Fröhliches und ausgelassenes Feiern am lauschigen Dorfplatz

"Schee wars wieder, des Dorffest Surheim"

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Für tolle musikalische Unterhaltung war selbstverständlich auch gesorgt.

Surheim - Geratscht, gegessen, getanzt und vieles mehr wurde am Dorffest Surheim. Für jung und alt - an Unterhaltung mangelte es nicht. *Mit Bildern*

Wer wird denn übers Wetter reden? Auf keinen Fall die Besucher des Surheimer Dorffestes, war es doch nicht zu heiß und nicht zu kalt und vor allem nicht nass. Beste Voraussetzungen also für ein fröhliches und ausgelassenes miteinander Feiern am lauschigen Dorfplatz. Nimmt man noch die ausgezeichnete musikalische Unterhaltung und das Angebot an kulinarischen Schmankerln dazu, so verwundert es nicht, dass der Platz bis spät in die Nacht hinein gut gefüllt war.

Bevor es am Nachmittag losging, hatten die Kleinsten schon ihre Gaudi beim Kasperltheater in der Turnhalle. Wenn die Kinder den dösenden Kasperl wild schreiend und gestikulierend vor dem heranschleichenden Untier warnten, werden sicher auch bei manchen gestandenen Eltern Kindheitserinnerungen wach geworden sein.

Tolles Angebot auch für die Kleinen

Apropos Kinder: Für deren Unterhaltung und Zeitvertreib war anschließend auch am Festplatz bestens gesorgt. Die obligatorische Hüpfburg natürlich, Schatzsuche im Sandcontainer (leider ohne anschließende Duschmöglichkeit) und das Bauklotz-Zelt, wo Fantasie, Kreativität und gemeinsames Werkeln gefragt waren, alle Spielstationen waren dicht umlagert.

Bilder vom Dorffest Surheim

Die Jüngsten, nämlich „die kleine Jungmusi“ gestalteten auch den musikalischen Auftakt. Johanna Maier hat die Nachwuchsmusiker innerhalb von drei Jahren zu einem beachtlichen Klangköper geformt. Mit viel Beifall wurde sie verabschiedet, muss sie doch wegen ihres Studiums die Leitung der Jungmusi abgeben. Dass die Nachwuchsarbeit bei den Surheimer Musikanten großgeschrieben ist, bewies anschließend die Jungmusi U(nter) 18, die mit Erika Schadner seit kurzem auch eine neue und sogar singende Leiterin hat.

Großen Beifall bekam die Jugendgruppe des Freilassinger Trachtenvereins „Rupertiwinkler“ für ihre Tanzvorführungen. Nett anzuschauen die meterhohen Größenunterschiede der Tanzpaare. Ja, und dann wurde es laut. Spätestens als der Fanfarenzug Gudensberg mit klingendem Spiel auf der Festwiese Einzug hielt, mussten auch die letzten Surheimer ahnen, dass was los ist im Dorf.

Hoher Besuch aus 800 km Entfernung

Die Musikanten aus dem hessischen Gudensberg und die Surheimer Kapelle pflegen ja seit 50 Jahren ihre Freundschaft, die mit regelmäßigen gegenseitige Besuchen verbunden ist. Musikalisch hört es sich schon interessant an, wie der von den verschiedenen Trommeln dominierte Fanfarenzug unter Leitung von Peter Bolzmacher mit Reinhard Mey „Über den Wolken“ schwebt oder „Mamma Mia“ von ABBA intoniert.

Dass das 800 Kilometer entfernte Gudensberg näher an der Nordsee als an den Alpen liegt, merkte man spätestens bei „Aloha He“ und zu fortgeschrittener Stunde konnten dann noch alle „Wir lagen vor Madagaskar“ mitsingen. Bürgermeister Bernhard Kern begrüßte im Namen der Gemeinde die insgesamt 25 Gudensberger Gäste, „die an diesem Wochenende den Weg zu uns nach Surheim gefunden haben“.

Mit seinem hochprozentigen Gastgeschenk, einem echten Gebirgsenzian, hatte der Bürgermeister den Geschmack der hessischen Freunde offenbar voll getroffen, wie den freudigen Gesichtern zu entnehmen war. Für den restlichen Festtag und -abend übernahmen die Surheimer Kapelle unter Felix Hagenauer die musikalische Unterhaltung.

Dorffest wieder einmal ein "soziales Ereignis"

Gut angenommen wurde auch der Tanzboden, der erstmals auf der Festwiese aufgebaut war. Ob Kaffee und Kuchen, Povesen und dergleichen Schmankerln oder Handfestes aus der Bratküche, das kulinarische Angebot der Surheimer Musikantenfamilie ließ keine Wünsche offen. Den „Getränkeservice“ hatte der Burschenverein fest im Griff. Ein Weißbier-Rondell und natürlich zu späterer Stunde das Bar-Zelt waren gut frequentierte Anlaufstationen.

Um das Wichtigste nicht zu vergessen: Das Dorffest war wieder einmal ein „soziales Ereignis“, man trifft sich, ratscht und feiert miteinander, Dorfkultur halt. Und als zu später Stunde der „alte Häuptling der Indianer“ von den Musikanten intoniert und von den Besuchern wild heulend in Szene gesetzt wurde, waren sich alle einig: „Schee wars wieda, des Dorffest“.

nh

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