„Ein wichtiger Brückenschlag für die Region“

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Fridolfing/Traunstein - Die SPD-Kreistagsfraktion sieht in der geplanten Salzachbrücke ein fehlendes Bindeglied für die wirtschaftliche Stärkung des Rupertiwinkels:

Nicht nur Fridolfings Bürgermeister und SPD-Kreisrat Hans Schild sieht in der geplanten Salzachbrücke „einen wichtigen Brückenschlag für Region“. Auch die gesamte SPD-Kreistagsfraktion steht hinter dem Bauwerk, mit dem in ihren Augen durch die zentrale Anbindung des österreichischen Nachbarn der gesamte Rupertiwinkel wirtschaftlich gestärkt werde. Auch wenn die Wellen die letzten Wochen hochgeschwappt sind, die Meinungen auseinandergingen und viel diskutiert wurde, die SPD im Kreistag will den „Ball flach halten“, sich besonnen auf das Wesentliche konzentrieren und nochmals hinterfragen „Ist das die richtige Entscheidung für die Region?“.

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Zur Notwendigkeit der Brücke blickte der Fridolfings Bürgermeister Hans Schild nicht nur auf die Vorgeschichte der Brücke zurück, sondern ging auch auf die besondere verkehrsstrukturelle Situation ein. Sowohl in Burghausen als auch in Freilassing gebe es tragfähige Brücken, welche den Schwerlastverkehr problemlos bewältigen. Aber die Brücken in Tittmoning und in Laufen seien statisch auf Dauer der Belastung nicht gewachsen, zumal die Stadt Laufen unter der Feinstaubbelastung massiv leide. Man müsse also handeln. Die wirtschaftliche Infrastrukturbetrachtung lege nahe, eine neue Brücke zwischen Burghausen und Freilassing zu schaffen, so Schild. Stellvertretender Landrat Josef Konhäuser stellte sich auch hinter die Brücke, sieht aber die Finanzierungsfrage noch unter ganz anderen Aspekten.

"Freistaat muss sich an dem Bauwerk spürbar beteiligen"

 „Das ist ein Bauwerk von überregionaler Bedeutung und daher muss sich auch der Freistaat spürbar beteiligen“, so Konhäuser. Die Kosten für den Landkreis sollten sich auf maximal drei Millionen Euro beschränken. Nur dürfe man auch nicht länger warten, da bekanntlich Baukosten mit der Zeit durch die Teuerungsrate ansteigen werden. Hans Schild rechnete nochmals detailliert die Kostenentwicklung vor: „Wir sind bei 23 Millionen Euro gestartet, im Zuge der Planfeststellung sind naturschutzfachlichen Auflagen von 5,1 Millionen Euro dazugekommen. Aufgrund schlechter Bodenverhältnisse stiegen die Kosten um weitere 3,1 Millionen und nochmal um 1,3 Millionen von wasserwirtschaftlicher Seite her – allesamt baulich bedingte Mehrungen. Die anderen Mehrungen sind der Kostenfortschreibung durch den Preisindex geschuldet, was bei 40 Millionen Euro jährlich rund 1,3 Millionen Euro Zuwachs bedeute – und das setzte sich Jahr um Jahr fort. „Diese haben aber mit den Baupreissteigerungen nicht zu tun“, so Schild.

Kritik an der Haltung des Bund Naturschutz

SPD-Kreisvorsitzender Dirk Reichenau, der ebenfalls die wirtschaftliche Bedeutung der Brücke in den Mittelpunkt rückte, kritisierte die Haltung des Bund Naturschutz. Als Mitglied und Unterstützer des regionalen Naturschutzverbundes habe er vollstes Verständnis für deren Umwelteinsatz. Jedoch schieße das Engagement des Bund Naturschutzes in Sachen Salzachbrücke deutlich über das Ziel hinaus. Mit seinen Parolen und Maßnahmen habe sich die an sich neutrale Organisation zum „Sprachrohr der Grünen“ gemacht, was er selbst nicht nachvollziehen könne. Bürgermeister Schild gab weiterhin zu Bedenken, dass auch zehn Bürgermeister der anliegenden österreichischen Gemeinden hinter dem Vorhaben stehen. Die Investition, so Konhäuser, müsse stets auch im Gesamtkontext des wirtschaftlichen Voranbringens der Region durch dieses zentrale Verbindungselement zum Großraum Salzburg gesehen werden. Nur wenn dies mitberücksichtigt werde, könne man in Verbindung mit ökologischen Aspekten zu einem tragfähigen Kompromiss finden, so Konhäuser.

Pressemitteilung SPD

Quelle: chiemgau24.de

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