Daxenberger-Preis: Gewinner steht fest

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Sepp Daxenberger war es ein Herzensanliegen, die Agro-Gentechnik zurückzudrängen.

München - Karl-Heinz Bablok aus dem schwäbischen Kaisheim ist der Gewinner des Sepp-Daxenberger-Preises, der in diesem Jahr erstmalig vergeben wird.

Der 55-jährige Hobby-Imker aus dem Kreis Donau-Ries hat nach jahrelangem Rechtsstreit mit dem Freistaat Bayern vor dem Europäischen Gerichtshof ein Urteil erwirkt, nach dem Honig, der auch nur geringe Spuren gentechnisch veränderter Pollen enthält, ohne Zulassung nicht auf den Markt kommen darf.

Babloks Bienenhäuser waren in der Nähe von Feldern aufgestellt, auf denen einen Versuchsanbau mit der umstrittenen gentechnisch veränderten Maissorte MON 810 stattfand. Entgegen aller Versicherungen von Seiten der Behörden ergaben Untersuchungen, dass der Honig durch Pollen dieser Maissorte verunreinigt war. Mit seiner Hartnäckigkeit hat Bablok nach der Meinung der Jury – sie besteht aus Felix Daxenberger, dem Sohn von Sepp Daxenberger, dem Musiker Hans Well, der Fraktionsvorsitzenden Margarete Bause und der Landesvorsitzenden Theresa Schopper – einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen den Einsatz gentechnisch veränderter Organismen in Lebensmitteln geleistet.

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Auch dem verstorbenen Grünen-Politiker Sepp Daxenberger war es ein Herzensanliegen, die Agro-Gentechnik zurückzudrängen, weil sie mit unkalkulierbaren gesundheitlichen Risiken spielt und zudem die Existenz der bäuerlichen Landwirtschaft in Frage stellt. Unter den Bewerbungen zum Sepp-Daxenberger-Preis hatte die Jury vier weitere Personen und Organisationen nominiert:

Das Bündnis „Nein zur Flughafen-Nordanbindung“, das sich für den Erhalt des Nürnberger Reichswaldes einsetzt; Die Münchnerin Hildegard Denninger für ihr Engagement für Obdachlose; Die „Zivilcourage Traunstein“ für ihren Einsatz zum Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft und gegen den Einsatz von Agro-Gentechnik; Die Aktionsgemeinschaft gegen die Isental-Autobahn, die für den Erhalt des Isentals kämpft.

Der Sepp-Daxenberger-Preis wird im Rahmen der Feier zum 25-jährigen Jubiläum der Grünen-Fraktion im Bayerischen Landtag am 27. Oktober verliehen. Die Laudatio hält die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag und frühere Landwirtschaftsministerin Renate Künast. Der Preisträger erhält eine eigens von dem Grafinger Bildhauer Robert M. Weber entworfene Bronzeskulptur.

Der Preis, der unter dem Motto steht „Verändern, um zu bewahren“ wird alle zwei Jahre an Personen oder Organisationen verliehen, die sich für Veränderungen stark machen, die dem Ziel des Erhalts der natürlichen Lebensgrundlagen dienen. Mit dem Preis erinnern die bayerischen Grünen an den 2010 verstorbenen Grünen-Politiker Sepp Daxenberger, der als Bürgermeister von Waging, als Landesvorsitzender und Landtagsabgeordneter die bayerischen Grünen maßgeblich geprägt hat. Der Preis ist mit 2000 Euro dotiert.

Pressemitteilung Bündnis 90/ Die Grünen Landesverband Bayern

Quelle: chiemgau24.de

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