Tag der offenen Tür in Surheim

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Surheim - Unter dem Motto „Sport und Kultur“ hatten der BSC Surheim, die Schützengesellschaft Dorflinde und der Kulturkreis Saaldorf-Surheim in die neuen und frisch renovierten Räume eingeladen.

In seiner Begrüßung bezeichnete BSC-Vorsitzender und Hausherr Konrad Ragginger die Zwei-Hallen- Lösung als ideal. „Es ist uns dadurch möglich geworden, das Kurs- und Trainingsangebot erheblich zu erweitern.“ Großen Zulauf habe beispielsweise das Fitness-Programm „Zumba“, eine Kombination aus Aerobic und vornehmlich lateinamerikanischen Tänzen. Besonders hob Ragginger den Fitnessraum mit seinen modernen Geräten hervor, der es allen Vereinsmitgliedern ermöglicht, ihr individuelles Training zu gestalten. Ein besonderer Dank galt der Firma Moosleitner, mit deren Hilfe es möglich war, einen Defibrillator anzuschaffen, der im Notfall lebensrettend sein kann.

Für den Kulturkreis, dessen Räume sich ebenfalls in dem Gebäudekomplex befinden, freute sich Vorsitzender Norbert Höhn: „Endlich haben wir ein ansprechendes „Basislager“ gefunden und brauchen mit unseren Veranstaltungen nicht mehr so viel durch die Gemeinde zu tingeln.“ Er versprach, den Kulturkreiskeller in Form von Veranstaltungen, Ausstellungen oder Kursen bald mit Leben zu erfüllen.

Für die Schützengesellschaft Dorflinde wies Vorsitzender Albert Gaugler auf die vielen Stunden an Eigenleistung hin, mit der es die Mitglieder geschafft hatten, bald nach den verheerenden Brandschäden ihre Schießanlage wieder in Betrieb zu nehmen.

Ausdrücklich bedankten sich alle Redner bei der Gemeinde für die tatkräftige Unterstützung bei der Umsetzung des Projekts. In seinem Grußwort hob Bürgermeister Bernhard Kern hervor, dass die Unterstützung der Vereine und des Sports in der Gemeinde immer groß geschrieben wären. „Es freut mich ganz besonders, dass heute auch die Bevölkerung die Möglichkeit erhält, die Anlage zu besichtigen.“

Das taten dann die Besucher den ganzen Nachmittag über auch ausführlich. Ob die schmucke neue oder die geschmackvoll renovierte alte Halle, ob Fitness- und Gymnastikraum, ob die Schützenräume oder den Kulturkreiskeller, in vielen Gesprächen konnte man das Lob über die gelungene Anlage heraushören. Zu den Umkleide- und Sanitärräumen meinte ein Besucher: „Des is ja wie bei einem Bundesligaverein.“

Die veranstaltenden Vereine nutzten den Tag auch um sich selbst zu präsentieren, zu informieren und Mitmachangebote bereit zu halten. So war beim BSC Tischtennisspielen, Torwandschießen und ein Fußball-Geschwindigkeitstest angesagt. Trotz der hohen Außentemperaturen versuchten sich auch viele Gäste an den Fitnessgeräten. Dass Schießen und vor allem Treffen gar nicht so einfach ist und viel Übung erfordert, konnte man beim Versuch am Lichtgewehrstand der Schützengesellschaft erahnen. Im Kulturkreiskeller wurden die Besucher bei einem Glas Sekt dazu angeregt, die Gemälde von Karin Meier, Renate Paschke und Koloman Wagner zu bestaunen. Kinder hatten Gelegenheit, unter Anleitung ein Faltkörbchen zu basteln.

Ab dem späten Nachmittag spielten die „Andi’s Boys“ aus Freilassing schmissige Musik aus den 60er und 70er Jahren und animierten viele Paare dazu, den neuen Hallenboden auf seine Tanztauglichkeit zu testen.

Bürgermeister spricht Flüchtlingszuweisung an

„Ich will kein Stimmungskiller sein, aber ich möchte die Gelegenheit nutzen, ein ernsthaftes Thema anzusprechen, das uns aktuell beschäftigt und auch die örtlichen Vereine betreffen kann“, ging Bürgermeister Bernhard Kern in seiner Rede beim Tag der Offenen Tür auf die bevorstehende Zuweisung von Bürgerkriegsflüchtlingen ein.

Es handle sich um eine Zwangszuweisung von vorerst bis zu 35 Personen, deren Unterbringung derzeit noch völlig offen sei. Die Gemeinde sei in ständigen Verhandlungen und hoffe, bis zur Sondersitzung des Gemeinderates am kommenden Mittwoch, Vorschläge zur Unterbringung präsentieren zu können. „Wir müssen alle näher zusammenrücken“, appellierte Kern und schloss nicht aus, dass auch Vereinsräume kurzfristig als Notunterkünfte in Anspruch genommen werden könnten.

Norbert Höhn

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