Für den Grundwert „Soziale Gerechtigkeit“

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Tittmoning - Die Sozialdemokraten haben bei der letzten Versammlung des Ortsvereins Gerda Poschmann-Reichenau und Ernst Jilg für eine 25-jährige Mitgliedschaft geehrt:

Bei der letzten Versammlung des SPD-Ortsvereins Tittmoning am 07. Dezember im Café im Alten Bäckerhaus konnte der 1. Vorsitzende Dirk Reichenau zwei langjährige Parteimitglieder für je 25 Jahre Mitgliedschaft ehren. Vorstandsmitglied Gerda Poschmann-Reichenau und der in Kay lebende Ernst Jilg erhielten aus seiner Hand Anstecknadel und Urkunde. Zu den Gratulanten gehörte auch der SPD-Stimmkreiskandidat zur Landtagswahl, Roman Niederberger, der bei den Tittmoninger Sozialdemokraten seine Schwerpunkte und Ziele vorstellte. Abgesehen davon nutzte man das letzte Treffen des Jahres 2012 für Vorstellung und Diskussion des städtischen Haushaltsentwurfs. Reichenau verlieh seiner Freude darüber Ausdruck, dass die Geehrten in einer Zeit, wo es vielen Menschen immer schwerer falle, zuverlässig längerfristige Bindungen einzugehen, durch nun 25 Jahre währende Mitgliedschaft und Mitarbeit der SPD und ihren Werten treu geblieben seien. Er erinnerte an die lange Geschichte der Sozialdemokratie, die mit 150 Jahren so alt sei „wie die ersten Freiwilligen Feuerwehren“, schwere Zeiten der Verfolgung und Unterdrückung überstanden habe und auch in Bayern durchaus stolz sein könne auf das, was sie erreicht habe. So gehe etwa die Bezeichnung „Freistaat“ auf Kurt Eisner zurück, und auch an der ersten demokratischen Verfassung Bayerns haben federführend Sozialdemokraten mitgewirkt. „Die älteste Partei ist zugleich die modernste“, stellte der Vorsitzende fest, und bemerkte, dass man mit Christian Ude bei der Landtagswahl im kommenden Herbst einen Spitzenkandidaten ins Rennen schicke, der bewiesen habe, dass er regieren kann.

Darin liege die große Chance für 2013, bestätigte Roman Niederberger, der im Stimmkreis BGL/Rupertiwinkel für den Landtag kandidieren wird. Mit Schwerpunkt auf dem ureigensten Thema der SPD, der sozialen Gerechtigkeit, werde er gemeinsam mit Dirk Reichenau, der im Stimmkreis Traunstein antritt, für einen Wechsel in Bayern kämpfen. Niederberger zeigte an Themen wie Rentenpolitik, Wohnungsbau, Mobilität und Energiewende die klaren Konzepte der SPD für Bayern auf, denen mit dem Zickzackkurs der aktuellen Staatsregierung ein „Bild der Beliebigkeit“ gegenüberstehe. Am Entwurf zum Landesentwicklungplan könne man außerdem ablesen, was sich durch die Regierungsbeteiligung der FDP geändert habe: „Die wissen nicht mehr, wo sie hin wollen“ – und sie ignorierten den Bürgerwillen, wie sich im Umgang mit der Niederlage im Startbahn-Volksbegehren zeige. Kämpferisch lud Niederberger die Tittmoninger Genossen ein: „Streiten wir gemeinsam für den Wechsel!“.

Es folgte eine Rückschau des Fraktionsvorsitzenden Dirk Reichenau auf die Aktivitäten von Ortsverein und Stadtratsfraktion im abgelaufenen Jahr, bei denen man vor allem mit dem Thema Stadtplatz „den Nerv der Bürgerinnen und Büger getroffen“ habe, woraufhin sich endlich auch der politische Gegner in diesem Punkt bewegt habe. Auch wenn die SPD-Fraktion zu Themen wie der Gewerbeansiedlung im Burgfeld nicht immer geschlossen abgestimmt habe, so sei man sich doch einig im Ziel: Der Stadtplatz müsse als Kern Tittmonings mehr als nur ein großer Gratis-Parkplatz sein und der reine Durchgangsverkehr solle von ihm ferngehalten werden. Auch in anderen Bereichen habe man viel durchsetzen können. Reichenau erinnerte nur daran, dass die Initiative für ein Haus für Kinder ursprünglich aus der SPD-Fraktion gekommen sei.

Bei der Mittelschule trete nun aufgrund der verfehlten CSU-Schulpolitik ein, was er im letzten Kommunalwahlkampf vorhergesagt habe: „Die Dreizügigkeit wird ohne die Einführung der gemeindlichen Gemeinschaftsschule, wie die SPD sie seit Langem fordert, selbst im Schulverband in einigen Jahren nicht mehr zu halten sein.“ Stadtrat Willy Böhm berichetete dann vom Wirtshaus-Genossenschaftsprojekt in Asten, das „bemerkenswert gut“ im Plan liege und sich mit inzwischen 470 Mitgliedern unerwartet hohen Zuspruchs erfreue.

Bei der Diskussion über den städtischen Haushaltsentwurf für 2013 wurde vor allem über die Notwendigkeit der geplanten Baumaßnahme am Fußballplatz durch den TSV 1861 diskutiert. Die Versammlung forderte, darauf zu achten, dass beim städtischen Engagement für den Breitensport die Verhältnismäßigkeit etwa gegenüber den Ausgaben für Kultur gewahrt bleibe. Zuletzt bat Dirk Reichenau mit Blick auf die im kommenden Jahr anstehenden Festlichkeiten zum 150. Geburtstag der SPD alle Tittmoninger um Mithilfe bei seinen Recherchen zur Geschichte der hiesigen SPD. Über deren Aktivitäten vor der Wiederbelebung des Ortsvereins 1984 durch Gerhard Heisig suche man noch Informationen und Material. Wer Erinnerungen oder Dokumente beizutragen habe, meldet sich bei Dirk Reichenau, Tel. 08683/891944.

Pressemitteilung SPD Tittmoning

Quelle: chiemgau24.de

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