Kraft der Salzach nutzen

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Saaldorf-Surheim - Die Bürgerkraftwerk Salzach GmbH (BKS) will an der Salzach ein Wasserkraftwerk errichten. Es soll im Freilassinger Becken zusammen mit der momentanen Sanierung entstehen.

Aufnahme in das laufende Planfeststellungsverfahren zur Salzach-Sanierung - das ist es, was die BKS erreichen will. Denn dann könnte sie ihre Pläne bereits im kommenden Jahr umsetzen. Die GmbH will im Freilassinger Becken die Sohlrampengefälle ausnutzen und ein Ausleitungskraftwerk bauen. Das Kraftwerk soll dann 1,7 Megawatt Leistung erzielen und somit 2800 Haushalte mit Energie versorgen. Gleichzeitig bedeute es eine Verbesserung der Sohlrampen, betonte Unternehmenssprecher Ingo Tönnesmann bei einer Informationsveranstaltung am Montagabend in Surheim. Die Durchgängigkeit für Fische werde durch einen 15-Millimeter Freirechen und der Geschiebetransport durch Spülungsmöglichkeiten verbessert.

„Das Kraftwerk selbst rechnet sich gerade eben. Es ist keine große Gewinnspanne zu erwarten“, so Tönnesmann im Bgland24-Interview. Aber man wolle die bestehende Energie der Salzach nutzen. Zusammen mit Geschäftsführer Josef Kollmer kann die BKS eine Erfahrung von etwa 30 ökologischen Kraftwerken vorweisen. Dabei habe man vor allem auf Nachhaltigkeit gesetzt, erklärt Tönnesmann.

Ein überwiegend großer Teil der Besucher der Informationsveranstaltung begrüßte das Vorhaben. Einzelne bekundeten sogar ihr Interesse, sich finanziell zu beteiligen. Auch das Wasserwirtschaftsamt Traunstein stimmt dem Projekt im Grunde zu, wenn die Funktionalität der Salzachsanierung erhalten bleibt und dabei keine Zeit verloren wird. Das hängt natürlich davon ab, ob es Klagen gegen die Pläne geben wird. Der BKS-Sprecher ist aber zuversichtlich, je schneller es umzusetzen sei, desto weniger Klagen werde es geben.

Rubriklistenbild: © dpa

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