Neues Seniorenheim für Laufen, aber

Vorerst kein Bahnausbau

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Laufen - Vertreter der Deutschen Bahn haben dem Laufener Stadtrat am Dienstagabend wenig Hoffnung auf einen baldigen Ausbau der Strecke Mühldorf - Freilassing gemacht. Wichtige Entscheidungen traf das Gremium dennoch.

Der Laufener Stadtrat nahm am Mittwochabend die Ausführungen von Mitarbeitern der Deutschen Bahn zum Ausbau der Bahnstrecke München - Mühldorf - Freilassing zur Kenntnis. Es ging um die Arbeiten auf Laufener Gemeindegrund. Bisher werde dabei von einem eingleisigen Ausbau mit Begegnungsstellen gesprochen, erklärte Bürgermeister Hans Feil gegenüber BGLand24. Und auch diese Planungen würden noch in den Kinderschuhen stecken.

Deshalb riet die Deutsche Bahn auch davon ab, die Ausbauarbeiten der Bahn mit dem Bau der Ortsumfahrung zu kombinieren. Die Ortsumfahrung befinde sich bereits im Planfeststellungsverfahren, während der Bahnausbau in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden müsse, dann erst eingestuft werde und letztlich die Finanzierung zu klären sei. Auf einen Baubeginn wollten sich die Verantwortlichen gar nicht festlegen.

"Einzig über unsere Über- und Unterführungen müssen wir uns Gedanken machen", so Feil. Denn laut Eisenbahnkreuzungsgesetz könnten da die Kommunen beteiligt werden. "Wir sprechen von Summen bis zu einer Million Euro", betonte der Bürgermeister. Deshalb werde genau geprüft, ob und wo Sanierungsmaßnahmen notwendig seinen.

Am Bahnhof entsteht neues Seniorenzentrum

Grünes Licht gab die Mehrheit der anwesenden Stadtratsmitglieder für ein geplantes Seniorenheim bei der alten Bahnhofsgaststätte. "Das Ergebnis war relativ knapp für den Antrag", gab der Rathauschef zu. "Umstritten war die Höhe des Gebäudes." Denn bei Erdgeschoss plus drei Stockwerke sehe das Ortsbild künftig anders aus.

Trotzdem geht das Bauvorhaben der Brauerei Wieninger jetzt in die öffentliche Auslegung.

Doppik klar abgelehnt

Eine klare Absage erhielt dagegen der Antrag der Grünen, Verwaltungsdirektor Raymund Helfrich einzuladen, um die Vorteile der Doppik (doppelte Buchführung) zu erläutern. Wie vom Bürgermeister erwartet, wurde durch diesen Antrag die Diskussion um die Einführung der Doppik vorgezogen.

"Die Einführung der Doppik kann uns als Stadt bis zu einer halben Million Euro kosten", nannte Feil Gründe für die Ablehnung. "Von den Folgekosten mal abgesehen." Der eine dreiviertelte Kraft müsse dann ebenfalls zusätzlich eingestellt werden.

"Es ist nicht das richtige Instrument zur richtigen Zeit", betonte Kämmerin Elisabeth Mühlbacher. Die EU überlege, bis 2020 ein neues Buchführungssystem Europaweit einzuführen, dann müsse Laufen erneut investieren. "Außerdem hat uns die kommunale Prüfungskommission ebenfalls davon abgeraten", so der Rathauschef.

Neues Stadtratsmitglied

Erstmals beteiligt an den Diskussionen war Georg Linner von den Grünen. Er folgte Michael Spitzauer nach, der aus beruflichen Gründen sein Mandat niedergelegt hat.

cz

Rubriklistenbild: © dpa - picture alliance/Symbolbild

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