Neubau ohne Bürgerbeteiligung?

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In Oberteisendorf soll eine neue Grundschule gebaut werden.

Oberteisendorf - Von nicht-öffentlichen Gemeinderatssitzungen direkt zur Abstimmung über die Ausschreibung: Der Grundschul-Neubau scheint beschlossen:

Bereits am 8. April soll der (öffentliche) Gemeinderat über die Ausschreibung des Projekts abstimmen. Bislang wurden der Öffentlichkeit weder Pläne vorgelegt, noch wurden sie in die Planung mit eingebunden. Aus diesem Grund lud die JU Teisendorf/Anger alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einer Informationsveranstaltung mit Diskussionsrunde zum geplanten Schulneubau in Oberteisendorf ein, bei der die Informationsmissstände angesprochen wurden.

Bislang wenig Informationen

Die Anwesenden hatten zum ersten Mal, und nur drei Wochen ehe im Gemeinderat über die Ausschreibung abgestimmt werden soll, die Möglichkeit, Fragen zu stellen, und produktive Ideen einzubringen. Neben dem 2. Bürgermeister, Gernot Daxer, dem 3. Bürgermeister Georg Quentin, dem Fraktionsvorsitzenden der CSU Thomas Gasser und Bezirksrat Georg Wetzelsperger waren die Gemeinderätinnen Magdalena Schmid und Maria Lindner anwesend.

Gemeinsam mit einem der Planer des Projekts, Markus Fritsche, beantworteten sie die Fragen der Bürger und nahmen deren Vorschläge auf. Die erste Feststellung, die die Junge Union bereits bei den Vorbereitungen machen musste, war die verschwindend geringe Menge an Informationen, die den Bürgern über dieses Projekt zur Verfügung stand. Seitens der Gemeinde war zum Projekt bisher so gut wie nichts bekannt gegeben worden - bis auf die Tatsache, dass die Schule am jetzigen Standort neu gebaut werden sollte. Diese Entscheidung wurde bereits vor einem Jahr getroffen.

Klärungsbedarf an etlichen Fronten

2012 war nur in nichtöffentlichen Sitzungen im Gemeinderat über das Projekt diskutiert worden. Drei Wochen vor der Abstimmung über die Ausschreibung konnten durch die JU-Veranstaltung zum ersten Mal die Ideen der Eltern und Anwohner und aller anderen Interessierten aufgegriffen werden. Dabei wurde von allen Anwesenden festgestellt, dass es an etlichen Fronten noch Klärungsbedarf gibt. Zum Beispiel die Größe des Pausenhofs, der durch die eher beengte Lage sehr eingeschränkt ist, oder auch die Feuerwehrzufahrt und die Feuerwehraufstellflächen bei einem Rettungseinsatz.

Ferner kam zur Sprache, ob der Hartplatz nach dem Bau wieder hergestellt und wie die Parkplatzsituation rund um die Schule geregelt werde. Dies sind nur einige der Schwachstellen, die bis jetzt noch nicht genau betrachtet wurden. Bei solchen Fragen sollte doch eine Einbindung der Betroffenen selbstverständlich sein, da jeder konstruktiv zu einem gelungenen Neubau beitragen kann, so die Meinung der heimischen JU-Verantwortlichen.

Kein Hauruck-Verfahren

Zum Schluss waren sich alle einig: Eine neue Schule muss gebaut werden, das ist klar, nur in welchem Zeitraum? Lieber ein Projekt, bei dem alle Eventualitäten und Chancen für die Zukunft bedacht wurden, als ein im Hauruck-Verfahren durchgeführter Neubau, der dann nach kurzer Zeit bereits nachgebessert werden muss. Bereits ein halbes Jahr längere Planungszeit könnte in einigen Teilbereichen bessere Lösungen ans Tageslicht bringen und diesen Schulneubau zu einem Projekt machen, das von allen Bürgern mitgetragen wird. So die Meinung der JU Teisendorf/Anger.

Pressemeldung JU Teisendorf/Anger

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