Granaten-Suche nun auch in Teisendorf

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In dieser Scheune wurde am Dienstag, 21. Januar, das zweite Granaten-Lager gefunden.
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Teisendorf - Der Granaten-Fund in Golling hat nun zu einer Durchsuchung in Deutschland geführt. Auch hier wurde ein illegales Waffenlager vermutet.

Der Fund zahlreicher scharfer Granaten im österreichischen Golling (Salzburger Land) hat zu einer ersten Suchaktion in Deutschland geführt. Das teilte die Polizei am Freitagvormittag mit. Der Ort Golling im Salzburger Land, in dem innerhalb weniger Tage zwei Depots mit Granaten und weiteren Kriegswaffen gefunden wurden, liegt nahe der Grenze.

Ein Zeuge hatte sich bei der Polizeiinspektion Freilassing gemeldet und mitgeteilt, dass er Hinweise zu einem möglichen weiteren Munitionslager in Freilassing hat. In enger Absprache und Zusammenarbeit mit den österreichischen Polizeibehörden wurden diese Hinweise abgearbeitet und auch ein Anwesen im Gemeindebereich Teisendorf durchsucht. In dem Anwesen konnten eine Vielzahl von Kartuschen, Munition und Wehrmachtsartikel aufgefunden werden.

Daher wurde das Sprengkommando München zur Unterstützung hinzugezogen. Diese Beamten gaben jedoch schnell Entwarnung. Bei der vorgefundenen Munition handelte es sich allesamt um ordnungsgemäß unbrauchbar gemachte Munition. Es konnten keine Verstöße nach einschlägigen Gesetzen festgestellt werden. Der Mann wollte diese Gegenstände offensichtlich auf Flohmärkten oder in Sammlerkreisen veräußern.

Spekulationen über Verbindungen nach Deutschland

Die Presse-Agentur Aktivnews berichtet aktuell von einem weiteren Verdachtsfall, der nach Deutschland führt. Der österreichischen Polizei sei ein Kontakt bekannt, den der Besitzer der beschlagnahmten Kriegswaffen-Sammlung in den Landkreis Traunstein haben soll. Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd konnte das jedoch auf Anfrage nicht bestätigen.

Zuerst war am Donnerstag, den 16. Januar in einem Wohnhaus eine Granate detoniert. Ein Gollinger, der als Sammler von Militaria bekannt war, hatte versucht sie selbst zu entschärfen. Der Mann zog sich schwere Verbrennungen zu.

Explosive Kriegswaffen in Golling gefunden

Im Wohnhaus wurden daraufhin zahlreiche scharfe Granaten und Munition gefunden. Laut österreichischen Ermittlern bestand die Gefahr einer großen Explosion.

Granaten nahe der Schule gelagert

Am Dienstag, den 21. Januar wurde in diesem Zusammenhang ein nicht weniger schockierender Fund in einer Scheune in Golling gemacht. Vermutlich der selbe Mann hatte dort mindestens 40 Kisten mit scharfen Granaten gelagert. Wie die Agentur Aktivnews berichtet, war die Scheune nicht einmal durch ein richtiges Schloss gesichert. Lediglich ein Metallstift hielt die Tür geschlossen.

Außerdem beschreibt Aktivnews den Standort der Scheune näher. Die Mittelschule Golling ist demnach nur rund 60 Meter von der Scheune entfernt. Auch ein Tennisplatz und ein Skaterpark liegen direkt nebenan.

Bilder von Scheune und Umgebung

Hier wurden in Golling Granaten gefunden

rm/Aktivnews/Pressemeldung Polizeiinspektion Freilassing

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