Neue Ampelanlage an der B20 und Pilotversuch an der A8 

Bauamt gibt grünes Licht für Bauarbeiten 

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Piding - Ab Oktober wird die Verkehrssicherheit erhöht. Eine neue Ampelanlage wird dort gebaut, wo die Staatsstraße aus Teisendorf, in die B20 bei Piding mündet.

Seit Monaten wird bereits darüber diskutiert und spekuliert, jetzt teilt das Staatliche Bauamt aus Traunstein erste Informationen mit: In Kürze beginnen die Bauarbeiten für die neue Ampelanlage an der Einmündung der Staatsstraße aus Richtung Teisendorf in die Bundesstraße B20 bei Piding. Ab etwa Mitte Oktober soll sie dann in Betrieb gehen und die Verkehrssicherheit erhöhen.

Außerdem wurde vor wenigen Tagen ein Pilotversuch behördenintern abgestimmt, der die Unfallsituation an der nördlichen Anschlussstelle der A8 verbessern soll. Während der Bauarbeiten zur Errichtung der Ampel kann es zu Behinderungen kommen.

Bereits seit vielen Jahren werden die Folgen des enorm starken Verkehrsaufkommens ausgehend von der Autobahn, der Bundesstraße und der Staatsstraße in Piding heftig diskutiert. Große Lösungen scheinen dabei nicht direkt in Sichtweite zu sein, da gerade der Ausbau der A8 in der Gemeinde Piding selbst heftig umstritten ist. Auch die Einmündung der Staatstraße aus Richtung Teisendorf und Anger in die B20 weist dadurch bereits seit vielen Jahren ein konstant hohes Unfallgeschehen auf.

Noch keine festen Rahmenbedingungen für den Ausbau der A8

Während die Gemeinde Piding im Bau eines Kreisverkehrs sehr gerne die Lösung für dieses Problem gesehen hätte, verweist das Staatliche Bauamt auf ein Gutachten, das einem Kreisverkehrsplatz mangelnde Leistungsfähigkeit bescheinigt. Eine Lichtzeichenanlage ist im Vergleich leistungsfähiger, schneller auch ohne Grunderwerb umsetzbar und vor allem kostengünstiger, wenn man das Ergebnis betrachtet.

Natürlich weiß man auch in Traunstein, dass eine höhenfreie Anbindung verkehrssicherer und leistungsfähiger sein würde. Solange jedoch die planerischen Rahmenbedingungen für den Ausbau der A8 nicht feststehen, ist eine Lichtzeichenanlage die richtige Variante, um die Verkehrssicherheit schnellstmöglich zu verbessern.

Gemeinde Piding sieht Ausbau kritisch

So wird in den kommenden Wochen die Einmündung zur Errichtung der Ampel geringfügig umgebaut, damit sie ab etwa Mitte bis Ende Oktober in Betrieb gehen kann. Die Verantwortlichen in der Gemeinde Piding sehen diese Maßnahme dann kritisch, falls bei Rückstausituationen Schleichverkehr durch den Ort entsteht. Sie werden vermutlich deren Funktionsweise mit Argusaugen kontrollieren.

Mit einem Pilotversuch an der nördlichen Anschlussstelle der A8 kommt man allerdings von Behördenseite den Wünschen der Gemeinde entgegen. Da sich auch diese Einmündung vor allem durch die Verstöße der Linkseinbieger von der Autobahn abfahrend Richtung Freilassing und Burghausen seit vielen Jahren unfallauffällig gezeigt hat, will man auch hier eine Ampel errichten.

Über den Bau einer Umleitung stimmte die Gemeinde ab

Die Gemeinde hat stattdessen bereits vor Monaten vorgeschlagen, das Linkseinbiegen zu verbieten und die Verkehrsteilnehmer mit einem kleinen Umweg über den nahen Kreisverkehr wieder nach Norden umzuleiten. Dazu hat vor wenigen Tagen ein Abstimmungstermin der beteiligten Behörden mit der Gemeinde Piding stattgefunden. Diese Umleitung wird am Montag, den 22. August umgesetzt und in den kommenden Monaten in einem Pilotversuch ausprobiert.

Sollte es funktionieren und somit die Bedenken der Autobahndirektion wegen eines möglichen Rückstaus auf die Autobahn nicht eintreten, wird man es vermutlich laufen lassen, ansonsten soll die Lichtzeichenanlage auch an dieser Einmündung im kommenden Jahr errichtet werden.

Pressemitteilung Staatliches Bauamt Traunstein

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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