Windpark: Green City Energy zieht sich zurück

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Waging/Froschham - Der Windradpark in Froschham wird immer unwahrscheinlicher: Das Unternehmen Green City Energie, einer der Hauptinvestoren, hat sich jetzt von dem Projekt zurückgezogen.

Auf Anfrage von chiemgau24 erklärte Jürgen Hoffmann, Bereichsleiter Windenergie bei Green City Energy: „Wir stehen für den Ausbau der erneuerbaren Energien, aber nicht um jeden Preis. Der direkte Dialog mit den Anwohnern ist uns wichtig und hat gezeigt, dass der Bürger-Windpark nicht von der Mehrheit der Bevölkerung mitgetragen wird. Deshalb werden wir das Projekt im Froschhamer Forst nicht aktiv weiterverfolgen."

Podiumsdiskussion in Waging

„Nein“ zur Windkraftanlage!

Bei einer Podiumsdiskussion im vergangenen Dezember wurde bereits angestrengt über den geplanten Windradpark in Froschham debattiert. Veranlast wurde die Diskussion von Green City Energy. In erster Linie meldeten sich dabei die Gegner des Windparks zu Wort.

Auf Grund des heftigen Widerstandes überlegte Green City Energy bereits im Dezember das Projekt einzustampfen. Die Gegner des Windparks kritisieren vor allem die Höhe von bis zu 180 Metern, den geringen Abstand zur Bebauung und die Lärmbelastung. Vor allem aus touristischer Sicht sei das Projekt eine Katastrophe, so die Gegner des Windradparks.

Thema Windenergie für die Gemeinde Waging noch nicht ausgestanden

Jürgen Hoffmann zufolge ist mit dem Ausstieg von Green City Energy "das Thema für die Gemeinde Waging vermutlich noch nicht ausgestanden. Speziell Bayern, das Schlusslicht bei der Windenergieproduktion bundesweit, sollte gemäß dem politischen Ziel, den Ausbau von Windenergieanlagen stärker forcieren. Auch für Waging ist ein Bürger-Windpark eine Chance für regionale Wertschöpfung, sowie eine langfristig preisstabile, klimafreundliche und bürgernahe Energieversorgung, die leider zum jetzigen Zeitpunkt nicht genutzt wurde."

Patrick Steinke

Video aus dem Archiv

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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