Tittmoning trifft "Richtungsentscheidung"

"Vermaisung" oder grüne Energie? Veto gegen mehr Biogas

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Tittmoning - Den einen sind sie ein Dorn im Auge und stehen für die "Vermaisung" der Landschaft, für die anderen sind sie eine Alternative zur Kernenergie: Bei Tittmoning wurde einem Landwirt nun der Ausbau seiner Biogasanlage verboten. *Mit Voting*

Einen neuen Substratbehälter, ein Fahrsilo und eine Maschinenhalle wollte ein Landwirt in Langwied bei Tittmoning bauen und in dem Zug die Stromproduktion seiner Biogasanlage auf eine Megawattstunde etwa verdoppeln. Das Thema ist ohnehin umstritten, stehen die Biogasanlagen doch für die "Vermaisung" der Landschaft. Weil die Stadt dafür ein Sondergebiet ausweisen musste, konnte sie ihr Veto einlegen - und sie tat es in der jüngsten Stadtratssitzung auch: Mit 11:5 Stimmen wurde das Vorhaben abgelehnt.

Zu den neuen Bauvorhaben hätte der Landwirt auch zusätzliche Flächen angepachtet, mehr landwirtschaftlicher Verkehr wäre eine weitere Folge gewesen. "Seinen eigenen Angaben zufolge braucht er zusätzliche 500 Tagwerk Mais", betonte Stadtrat Hans Glück, der sich am vehementesten gegen die größere Biogasanlage aussprach. Noch viel mehr als bei Getreide, Mist oder Gras ist der Biogasertrag bei Mais am größten

CSU in Sachen Biogas gespalten

Maria Kellner warnte davor "ein Fass aufzumachen": Wenn man dem Landwirt mit dieser "Richtungsentscheidung" die Genehmigung gäbe, würden weitere große Biogasanlagen folgen. 

"Hut ab, was das für ein Betrieb ist - eine Spitzenanlage", meinte andererseits Martin Gramsamer. Der Landwirt würde nicht nur investieren, sondern habe auch Arbeitsplätze geschaffen. Von seiner CSU-Fraktion hieß es in Richtung der Kritiker: "Die Grünen wollten doch aus der Kernenergie aussteigen und jetzt ist man gegen mehr Energie aus nachwachsenden Rohstoffen." Aber nicht alle der CSU-Räte stimmten für die Biogasanlagen-Vergrößerung.

xe

Quelle: chiemgau24.de

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