Kosten durch abgespeckte Version reduziert

Das sind die Pläne für den neuen TSV-Sportpark

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Tittmoning - Die letzten Kritiker konnten auch damit nicht überzeugt werden, doch nun steht der genaue Plan für den Sportpark-Neubau: Es soll ein "Aushängeschild" werden.

Der Kostensprung von den bisherigen Entwürfen konnte zwar nicht ganz wettgemacht werden, aber immerhin: Knapp 4,9 Millionen Euro soll der Neubau des Sportparks nun Kosten. Im Vergleich zum letzten Plan vom Oktober 2015 ein Minus von rund 838.000 Euro. Die Architekten der Planungsgruppe Strasser stellten am Dienstag dem Stadtrat vor, was nun wirklich gebaut werden soll.

Bisher wurde das Sportheim am TSV-Platz in U-Form geplant, doch davon wurde nun Abstand genommen: "Mit diesem Entwurf konnten wir die Kosten nicht drücken", so die Architekten. Durch die neue, einfachere Bauweise wurde die Fläche um 15 Prozent und der Bruttorauminhalt um 18 Prozent gesenkt. Keine U-Form, sondern ein langer Bau mit zwei seitlichen Pavillons.

Das ist alles geplant

Der Neubau von allen Seiten.

Der Hauptbau wird ein Erdgeschoß und ein Untergeschoß bekommen. Oben das Schützenheim, ein trennbares Stüberl (120 Quadratmeter), der Geräteraum, ein Kiosk mit Ausgabe in Richtung Sportplatz, ein Lagerraum, ein Erste-Hilfe-Raum, Umkleiden, gemeinsame WCs für Heim- und Gästemannschaften und eine Terrasse in Richtung Süden. Außerdem entsteht am Bau eine kleine, überdachte Tribüne.

Im Untergeschoß werden neben Geräteräumen und Umkleiden ein 25-Meter-Schießstand für die Schützen gebaut, außerdem eine Kegelbahn. Auch hier wurde abgespeckt: Ursprünglich war eine 50-Meter-Anlage vorgesehen. "Aber es war den Kampf wert, bei den Kosten herunterzukommen um die Kosten zu reduzieren", so die Architekten.

Halber Meter über tausendjährigem Hochwasser

Durch die Renaturierung südlich des Sportheims sollen letztlich mehr Bäume und Sträucher entstehen als aktuell, der Siechenbach wird etwas verlegt. Der Schallschutz gegenüber den nächsten Anwohnern wird auch eingehalten. Diesen 4,9-Millionen-Euro-Plan will man also bei der Regierung von Oberbayern einreichen um die Förderfähigkeit festzustellen. Prinzipiell wird all das gezahlt, was beim Hochwasser 2013 kaputt ging - an darüber hinausgehenden Einrichtungen, wie beispielsweise dem geplanten Fitnesspavillon, wird sie sich kaum beteiligen.

Der Sportpark während dem Hochwasser 2013.

Die kritischen Stimmen im Stadtrat wollten aber nicht verstummen: "Jeder mit normalem Menschenverstand würde sagen: Seid ihr wahnsinnig, so einen Bau wieder ins Überschwemmungsgebiet zu bauen", so Peter Wembacher. Natürlich achteten die Architekten auch darauf: Sollte ein tausendjähriges Hochwasser kommen, wäre zum Erdgeschoß des Baus noch immer ein halber Meter Luft. "Trotzdem bleibt das Restrisiko zu hoch", so Johann Glück.

Standortdebatte kochte wieder auf

Noch einmal ließen die drei Kritiker der "Ökologischen Bürgerliste" die Standortdebatte aufkochen, doch CSU-Stadtrat Franz Maier meinte stellvertretend für viele andere: "Wir dürfen das Projekt wegen dem Standort nicht auf dem Rücken der Sportler verzögern." Er spricht beim Neubau von einem "Aushängeschild", das den vielen Gäste-Mannschaften präsentiert werden soll. Mit 15:3 Stimmen wurden die Pläne schließlich abgesegnet.

Eine Schätzung, wie viel von der Regierung finanziell gefördert wird, trauten sich allerdings weder die Architekten noch Bürgermeister Schupfner zu. Der Eigenanteil am Neubau wurde von den Stadträten ja bereits auf 530.000 Euro gedeckelt.

xe

Quelle: chiemgau24.de

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