Vorurteile abzubauen, hat der Schäferhundeverein zusammen mit dem Tierschutzverein Berchtesgaden sowohl die Bevölkerung als auch den Landrat und die beiden Bürgermeister von Berchtesgaden und Bischofswiesen zum „Tag des Hundes“ am Samstag den 06. Juni auf ihren Hundeplatz in Loipl eingeladen.

Eingeleitet wurde die Feierlichkeiten mit einer Andacht durch Diakon Michael König, der in seiner Predigt gerade das große Engagement des Vereins den Hund zu einem verlässlichen und treuen Gefährten des Menschen zu erziehen, würdigte. Am Ende segnete er die zahlreichen Besucher und Mitglieder und deren Hunde. Zur offiziellen Übergabe der Zertifizierungsurkunde konnte Ortsgruppenvorstand Hans Walch neben zahlreichen Besuchern und Mitgliedern Diakon Michael König, den stellvertretenden Landrat Rudolf Schaupp, Bischofswiesens Bürgermeister Thomas Weber und Berchtesgadens zweiten Bürgermeister Bartl Mittner, SV-Vizepräsident Nikolaus Waltrich, den stellvertretenden Geschäftsführer des SV Günter Oehmig, den Landesgruppenvorsitzenden Herbert Volz als Ehrengäste begrüßen. Auch der Tierschutzverein, vertreten durch Vorstand Axel Decker-Spychala, ließ es sich nicht nehmen mit einem Stand vertreten zu sein. In seiner Begrüßungsrede würdigte Vorstand Hans Walch den stellv. Vorstand und 1. Ausbildungswart des Vereins Schröer Much, der den fast 70 seitigen Zertifizierungsantrag ausgearbeitet hat und bei der Hauptgeschäftsstelle in Augsburg eingereicht hatte. „Jetzt haben wir es geschafft. Wir sind die erste Ortsgruppe im südostbayerischen Raum, die diese Auszeichnung erhalten hat. Unsere Mühen haben sich gelohnt“, freute sich Hans Walch. Eigens zur feierlichen Übergabe der Urkunde reiste Vizepräsident Klaus Waltrich mit dem stellv. Geschäftsführer Günter Oehmig aus Augsburg an. Waltrich gratulierte zum hervorragenden Ergebnis der Zertifizierung. Günter Oehmig überreichte die Urkunde und wies noch einmal auf die 25 zum Teil sehr strengen Zertifizierungskriterien hin. Diese umfassen u.a. ein vielfältiges hundesportliches Angebot, tierschutzgerechte Kurse und Ausbildung für Hunde aller Rassen, die von lizensierten Trainern geleitet werden.

Umrahmt wurde die Veranstaltung mit kurzweiligen Darbietungen aus den verschiedenen Ausbildungsbereichen, die der Verein anbietet. Die Vorführungen wurden von Gabi Kurz kommentiert, die es verstand den Zuschauern das Gezeigte mit launigen Worten zu erklären. Den Start übernahm Anni Angerer mit ihrer Agilitygruppe, die es bereits in die Regionalliga geschafft hat. Es wurden unterschiedliche Varianten und Schwierigkeitsgrade – je nach Ausbildungsstand des Hundes – vorgestellt. Die Rettungshundeausbildung stand als nächstes auf dem Programm. Zum Einen werden hier die Hunde in der Sucharbeit ausgebildet und zum Anderen müssen sie Unterordnungs- und Gewandtheitsübungen absolvieren. Dabei wird auch auf die Verträglichkeit gegenüber Hunden und Menschen sehr viel Wert gelegt. Gekonnt bewiesen die Vorführenden u.a., dass ihre Hunde in der Lage waren über eine waagrechte Leiter zu gehen, durch einen dunklen Tunnel und Schlauch zu kriechen und über eine wacklige Brücke zu gehen. Aus den Bereich der Sucharbeit wurde Mantrailing vorgestellt. Der Hund bekommt anhand einer Geruchsprobe die Aufgabe, diesen Menschen zu finden. Tahu und sein Herrchen Dr. Klaus Frankenberger bekamen die Aufgabe eine „an Demenz erkrankte Frau“, wie es Gabi Kurz kommentierte, zu suchen. Die Zuschauer konnten genau verfolgen, wie der Hund die Geruchsspur der „vermissten“ Person aufnahm und sie verfolgte. Die zu findende Person wurde sehr schnell unter den Zuschauern gefunden. Weiter ging es mit der Gebrauchshundeausbildung. Hunde, die diese Ausbildung durchlaufen, werden in den drei Disziplinen Fährte, Unterordnung und Schutzdienst ausgebildet. Die Gebrauchshundeausbildung – früher nannte man sie Schutzhundeausbildung- sowie die dazugehörigen Prüfungen können prinzipiell Hunde aller Rassen absolvieren. Ausbildungswart Schröer Much zeigte mit seiner Schäferhündin Vinja aus diesem Themenbereich den Werdegang eines Schutzhundes vom spielerischen Zergeln mit dem Halter bis hin zur Arbeit am Schutzdiensthelfer. Sporthundeausbildung wie hier vorgestellt, hat dabei absolut nicht das Ziel den Hund „scharf“ zu machen. Im Gegenteil, der Hund ist nur auf seine Beute, den Schutzärmel, fixiert, den er erobern will. Er muss ein hohes Maß an Gehorsam zeigen, wenn er auf Kommando plötzlich das intensive „Beutespiel“ beenden muss. Am Ende der Vorführung zeigte sich die Schäferhündin Vinja völlig unbefangen und ließ sich vom Schutzdiensthelfer, mit dem sie gerade um den Schutzärmel gerungen hatte, ausgiebig streicheln und mit Leckerlies verwöhnen.

Beim Longieren denkt man zu allererst an Pferde und nicht an Hunde. Dabei wird die Zusammenarbeit von Mensch und Hund gefördert. Der Hund lernt, Kommandos auch auf Entfernung zu befolgen und seinem Menschen trotz - oder gerade wegen - räumlicher Distanz Aufmerksamkeit zu schenken. Der Hund bewegt sich um einen gekennzeichneten Kreis und darf den Innenraum nicht betreten, aus dem heraus der Hundeführer ihm seine Kommandos gibt. Eindrucksvoll zeigte die Gebrauchshundegruppe die verschiedenen Stadien der Ausbildung vom anfänglichen Führen über die Leine bis hin zum freien Führen aus der Mitte des 20 m Kreises. Den krönenden Abschluss der Veranstaltung bildete die Hunde-Quadrille. Acht Mensch- Hundeteams zeigten zu mitreißender Musik synchrone Unterordnungsübungen, die sich mit Agilityübungen abwechselten. Die „Agilitygeräte“ bestanden aus Menschen, die sich zu verschiedenen Tunnels und Hürden formierten. Nach toller Vorführung wurden die Hundeteams mit kräftigem Applaus der Zuschauer belohnt. Sichtlich beeindruckt von den verschiedenen Vorführungen und der Leistungsfähigkeit der Ortsgruppe wartete auf die Gäste nun ein kulinarisches Erlebnis. Fleißige Helfer, die bereits den ganzen Nachmittag für das Wohl der Gäste gesorgte hatten, bauten ein reichhaltiges Büffet mit allerlei Schmankerl auf. So konnte man einen überaus gelungenen Tag des Hundes bis in den späten Abend hinein mit interessanten Gesprächen ausklingen lassen.

OG Berchtesgaden e. V.

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