Was will sich Tittmoning für den Kindergarten leisten?

"Wunderschöne Container" für Kinder vom Tisch

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Kinder in Kita

Tittmoning - Der Bedarf wird größer, eine dritte Kindergartengruppe muss her: Doch wo will man sie unterbringen? Viele Optionen standen zur Diskussion, doch eine Containerlösung kommt nicht in Frage.

Der Betreuungsbedarf wird kommendes Jahr größer, längere Betreuungszeiten sind gewünscht und viele Tittmoninger Kinder sind in Nachbargemeinden untergebracht: Eine Lösung für eine dritte Kindergartengruppe musste her. Nach anderthalbstündiger Diskussion entschied sich der Stadtrat am Dienstag dafür, den bestehenden Kindergarten im "Haus des Gastes" zu erweitern

Umbau kostet geschätzt gut 500.000 Euro

Mit 13:6 Stimmen entsprach der Stadtrat schließlich auch dem Wunsch von Kindergartenpersonal und Elternbeirat, das Angebot im zweiten Stock des Khuenburghauses zu erweitern. Man rechnet mit Kosten von 510.000 Euro für den Umbau des Ruheraumes und des Raums für die Mittagsbetreuung. 

Zur Debatte standen aber auch weitere Alternativen: Vor allem ein Kindergarten-Neubau und eine Übergangslösung in Containern. Die Möglichkeit, die dritte Kindergartengruppe in der Schule unterzubringen, gefiel dagegen kaum einem Stadtrat. Vor allem das Geld war bei den Diskussionen der springende Punkt.

Kein Geld für einen Neubau

"Ein Neubau am Brückner-Gelände wäre am teuersten", so Bürgermeister Konrad Schupfner. Ein Neubau würde mindestens zwei Millionen Euro kosten, auch wenn etwa die Hälfte durch Fördergelder wieder hereinkäme. "500.000 Euro müssten wir für den Ausbau des Khuenburghauses doch eh hinlegen, warum dann nicht nochmal den gleichen Betrag drauf und wir haben einen Neubau?", fragte Stadtrat Reichenau. Nicht nur das Brückner-Gelände, auch der "Schwarze Platz" (Hartplatz) wurde von einigen Stadträten für einen Neubau ins Auge gefasst.

Container als Übergangslösung?

Das Problem: Bei einem Neubau müsste eine Übergangslösung für zwei bis drei Jahre her - in Frage kämen dafür Container. "Das kann man den Kindern doch nicht zumuten", meinte einerseits Andreas Bratzdrum. Dirk Reichenau fände Container als Übergang dagegen "Ok" und für Ludwig Binder könnten die Container gar eine "längere Lösung" darstellen.

"In Containern ist man doch nicht eingesperrt. Auch bei uns bei der Polizei findet der Unterricht in sowas statt - das sind wunderschöne Container und wir hätten genug Zeit für eine durchdachte Lösung im Falle des Kindergartens", so Binder. Als das "absolut Schlechteste" bezeichnete dagegen Peter Wembacher die Containerlösung. Die Alternative war schließlich mit dem beschlossenen Umbau des "Haus des Gastes" aber ohnehin vom Tisch.

xe

Quelle: chiemgau24.de

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