Grüne besuchen Justizvollzugsanstalt in Laufen

Zahl der jugendlichen Strafgefangenen rückläufig

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Laufen - Auch wenn in der Bevölkerung ein anderer Eindruck vorherrscht, ist es doch so, dass die Anzahl der jugendlichen Strafgefangenen in Bayern wie auch deutschlandweit stark rückläufig ist.

Die Zahl der jugendlichen und heranwachsenden Strafgefangenen ist seit Jahren sowohl in Bayern als auch in ganz Deutschland stark rückläufig. Das wusste Winfried Köpnick, Kreisrat für Bündnis 90/Die Grünen im Berchtesgadener Land, anlässlich des Besuches einer Grünen-Delegation in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Laufen zu berichten.

Das sei eine erfreuliche Entwicklung, auch wenn in der Öffentlichkeit wegen einiger spektakulärer Fälle oft ein entgegengesetzter Eindruck vorherrsche. Diese positive Entwicklung ermögliche eine intensivere und individuellere Förderung der einzelnen Häftlinge, was die Chancen auf eine erfolgreiche Wiedereingliederung deutlich erhöhe, meinte Köpnick, der als Richter am Amtsgericht Laufen auch als besonderer Vollstreckungsleiter für die JVA Laufen tätig ist.

Neue sozialtherapeutische Abteilung

Andreas Wagner, als leitender Regierungsdirektor Anstaltsleiter der JVA Laufen, wies auf die erst vor kurzem erfolgte Einrichtung einer eigenen sozialtherapeutischen Abteilung zur besseren Betreuung der Häftlinge in der JVA Laufen hin. Diese Abteilung sei ein weiteres Beispiel für modernen Strafvollzug, bei dem die Resozialisierung von jungen Menschen im Mittelpunkt stehe, die auf die schiefe Bahn geraten wären. Er sei stolz auf seine engagierten und über die Maßen motivierten Mitarbeiter, ohne die eine solche Einrichtung nicht mit Erfolg betrieben werden könne.

Geregelter Tagesablauf statt Mauern mit Wachtürmen

Grünen-Kreisvorsitzende Gisela Bechmann zeigte sich positiv überrascht vom Eindruck, den sie über die JVA Laufen bekommen hat. Die halb-offene Anstalt für Jugendliche, eine von drei ihrer Art in Bayern, warte nicht mit hohen Mauern und Wachtürmen auf.

Den Jugendlichen werde über einen strukturierten Tagesablauf letztlich Hilfe zur Selbsthilfe geboten. Nach dem Wecken um sechs Uhr und anschließendem Frühstück gehe es in die Werkstätten, wo die Jugendlichen einen handwerklichen Lehrgang im Bereich ihrer Wahl machen könnten. Nach dem Mittagessen werde dort bis 16 Uhr weitergearbeitet. Nach dem Abendessen könnten die Jugendlichen noch einige Zeit gemeinschaftlich verbringen, zum Beispiel beim Fernsehen. Ab 20 Uhr müssten die Jugendlichen dann wieder in ihre Zellen.

Pressemeldung Bündnis 90/Die Grünen im Berchtesgadener Land

Rubriklistenbild: © Picture Allianz

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